Jérémie Koering

Professeur ordinaire d'histoire de l'art des Temps modernes

Biografie

Jérémie Koering ist ordentlicher Professor für Kunstgeschichte der Neuzeit. Vor seiner berufung nach Fribourg, lehrte er an verschiedenen französischen Universitäten (Paris 1 Panthéon-Sorbonne, Lyon 2, Rennes 2) sowie in der Schweiz (Basel). Er war Mitglied des Centre Allemand d’Histoire de l’art (2009), danach Forscher am CNRS (Centre André Chastel) von 2010 bis 2019.

Er war Fellow der Académie de France in Rom (2003-2004) und erhielt verschiedene Forschungsstipendien (École Française de Rome, 2000; Lavoisier, 2005; Focillon, 2014; Chastel/Villa Médicis, 2016). Er hielt Vorträge an der Bibliotheca Hertziana, am Getty Research Institute, am INHA, an der Johns Hopkins University, an der Villa I Tatti, am Warburg Institute, an der Yale University.

Seine Dissertation, verteidigt 2005 an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne, befasste sich mit der Dekoration des Palazzo Ducale in Mantua im 16. Jh., während seine Habilitationsschrift (EHESS, 2019) der Einnahme, dem Verschlucken von Bildern in einer historischen und anthropologischen Perspektive gewidmet ist. Seine Arbeiten betrachten prinzipiell die Kunst der Renaissance, einerseits in ihren politischen Dimensionen (Le prince en représentation, Actes Sud, 2013, Noury-Preis des Institut de France), andererseits aus anthropologischen und  poietischen Blickwinkeln (mit Stephen J. Campbell, Andrea Mantegna, Making Art History, Wiley, 2014; Caravage, juste un détail, INHA, 2018), ausserdem auch die Geschichte der Kunstgeschichte und Bildwissenschaft (mit Francesca Alberti und Cyril Gerbron, Penser l’étrangeté, PUR, 2012 ; wissenschaftliche Herausgeberschaft der unveröffentlichen Dissertation von Robert Klein, L’esthétique de la technè, INHA, 2017 ; mit Yve-Alain Bois, Herausgeberschaft einer Sonderausgabe Damisch-Schapiro der Zeitschrift October, 2019, 167). Seine jüngsten Veröffentlichungen befassen sich mit Bildern, die man essen kann (Les iconophages, Actes Sud, 2021 / (Übersetzung) Iconophages, Zone Books, 2024) und Velázquez' Las Meninas (Enquête sur Les Ménines, Actes Sud, 2025).

Seine aktuellen Forschungen widmen sich bemalten Fassaden (zusammen mit Antonella Fenech, Errance/Actes Sud, erscheint in Kürze; und laufendes SNF-Projekt „La ville ornée”), der Vorstellung vom künstlerischen Schaffensprozess in der Renaissance sowie Zeichnungen als epistemologisches Werkzeug bei Schapiro, Damisch, Steinberg und Marin (Les Cahiers du MNAM und laufendes SNF-Projekt „Dessiner voir”). Darüber hinaus leitet er die Reihe Les apparences beim Verlag Actes Sud.

Forschung und Publikationen

Lehrveranstaltungen

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