Band 5: Die zwei Städte. Zum Studium der Natur gesellschaftlicher Ideale

Sergij Bulgakov
Die zwei Städte. Studien zur Natur gesellschaftlicher Ideale, 1911

Werke, Band 5 (in deutscher Übersetzung)
Epiphania, Band 14
Herausgegeben von Barbara Hallensleben und Regula Zwahlen.
Münster: Aschendorff-Verlag, 2020, XXI und 782 Seiten, geb. 94,– EUR

Aus dem Russischen übersetzt von Katharina A. Breckner und Regula M. Zwahlen, redaktionell überarbeitet und kommentiert von Regula M. Zwahlen unter Mitwirkung von Ksenija Babkova, Barbara Hallensleben, Elke Kirsten.

Hauptband: ISBN 978-3-402-12050-7

Begleitband: ISBN 978-3-402-12052-1

 

Inhaltsverzeichnis

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Weitere Informationen

Sergij Bulgakovs (1871–1944) Aufsatzsammlung „Die zwei Städte. Studien zur Natur gesellschaftlicher Ideale“ erschien 1911 in Moskau. Der damalige Professor für Politische Ökonomie ist leidenschaftlich von dem Anliegen geleitet, die prägende Rolle des Christentums bei der Entwicklung der europäischen Wirtschafts- und Soziallehren und den geschichtsmächtigen christlichen Beitrag zur Entfaltung des Prinzips der Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit aufzuweisen. Sein starker Bezug zur wissenschaftlichen Produktion in Deutschland wird im bibliographischen Apparat deutlich.

In „Die zwei Städte“ entwickelt Bulgakov – inspiriert durch Augustinus und dessen Werk De Civitate Dei – Ansätze einer Geschichtstheologie für die Moderne. Er legt einen christlichen Gegenentwurf zum atheistischen „historischen Materialismus“ vor – eine Theologie der Kultur, die Religion und Moderne in konstruktive Verbindung bringt. Bulgakovs Paradigma ist das Gleichnis der verlorenen Söhne: Der humanistische Mensch hatte das Vaterhaus verlassen, um schließlich dorthin zurückzukehren, wo er neben dem freudigen Vater auch auf den neidischen Bruder, den reaktionären Kirchenvertreter, trifft: „Werden die beiden Brüder sich versöhnen und einander verstehen?“ Können sie gemeinsam eine Kultur der künftigen Stadt (Hebr 13,14) schaffen?

Der Band ist ein Meilenstein in Bulgakovs Entwicklung vom Ökonomen zum Theologen und enthält zahlreiche Motive, die später den Stoff seines theologischen Werks ausmachen.

Begleitband
Der Begleitband erhält die Beiträge der Teilnehmenden am Kolloquium über Sergij Bulgakovs "Zwei Städte" vom 3.-4. Dezember 2015 (Programm).

Inhaltsverzeichnis und Vorwort

Am vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Kolloquium nahmen deutschsprachige Forschende teil, die sich in ihrem Berufsalltag und ihrer wissenschaftlichen Forschung mit sozialphilosophischen Fragen auseinandersetzen oder Fachpersonen für eines der von Bulgakov behandelten Themen sind (z.B. Augustinus, Max Weber, Patristik, Apokalyptik, Urchristentum und Sozialismus):

Prof. Daniel Bogner, Lehrstuhl für Moraltheologie und Ethik, Universität Freiburg Schweiz

Prof. Luca Di Blasi, Privatdozent für Philosophie, Institut für Systematische Theologie, Universität Bern

Prof. Gregor Emmenegger, Lehr- und Forschungsrat für Patristik und Dogmengeschichte, Universität Freiburg Schweiz

Prof. em. Norbert Fischer, Lehrstuhl für Philosophische Grundfragen der Theologie, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland

Prof. Katharina Heyden, Ältere Geschichte des Christentums und der interreligiösen Begegnungen, Universität Bern, Schweiz

Prof. em. Dirk Kaesler, Institut für Soziologie, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

PD Dr. Christian Münch, Privatdozent für Historische Theologie, Universität Bern, Schweiz

Prof. em. Wilfried Nippel, Institut für Geschichtswissenschaften, Alte Geschichte, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

Prof. Maja Soboleva, Institut für Philosophie, Phillips-Universität Marburg, Deutschland

Prof. Jennifer Wasmuth, Kirchen und Konfessionskunde/Ostkirchenkunde, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

Prof. em. Jean-Claude Wolf, Lehrstuhl für Ethik und politische Philosophie, Universität Freiburg Schweiz

Dr. phil. Regula Zwahlen, Leiterin der Forschungsstelle Sergij Bulgakov, Institut für Ökumenische Studien, Universität Freiburg Schweiz