Freiburger Colloquium

Das Mediävistische Institut der Universität Freiburg organisiert alle zwei Jahre ein interdisziplinäres Kolloquium, bei dem Forscher*innen und Spezialist*innen zusammen gebracht werden, um sich mit einem bestimmten mediävistischen Forschungsthema zu beschäftigen. Die Tagungsakten werden jeweils in der institutseigenen Reihe Scrinium Friburgense beim Reichert Verlag Wiesbaden publiziert.

  • 2021 – Paradigmen und Perspektiven einer Mediävistischen Komparatistik

    8. – 10. September 2021

    Das Freiburger Colloquium 2021 wurde von den Vertreter*innen der verschiedenen Literaturwissenschaften am Mediävistischen Institut organisiert und thematisierte und diskutierte aktuelle Paradigmen, Perspektiven und Methoden einer mediävistischen Komparatistik. Dabei sollten zwei der kulturgeschichtlichen Besonderheiten mittelalterlicher Kultur- und Literaturgeschichte je einen Schwerpunkt der komparatistischen Diskussionen bilden: die Materialität und Medialität der Manuskriptkultur einerseits und die herausragende Rolle der lateinischen Sprache als überregionaler lingua franca sowie Motor für Austausch und Innovationen über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg andererseits.

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher BerichtPresseartikelPlakatFlyer

  • 2019 – Der Tod des Königs: Realität, Literatur, Repräsentation

    Vom 9. bis 11. September 2019

    Das Freiburger Colloquium 2019 hatte zum Ziel einen interdisziplinären Blick auf diesen transzendenten Moment des Lebens eines Königreichs zu werfen. Es wurde über die reiche Literatur, die dieses Ereignis begleitet (chronikale Berichte, Begräbnispoesie, volkstümliche Erzählungen, Exempla) ebenso nachgedacht und diskutiert, wie über ihre Repräsentationsformen und Symbole (Gräber, Ikonographie, Skulpturen) und über ihre politische Bedeutung.

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher BerichtPresseartikel

  • 2017 – Belles Lettres: Figurationen des Schreibens im Mittelalter

    4.–6. Oktober 2017

    Das Interesse des Freiburger Colloquiums 2017 galt der handschriftlichen Seite als Raum des Dialogs, des Austauschs und der Wechselwirkung zwischen ihrer Bedeutung (signifié) und deren graphischer Gestaltung (signifiant), zwischen Inhalt und Form. Es galt weiterhin den schrift-bildlichen Figurationen und Systemen des Mittelalters (vom 8. bis 15. Jh.), wobei nicht nur deren ästhetische Absichten in den Blick genommen wurden, sondern auch die moralischen, ideologischen, politischen und spirituellen, die auf sie Einfluss nehmen. Carmen figuratum, Devise, Anagramm, Bildlegende, Ideogramm, titulus, verschlüsselte Signatur, Akrostichon, Bustrophedon und Bildgedicht standen im Mittelpunkt des Nachdenkens über die vielfältigen Lesemöglichkeiten, die jede Art von Korrelation zwischen Texten und ihren Figurationen bietet.

    KonzeptProgrammAbstracts

  • 2015 – Theorien des kreativen Aktes im Mittelalter

    7.–9. September 2015

    Das Freiburger Colloquium 2015 untersuchte die mittelalterliche Wahrnehmung und Vorstellungen von der Rolle der Künstler*innen und Schriftsteller*innen, so wie vom Wesen des kreativen Aktes selbst. Wenn Gott der ultimative Schöpfer ist, sollte die menschliche Kreativität als Teil des Gottesbildes und die menschlichen künstlerischen Leistungen als Teilhabe am Göttlichen verstanden werden? Oder stellen jene, welche sich darum bemühen etwas zu kreieren, um sich das Göttliche anzueignen, eine gefährliche Anmassung zur Schau und formen Werke, die wie Idole, die Menschen von ihrer Verehrung Gottes abhalten?

     

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher Abschlussbericht

  • 2013 – Heilige Portulane. Die Sakralgeographie der Seefahrt im Mittelalter

    2. - 4. September 2013 

    Die internationalen Teilnehmer*innen des Freiburger Colloquiums 2013 beleuchteten das Meer als Vermittler von Ökonomie, Kultur und künstlerischem Austausch und als dynamischen Raum transkultureller Begegnungen von verschiedenen Standpunkten. Der Fokus war dabei nicht nur auf die Menschen gelegt, die sich auf ihm bewegten, wie Seefahrern, Pilger oder Handelsreisenden, sondern auch auf die Bewohner der Küsten und ihrer Wahrnehmung des Handlungsraumes. Das Kolloquium versuchte neue methodologische Ansätze für das Studium des Meeres in seiner religiösen und kulturellen Dimension herauszuarbeiten, in dem es einen Dialog zwischen den verschiedenen mediävistischen  Disziplinen förderte.

