Liturgiewissenschaft. Das Messbuch der Zukunft in der Spannung von Teilkirche, Universalkirche und gesellschaftlichem Wandel. Studientag für Doktorierende in Zusammenarbeit mit der Professur für Liturgiewissenschaft an der Universität Luzern und der Theol. Hochschule Chur. Studientag
UE-TTH.00859

Dozenten-innen: Jeggle-Merz Birgit, Klöckener Martin
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Kolloquium
ECTS: 1
Sprache-n: Deutsch
Semester: SP-2022

Seit dem Zweiten Vatikanum wurden zahlreiche Ausgaben des Messbuchs in lateinischer Sprache sowie in den Volkssprachen veröffentlicht. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts wurden von römischer Seite Neuausgaben nach veränderten Kriterien verlangt, was zu verschiedenen Revisionsprojekten führte, bei denen nur die englische Ausgabe die neuen Vorgaben umfassend beachtete. Die italienische und die französische Neuausgabe stellen hinsichtlich ihrer Bearbeitungskriterien hybride Formen dar. Im deutschen Sprachgebiet wurde die weithin abgeschlossene Revision des Messbuchs 2013 von den beteiligten Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz abgebrochen. Bei diesem Studientag soll die Problematik der Spannung zwischen lateinischen Vorgaben und volkssprachlichen Umsetzungen aufgearbeitet werden. Anhand der vorliegenden Messbuchausgaben werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den diversen Ausgaben aufgewiesen, um daraufhin die Frage nach einem „Messbuch der Zukunft“ zu stellen.

 


Dokumentation

Liturgie in kulturellen Kontexten. Messbuchreform als Thema der Liturgiewissenschaft. Hg. von Benedikt Kranemann – Helmut Jan Sobeczko. Opole 2010 (Colloquia theologica 11).

Römische Messe und Liturgie in der Moderne. Hg. von Stephan Wahle, Helmut Hoping u. Winfried Haunerland. Freiburg/Br. 2013.

Martin Klöckener, Wie kann ein deutschsprachiges Messbuch der Zukunft aussehen? Überlegungen ohne realpolitische Abwägung, in: Ecclesia de Liturgia. Zur Bedeutung des Gottesdienstes für Kirche und Gesellschaft. Festschrift für Winfried Haunerland. Hg. von Jürgen Bärsch – Stefan Kopp – Christian Rentsch. Regensburg 2021, 245–262.