Dies AcademicusPublished on 30.09.2026
Ehrendoktorwürde für Frederik und Gerrit Braun
Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche und Medizinische Fakultät der Universität Freiburg verleiht im Jahr 2026 den Zwillingsbrüdern Frederik und Gerrit Braun die Ehrendoktorwürde. Sie haben das Miniatur Wunderland in Hamburg gegründet und aufgebaut, die weltweit grösste Modelleisenbahnanlage. Ihre Leistung verbindet Modellbau, Informatik, Elektronik und Systemtechnik miteinander.
Ein zentrales Merkmal ihrer Herangehensweise ist die Suche nach Lösungen für Problemstellungen, auf die bestehende Technologien oft noch keine direkte Antwort geliefert haben. Wissend was sie erreichen wollen, sind sie recht kompromisslos: entweder sie finden die Lösung, die ihnen vorschwebt, oder sie akzeptieren, dass das, was sie wollen, aktuell nicht umsetzbar ist. Viele Systeme des Miniatur Wunderlands entstanden in einem fortlaufenden Prozess aus Erproben, Anpassen und Weiterentwickeln. Dieser Ansatz prägte sowohl die technische als auch die organisatorische Entwicklung des Projekts.
Dabei ergänzen sich die Brüder in ihren Rollen: Frederik Braun verantwortet vor allem die konzeptionelle und unternehmerische Entwicklung, Gerrit Braun prägt insbesondere die technische Seite des Wunderlands. Gemeinsam haben die Brüder ein ungeheuer komplexes Zusammenspiel von Hard- und Software geschaffen, in dem zahlreiche Prozesse parallel steuern und gesteuert werden.
Durch ihre Arbeit schaffen es die Brüder Braun, Gross und Klein für technische Fragestellungen zu interessieren, in der physischen Welt, jenseits von sozialen Medien und virtuellen Welten. Darüber hinaus sind Frederik und Gerrit Braun sozial sehr engagiert. Durch den Verkauf von Spenden-Pins und -Magneten unterstützen sie seit 2007 jeden Monat eine andere Hilfsorganisation, ohne «gross davon zu berichten». Ausserdem ermöglichen sie finanziell schwächeren Familien einen kostenfreien Besuch im Miniatur Wunderland.
Mit der Ehrendoktorwürde würdigt die Universität Freiburg zwei Persönlichkeiten, deren Arbeit die Verbindung von technischem Verständnis, interdisziplinärem Denken und praktischer Umsetzung veranschaulicht. Ihre Errungenschaften zeigen, wie komplexe technische Systeme entwickelt und zugleich einer breiten Öffentlichkeit sichtbar und verständlich gemacht werden können.
