Theologie der Ökumene (Westkirchen) - FS 2026

Montag, 13h30-15h00, Raum 4120

Beschreibung: In Westeuropa bezeichnet das Wort „Ökumene” in erster Linie das Verhältnis zwischen der katholischen und der reformatorischen Ausprägung des Christseins, wie sie aus der Kirchenspaltung des 16. Jahrhunderts hervorgegangen sind. Doch hier handelt es sich eigentlich um eine „Familienstreitigkeit“ innerhalb der westkirchlich-lateinischen Tradition. Die Vorlesung öffnet den Blick dafür, dass die Christenheit vielgestaltiger ist. Der weiter gefasste ökumenische Dialog, der auch die altorientalischen und die orthodoxen Kirchen, die anglikanische Communio und die evangelikale und freikirchliche Welt einbezieht, bringt ungeahnte Aspekte im christlichen Zeugnis ans Licht und kann helfen, festgefahrene Debatten neu lebendig werden zu lassen. Zugleich fragt die Vorlesung nach den Kriterien, wie eine berechtigte und wünschenswerte Vielfalt des kirchlichen Zeugnisses von Spaltungen zu unterscheiden ist, die dem Gemeinschaft stiftenden Geist Jesu Christi widersprechen.

Literatur: Handbuch der Ökumenik, hg. von Hans Jörg Urban / Harald Wagner, 3 Bände, Paderborn 1985 / 1986 / 1987; Dokumente wachsender Übereinstimmung. Sämtliche Berichte und Konsenstexte interkonfessioneller Gespräche auf Weltebene, 5 Bde (I: 1931-1982; II: 1982-1990; III: 1990-2001; IV: 2001–2010; V: 2011-2019), 21991/1992/2003/2012/2021; Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Direktorium zur Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus (25. März 1993) (= Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 110), Bonn 1993.

 Download des Vorlesungsplans (mit bibliographischen Angaben)

 Website des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen

 Website des Vatikan