| Description |
Diese Lehrveranstaltung führt in die zentralen Fragestellungen, Konzepte und Methoden der Vergleichenden Politikwissenschaft ein. Sie untersucht, wie politische Systeme organisiert sind, warum sie sich unterscheiden und welche Faktoren politische Wandlungsprozesse über Zeit und Raum hinweg erklären. Behandelt werden unter anderem folgende Fragen: Welche Faktoren fördern Demokratisierungsprozesse? Wie entstehen Parteiensysteme und wie verändern sie sich? Welche Rolle spielen Institutionen wie Parlamente, Regierungen und Bürokratien? Wie bilden Bürgerinnen und Bürger politische Einstellungen aus und wie beeinflussen diese ihr Wahlverhalten? Durch die Auseinandersetzung mit diesen und verwandten Themen vermittelt die Lehrveranstaltung einen Überblick über zentrale Theorien, vergleichende Analyseansätze und empirische Forschungsergebnisse. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in drei thematische Blöcke. Der erste Block, Strukturen, behandelt langfristige Determinanten politischer Entwicklung, darunter Modernisierungstheorien, soziale Revolutionen und Demokratisierung, gesellschaftliche Konfliktlinien und die Entstehung von Parteiensystemen sowie Prozesse des Wertewandels und die Herausbildung neuer politischer Kulturen. Der zweite Block, Regime und Institutionen, reicht von demokratietheoretischen Grundlagen über konkrete Messkonzepte von Demokratie bis hin zur Funktionsweise von Regierungen und Bürokratien, Parlamenten sowie Wahlen und Referenden. Der dritte Block richtet den Blick auf das Verhalten und die Organisation politischer Akteure, darunter Parteien und Parteiorganisationen, Protestbewegungen und andere Formen kollektiven Handelns sowie politische Einstellungen und das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Das Konzept der Modernisierung mit all seinen Facetten und Spielarten ist dabei der rote Faden, der durch die Vorlesung leitet. Über alle Themenbereiche hinweg verbindet die Lehrveranstaltung klassische Ansätze und Theorien mit Erkenntnissen der aktuellen Forschung in der Vergleichenden Politikwissenschaft. Besonderes Gewicht liegt auf der Frage, wie vergleichende Analysen dazu beitragen können, zentrale gegenwärtige Herausforderungen wie die Stabilität demokratischer Ordnungen, die Leistungsfähigkeit politischer Institutionen und die politische Partizipation der Bürgerinnen und Bürger zu erklären. Durch die Einführung in vergleichende Methoden und Forschungsdesigns werden die Studierenden zudem darauf vorbereitet, eigene empirische Projekte zu entwickeln und konkurrierende politikwissenschaftliche Erklärungen kritisch zu beurteilen. |
| Objectifs de formation |
Wenn Sie diesen Kurs aktiv belegt haben, … - … verfügen Sie über einen fundierten Überblick über die Fragestellungen, Ziele und Methoden der Vergleichenden Politikwissenschaft.
- … sind Sie mit zentralen Autorinnen und Autoren sowie klassischen Ansätzen der Vergleichenden Politikwissenschaft vertraut und können deren Argumente auf aktuelle politische Entwicklungen beziehen.
- ... kennen Sie die wichtigsten theoretischen und empirischen Debatten zu Demokratie und Demokratisierung, Revolutionen, politischen Einstellungen und Wahlverhalten, Parteien sowie Protestbewegungen und anderen Formen politischer Partizipation.
- ... sind Sie auf weiterführende Lehrveranstaltungen und Seminare zu vergleichend-politikwissenschaftlichen Fragestellungen und sozialwissenschaftlichen Forschungsansätzen vorbereitet.
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