Geschlechtersensible Sprache, 5 Empfehlungen

Jede dieser Empfehlungen hat Vor- und Nachteile, und je nach Kontext eignet sich eine Praxis besser als die andere.

1. Verwenden von weiblichen und männlichen Personenbezeichnungen anstelle des generischen Maskulinums.

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  Drei Frauen sind als Expertinnen angestellt.  Drei Frauen sind als Experten angestellt.
Frau X, Rektorin der Universität Freiburg und Herr Y, Rektor der Universität Bern, treffen sich zu einem Arbeitsessen. Frau X und Herr Y, Rektoren der Universitäten Freiburg und Bern, treffen sich zu einem Arbeitsessen.
 
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Von Fall zu Fall werden Personenbezeichnungen in Berufen, mit ihren Titeln, Funktionen und anderen (beruflichen) Aktivitäten gemäss den geläufigen Regeln feminisiert oder maskulinisiert. Zudem muss sich das Pronomen (die, ein, diese, usw.) auf das Geschlecht der erwähnten Person beziehen. Andererseits muss das adäquate Nomen benutzt werden, welches gemäss den geläufigen Regeln feminisiert oder maskulinisiert wird.

2. Sind Frauen und Männer gemeint? Dann verwenden Sie bitte die weibliche und die männliche Form parallel. Dieses Prinzip wird Beidnennung oder Paarform gennant.

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Die Forscherinnen und Forscher Die Forscher
Die Dekaninnen und Dekane Die Dekane
 
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Il y a double désignation lorsque l’on désigne explicitement les femmes et les hommes au moyen de deux substantifs ou déterminants distincts. Nommer les femmes en premier permet de corriger « l’asymétrie de mention », car les hommes sont pratiquement toujours mentionnés en premier (Hegarty, Mollin & Foels, 2016: 119-135).

3. Beim Gebrauch von Kurzformen sollte im Deutschen einheitlich der Unterstrich (Gender Gap) verwendet werden. Vermeiden Sie Klammern und Schrägstriche.

 Verwenden Vermeiden
Die Professor_innen Die Professoren
Die Expert_innen Die Experten
Die Krankenpfleger_innen Die Krankenschwestern
 
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Der Unterstrich (Gender Gap) kann verwendet werden, wenn Sie eine Kurzform verwenden möchten oder wenn sich die beiden Bezeichnungen kaum voneinander unterscheiden. Die Doppelverwendung ist jedoch immer zu bevorzugen, da sie in der mündlichen Sprache leichter umsetzbar ist als andere Verwendungen.

4. Wenn das Geschlecht in einer Formulierung nicht von Relevanz ist, empfiehlt es sich, den Satz umzuformulieren. Verwenden Sie dann geschlechtsneutrale Formen, bei denen die Bezeichnung für alle dieselbe ist.

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Die Studierenden Die Studenten
Die Dozierenden Die Dozenten
Das Dekanat Der Dekan oder die Vizedekane
Das gesamte Personal
Alle Mitarbeitenden
Alle Mitarbeiter
Die Lehrpersonen Die Lehrerinnen
 
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In der geschlechtersensiblen Sprache werden Wörter verwendet, welche sich gleichermassen an Frauen und Männer richten. Man kann auch den Imperativ benutzen, wie zum Beispiel "Melden Sie sich an", anstelle von "Die Studenten melden sich an".

5. Anreden von Frauen mit Doktorat oder Professur

Für die Anrede von Frauen mit Doktorat oder Inhaberinnen einer Professur gibt es keine einheitliche Regelung. Sie können „Frau Doktor/Professor Schmidt“, „Doktorin/Professorin Schmidt“ oder „Frau Doktorin/Professorin Schmidt“ verwenden, im Schriftverkehr ist auch „Frau Dr./Prof. Schmidt“ möglich. „Frau Doktor/Professor Schmidt“ beinhaltet die Schwierigkeit, dass damit früher die Ehefrau eines Mannes mit Doktor- oder Professorentitel benannt wurde. Die Bezeichnung „(Frau) Doktorin/Professorin“ ist grammatikalisch korrekt und wird in manchen Prüfungsordnungen explizit genannt.

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns unter egalite@unifr.ch.

Zur Erinnerung

Für interne und externe juristische Texte gelten spezifische Regeln.
Informationen: Rechtsdienst