| Description |
Verschwörungstheorien begleiten die Geschichte des 20. Jahrhunderts. In Zeiten gesellschaftlicher Krisen und Unsicherheiten verfügen sie über besondere Anziehungskraft und Wirkmacht. Mit einfachen Erklärungen und klaren Kausalitäten erklären Verschwörungstheorien komplexe Ereignisse und Entwicklungen. Konspiratorisches Denken geht von eindeutigen Verantwortlichkeiten und Zuschreibungen, von planmässigem Vorgehen und geplanten Vorgängen aus. Während sich Verschwörungstheoretiker als Opfer inszenieren, operieren sie ihrerseits mit Feindbildern und Sündenböcken. Doch es bringt wenig, Verschwörungstheoretiker lediglich zu pathologisieren und als irrlichternde Propagandisten darzustellen. Vielmehr ist nach den gesellschaftlichen Funktionen und politischen Logiken und Zielen von Verschwörungstheorien in verschiedenen historischen Zusammenhängen zu fragen. Zeitlich werden wir uns im Seminar auf das 20. Jahrhundert konzentrieren, von den Protokollen der Weisen von Zion bis zu den Verschwörungstheorien zu 9/11. Literatur Michael Butter, «Nichts ist, wie es scheint». Über Verschwörungstheorien, Berlin 2018. Helmut Reinalter (Hg.), Verschwörungstheorien. Theorie – Geschichte – Wirkung, Innsbruck 2002. Pierre-André Taguieff, L’imaginaire du complot mondial. Aspects d’un mythe moderne, Paris 2006. |
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Diese Lehrveranstaltung findet im Präsenz- wie auch im Fernunterricht statt. Die Teilnahme an der ersten Sitzung wird dringend empfohlen. Sie erhalten von den Dozierenden wichtige Informationen über den Ablauf der Veranstaltung. Ausserdem bitten wir Sie, Ihren Laptop mitzunehmen und die Emails auf Ihrem Unifr-Account regelmässig zu konsultieren. |