Nachhaltigkeit

Hansjörg Schmid
Vizerektor Bibliotheken, Nachhaltigkeit, Universität und Gesellschaft

Die Universität Freiburg kann auf wichtige Meilensteine im Bereich Nachhaltigkeit zurückblicken und ist bestrebt, diesen Weg weiterzugehen. Die «Breitere Verankerung der Nachhaltigkeit in der Universität als Teil ihrer Identität, ihrer Strategie und ihrer Governance» ist als Ziel des amtierenden Rektorats im Tätigkeitsprogramm festgehalten. So konstituierte sich die neue und um Vertretungen der Fakultäten erweiterte Nachhaltigkeitskommission. Diese 13-köpfige Kommission dient nicht nur dem Informationsfluss zwischen den Fakultäten und Dienststellen der Universität, sondern ist vor allem ein Instrument der strategischen Reflexion und Planung, die das Rektorat berät und unterstützt. Sie verfolgt einen umfassenden institutionellen Ansatz, der es allen Beteiligten ermöglicht, eine gemeinsame Vision der Nachhaltigkeit zu entwickeln. Die Kommission konnte die Arbeit an der Erneuerung der Nachhaltigkeitsstrategie fortsetzen, die das zentrale Steuerungsinstrument für die nächsten Jahre darstellen wird.

Ein wichtiger Schritt ist auch der Start des von swissuniversities geförderten Projekts «Sustainability in Practice», das der Stärkung von Nachhaltigkeit in der Lehre sowie dem Wissenstransfer zwischen Universität und Gesellschaft dient. Erstmals an der Universität Freiburg können Studierende aus allen Studienprogrammen hier eine Mikro-Zertifizierung im Umfang von 9 ECTS erhalten, die ihre interdisziplinären Kompetenzen im Bereich der Nachhaltigkeit ausweist. Nachdem sich die Studierenden im Herbstsemester 2025 in Workshops Grundkenntnisse angeeignet haben, werden sie im bevorstehenden Frühlingssemester in Gruppen reale Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit bearbeiten und am Aufbau eines Netzwerks zusammen mit der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) mitwirken. Auf diese Weise bereiten sich die Studierenden darauf vor, in ihren zukünftigen Tätigkeiten Verantwortung für eine nachhaltige Gesellschaft zu übernehmen. Als stark humanistisch geprägter Universität ist es uns ein zentrales Anliegen, junge Menschen darin zu stärken, kritisch zu reflektieren und vernetzt zu handeln.

Zahlreiche weitere Aktivitäten und Massnahmen könnten noch erwähnt werden. Diesbezüglich möchte ich die im September in Kraft getretenen Richtlinien für Dienstreisen hervor­heben. Damit leisten alle einen Beitrag, den CO2-Ausstoss der Universität zu verringern und Nachhaltigkeit als Entscheidungsprinzip im Bereich der Mobilität zu verankern. Zu diesem Thema haben wir auch die erste interne Kommunikationskampagne zur Nachhaltigkeit durchgeführt. Mit einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie, die im Jahr 2026 in Kraft treten soll, werden wir uns weitere Ziele vornehmen und Nachhaltigkeit unter Mitwirkung der gesamten Universitätsgemeinschaft im Sinne eines umfassenden institutionellen Ansatzes weiterentwickeln.

Ein Festival setzt auf Nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsdienst wirkte am 20. September 2025 in Zusammenarbeit mit dem Projekt «Sustainability in Practice» am Festival für Kultur, Wissenschaft & Gesellschaft «Explora» mit. Parallel zu einem Stand, an dem die Öffentlichkeit die an der Unifr durchgeführten Nachhaltig­keitsprojekte entdecken konnte, wurden mehrere Aktivitäten angeboten: die Vorführung eines Dokumentarfilms über Westschweizer Lebensmittelläden, Aufführungen eines wandernden Improvisationstheaters auf dem Campus sowie ein Workshop in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Geschäft Bio26.
Diese Aktivitäten haben die Vielfalt der Nachhaltigkeitsthemen sichtbar gemacht, die Öffentlichkeit für bereichsübergreifende Herausforderungen sensibilisiert und wer­t­volle Kontakte zu anderen lokalen Akteur_innen für zukünftige Kooperationen ermöglicht.

Stratégie et ateliers participatifs

En fin d’année 2024, la Commission Durabilité a confié au Service Durabilité le mandat de travailler sur le renouvellement de la stratégie durabilité et l’élaboration d’un plan d’action. Etape clé dans la définition d’une vision concrète et ambitieuse pour ancrer la durabilité dans nos activités et nos missions, l’élaboration de ces documents a constitué un axe de travail majeur durant l’année écoulée. L’organisation d’ateliers participatifs a également été soutenue par la Commission. Cette approche participative a pour but de mettre en valeur le pouvoir d’action de chacun·e, de faire émerger des idées et de coconstruire une vision commune et collective des enjeux de durabilité pour notre institution. Une invitation aux ateliers de février 2026 a été adressée à l’ensemble de la communauté universitaire et une campagne d’affichage a été déployée sur le campus durant le mois de décembre.

Engagement estudiantin

En 2025, deux associations étudiantes ont organisé une semaine d’activités dédiée à la durabilité, démontrant ainsi leur engagement et leur volonté de renforcer la visibilité des enjeux environnementaux sur le campus.
Depuis 2023, Myosotis, la Commission de l’AGEF pour la durabilité, organise la Semaine de la durabilité. Elle vise à sensibiliser les membres de l’Unifr ainsi que le public fribourgeois à cette thématique en proposant des activités variées. Conférences, ateliers de permaculture, cuisine végane, fresque du climat ou encore vide-dressing: autant d’événements qui ont rencontré un beau succès du 14 au 17 avril 2025.
L’AIESEC, association internationale d’étudiant·e·s, a organisé du 18 au 20 novembre 2025 la première édition de la SDG Week. Au programme: discussions, présentation d’entreprises et conférences visant à mieux comprendre les enjeux des objectifs de développement durable.

Newsletter Nachhaltigkeit

Um die Kommunikation zu verstärken und die Aktivitäten besser sichtbar zu machen, hat der Nachhaltigkeitsdienst einen halbjährlichen Newsletter eingeführt. Dieses Instrument hat sich als besonders nützlich erwiesen, um über kommende Veranstaltungen zu informieren, neue Initiativen vorzustellen und den Fortschritt verschiedener Projekte zu teilen sowie gleichzeitig einen regelmässigen Austausch mit den Universitätsangehörigen aufrechtzuerhalten.
Der Newsletter bietet zudem eine Plattform für Studierendenvereine, die damit ihre Aktivitäten und Veranstaltungen sichtbar machen können. Angesichts der positiven Rückmeldungen wird der Newsletter weiterhin zweimal jährlich erscheinen. Er markiert einen wichtigen ersten Schritt hin zu einer aktiven Kommunikation und einer besseren Sichtbarkeit der Nachhaltigkeitsaktivitäten an der Unifr.