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher Abschlussbericht

  • 2012 – Papst Johannes XXII: Voraussetzung und Wirkungen seines Pontifikats

    26. - 28. März 2012

    Auf dem Freiburger Colloquium 2012 sollten die in den letzten Jahren entwickelten Konzepte von Kommunikationsformen, Netzwerkbildungen, Raumerfassungen, Verfahrensmodi, Rechtsansprüchen, theologischen Innovationen und politischen Ambitionen erarbeitet werden, die das mittelalterliche Papsttum als Institution kennzeichneten und somit von einer biographisch orientierten Sichtweise abheben. Untersucht wurden vor allem Strukturmerkmale des Pontifikates Johannes' XXII. Das Colloquium versuchte einen Dialog zwischen den verschiedenen mediävistischen Disziplinen zu fördern.

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher Abschlussbericht

  • 2009 – Repräsentationsformen und Konzeptionen des Raums in der Kultur des Mittelalters

    19. – 21. Oktober 2009

    Das Freiburger Colloquium 2009 widmete sich den verschiedenen Raumkonzeptionen im Mittelalter. Der Raum – zugleich Umgebung, Behältnis und zu überschreitende Grenze – bestimmt zutiefst die menschliche Erfahrung. Das gilt ebenso für die Kultur: jede Zivilisation entsteht in Beziehung zu einem oder mehreren spezifischen Räumen. Obwohl universal zu verstehen, entfaltet sich der Bezug zum Raum je nach den Auffassungen, welche Harmonie oder Gegensätze einer bestehenden Kultur ausdrücken und die sich entsprechend ihrer Eigenart, der erfahrenen Einflüsse oder der jeweiligen Interessen unterscheiden. Die wissenschaftliche Rekonstruktion des Raumverständnisses einer bestimmten Kultur und Epoche verlangt eine differenzierte Annäherung und ebensolche Kompetenzen, welche nur ein interdisziplinäres Ansatz leisten kann.Das Ziel dieses Colloquiums war es, die Forschung und den interdisziplinären Dialog fortzusetzen und insbesondere die Bedeutung des Begriffs sowie die Erfahrung des Raumes in der Kultur des lateinischen Mittelalters zu ergründen.

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher Abschlussbericht

  • 2007 – Die Tradition der Sprichwörter und Exempla im Mittelalter

    15. – 17. Oktober 2007 

     

    Die Tradition der Sprichwörter, gelehrter oder volkssprachlicher Art, stand im Mittelalter in enger Beziehung mit der Tradition der Exempla. Der Zusammenhang zwischen Exemplum und Sprichwort ist nicht unbedeutend, im Gegenteil, es handelt sich um eine verwandtschaftliche Beziehung: ein Sprichwort kann eine Erzählung hervorbringen und eine Erzählung kann ein Sprichwort generieren. Während des 20. Jahrhunderts hat sich die Untersuchung der Herkunft der Exempla und der Sprichwörter sehr stark weiterentwickelt. Dennoch wurden die beiden Traditionen oft getrennt behandelt. Das Freiburger Colloquium 2007 versuchte eine andere Herangehensweise in dem es das parallele Studium der beiden unternahm.

    KonzeptProgrammAbstractsWissenschaftlicher Abschlussbericht

  • 2006 – Laster im Mittelalter

    20. - 22. Februar 2006 

     

    Das Freiburger Colloquium 2006 des Mediävistischen Instituts widmete sich in erster Linie der langen Tradition der sieben (bzw. acht) Todsünden. Die Tagung war damit das erste internationale Kolloquium zu diesem Thema. Es ermöglichte, aus verschiedenen Fachgebieten unterschiedliche Aspekte auszuleuchten. Es wurde darauf geachtet, dass verschiedene mediävistische Fachgebiete vertreten sind und nicht nur Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eingeladen wurden, die sich auf "Laster" spezialisiert haben, sondern auch Forscher und Forscherinnen, die zu bestimmten Sachgebieten und Autoren gearbeitet haben, die für das Thema aufschlussreich sind.

    KonzeptProgrammWissenschaftlicher Abschlussbericht