Bericht der Philosophischen Fakultät

Dominik Schöbi
Dekan

Das letzte Jahr war für die Philosophische Fakultät vor allem von einem bewussten und vorausschauenden Überdenken ihrer Aufgaben, Zielsetzungen und institutionellen Stärken geprägt. Dabei ging es nicht um eine Neuausrichtung, sondern darum, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. In personeller Hinsicht verlief das Jahr ruhig, was zur Stabilität beitrug und den nötigen Raum für inhaltliche und strategische Arbeit eröffnete.

Die erste Jahreshälfte stand deutlich im Zeichen der Budgetplanung. Die damit verbundenen Entscheide gingen mit intensiven, teils anspruchsvollen, insgesamt jedoch konstruktiven Diskussionen einher. Insbesondere auf Ebene der Fakultätsleitung, aber ebenso im engen Austausch mit den Departementen und fakultären Gremien, wurde die finanzielle Ausrichtung der Fakultät sorgfältig abgestimmt. Dieser Prozess war geprägt von Sachlichkeit, Transparenz und dem gemeinsamen Ziel, tragfähige Lösungen für die kommenden Jahre zu entwickeln.

Im zweiten Halbjahr rückte die Mehrjahresplanung 2028–2032 ins Zentrum. In der Fakultät war dabei eine spürbare Aufbruchsstimmung festzustellen, verbunden mit einer bewussten Rückbesinnung auf jene Stärken, die das Profil der Philosophischen Fakultät ausmachen und künftig noch deutlicher sichtbar werden sollen. Der Wille zur Weiterentwicklung, zum kritischen Überdenken bestehender Schwerpunkte und zur Optimierung des Angebots war breit abgestützt. Solche Prozesse können nicht ohne sorgfältige Planung auf Ebene der einzelnen Departemente erfolgreich sein, erfordern aber auch eine fakultätsübergreifende Perspektive. In diesem Rahmen wurden zentrale strategische Entscheide vorbereitet, insbesondere im Bereich der Lehre, und zugleich kritische Felder identifiziert, die in Zukunft gezielt gestärkt werden sollen.

Als traditionsreiche und in der Schweizer Universitätslandschaft fest verankerte Philosophische Fakultät, die von und für alle Sprachregionen lebt, nimmt die Fakultät eine wichtige akademische und gesellschaftliche Rolle ein. Diese Rolle soll künftig noch bewusster wahrgenommen und sichtbarer kommuniziert werden. Ein offener, aktiver Dialog mit der Gesellschaft, wie er schon jetzt gepflegt wird, bleibt dabei ein zentrales Anliegen.

Auch fakultätsintern war das Jahr von Dynamik geprägt. Das einschneidendste Ereignis war sicherlich, dass die neue Fakultät für Erziehungs- und Bildungswissenschaften, die in wesentlichen Teilen aus Departementen und Instituten unserer Fakultät hervorgegangen ist, ihre Arbeit aufgenommen hat. Der neuen Fakultät und den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gilt der ausdrückliche Wunsch nach Erfolg – verbunden mit der Erwartung einer weiterhin engen und konstruktiven Zusammenarbeit. Ein solcher Übergang stellt auf allen Ebenen eine erhebliche Herausforderung dar. Der Administration, der Leitung der neuen Fakultät sowie allen beteiligten Mitarbeitenden gebührt daher besonderer Dank für die engagierte, professionelle und stets lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Abschliessend sei auf eine erfreuliche personelle Entwicklung im Dekanat hingewiesen: Julia Straub, Professorin für Moderne Englische Literatur, wurde im Dezember vom Fakultätsrat zur Vizedekanin gewählt und ist ab dem Frühlingssemester 2026 Mitglied des Dekanatsrats. Diese Verstärkung wird die strategische Arbeit der Fakultät in den kommenden Jahren in wertvoller Weise unterstützen.

Titres décernés 2025 *

Bachelor 483
Master 477
Doctorats 36
Diplômes postgrade 102

* Selon la définition de l’Office fédéral de la statistique, OFS – La référence est le mois de la dernière contribution à l’examen.

Enseignement

Qu’on se le dise: l’année écoulée n’aura pas été celle des soubresauts ni des ruptures spectaculaires dans l’enseignement. Pour la Faculté des lettres et des sciences humaines, elle aura au contraire été marquée par un déroulement fluide, maîtrisé et fiable des activités d’enseignement, dans un contexte institutionnel pourtant exigeant. Les cours ont eu lieu comme prévu; les plans d’études ont été respectés; les étudiantes et étudiants ont pu compter sur un encadrement constant et de qualité.

Cette stabilité ne doit rien au hasard. Elle repose sur l’engagement soutenu des équipes enseignantes et administratives ainsi que sur une coordination efficace entre départements, instituts et instances facultaires. Malgré des marges de manœuvre limitées en matière de ressources, la Faculté a su faire preuve de pragmatisme et de sens de l’anticipation, permettant de gérer les contraintes sans compromettre la qualité de l’enseignement ni la continuité des parcours d’études.

Vision à long terme

Mais l’année n’a pas seulement été celle du «bon fonctionnement». Elle s’est aussi inscrite résolument dans un temps plus long, celui de la réflexion stratégique. Une part importante de l’énergie collective a été consacrée à l’élaboration de la stratégie de développement et de planification pluriannuelle. Ce travail de fond a servi de boussole, orientant les discussions et les priorités, y compris dans le domaine de l’enseignement.

A travers cette démarche, la Faculté a pris le temps de s’interroger sur l’évolution de ses formations et sur leur adéquation avec les attentes des étudiantes et étudiants d’aujourd’hui et de demain. Il est apparu essentiel de consolider ce qui fait la force de l’offre existante tout en préparant son adaptation progressive: davantage de flexibilité dans les parcours, une attention accrue aux compétences transférables et à l’insertion professionnelle ainsi qu’une clarification continue du profil académique de la Faculté dans un paysage universitaire de plus en plus concurrentiel.

Ces réflexions n’ont pas encore bouleversé le quotidien de l’enseignement – et c’est sans doute heureux. Elles ont toutefois posé les bases des évolutions à venir. Ainsi, l’année écoulée se distingue par un équilibre assumé entre continuité et projection: un enseignement assuré sans heurts et une Faculté pleinement engagée dans la préparation de son avenir.

Nouveaux engagements et promotions

Prof. Michael Boyden
Professor of American Literature

Prof. ass. Anna Jobin
Professeure assistante à l’Institut Human-IST