Publikationsdatum 30.09.2025

Der Kurs «Digital geht’s einfacher» behandelt neu auch generative KI


Das Projekt DigitalSkills@Fribourg (2021–2024) ermöglichte die Umsetzung des Kurses «C’est plus facile avec le numérique» für französischsprachige Bachelor-Studierende sowie dessen Pendant «Digital geht’s einfacher» für deutschsprachige Studierende. Das übergeordnete Ziel besteht darin, die digitalen Kompetenzen der Studierenden zu fördern, damit sie die mit ihrem Studium verbundenen Arbeitsaufgaben besser bewältigen können. Zahlreiche Studiengänge machen diesen Kurs ihren Studierenden mittlerweile als «Soft Skills» zugänglich. Sie können sich also die erworbenen Kompetenzen mit 3 ECTS in ihrem Curriculum anrechnen lassen.

Im Frühjahr 2025 führte das neue Projekt EduKIA (2025–2026) eine Umfrage durch, die zeigte, dass die generative KI bereits fest im Alltag vieler Studierender verankert ist. Sie nutzen diese Tools täglich oder mehrmals wöchentlich, um ihr Fachverständnis zu vertiefen, Texte zu bearbeiten, Brainstorming zu betreiben, zu übersetzen und zu recherchieren. Gleichzeitig äusserten sie ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Qualität der KI-Antworten, ihrer eigenen Fähigkeit, darin enthaltene Fehler zu erkennen, sowie der ethischen und ökologischen Implikationen der KI.

Hinweis: Eine Rückmeldung zu den Ergebnissen dieser Umfrage ist im Verlauf dieses Semesters geplant.

Lösungsvorschläge

Seit dem Frühjahr haben wir daher mit Unterstützung des Projekts EduKIA verschiedene KI-Tools und Methoden getestet, um zu evaluieren, welche Möglichkeiten sie Studierenden bei der Bewältigung von arbeitsbezogenen Aufgaben bieten. Dazu gehören die bibliografische Recherche, die Datenanalyse (quantitativ oder qualitativ) zur Erstellung von Arbeitsdokumenten, die Notiznahme, die Vorbereitung von mündlichen Präsentationen sowie das Verfassen akademischer Texte.

Dabei traten mehrere Schwierigkeiten zutage. So entwickelt sich das Angebot an KI-Tools beispielsweise sehr schnell. Wie lässt sich die Langlebigkeit unserer Nutzungsbeispiele und diesbezüglichen Ratschläge sichern? Diese rasante Entwicklung und die damit verbundene kommerzielle Logik der generativen KI-Tools werfen eine weitere Frage auf: Ist es möglich, einen vielseitigen Werkzeugkoffer zu einem vernünftigen Preis (sowohl für die Institution als auch für die Nutzenden) anzubieten?

Im Herbstsemester 2025 wird eine erste Reihe von Übungen zur Nutzung generativer KI angeboten, wodurch wir den konkreten Nutzen in Bezug auf die Bedürfnisse der Studierenden evaluieren können. Der Kurs hat am 17. September begonnen; aktuell sind 200 Studierende von der Universität Freiburg (UniFR) und der HES-SO eingeschrieben.

Dieses Experiment dient zudem als Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Workshop-Angebote für Dozierende.

Weitere Informationen und Vertiefung: