Geschlechtergerechtigkeit als Ressource für die muslimische Teilhabe in der Schweiz

Das Projekt untersucht die Rolle der Kategorie ‹Gender› in den Dynamiken von Integration, Diskriminierung und sozialer Teilhabe innerhalb muslimischer Gemeinschaften in der Schweiz. Als schweizweite partizipative Feldstudie konzipiert, zielt es darauf ab, essentialistische Diskurse zu überwinden, die oft ‹Tradition› und ‹Moderne› gegeneinander ausspielen oder Geschlechterfragen instrumentalisieren und dabei rassistische Stereotypen erzeugen. Eines der wichtigsten Ziele besteht darin, Formen muslimischer weiblichen Leaderships und inspirierende Persönlichkeiten innerhalb dieser Gemeinschaften zu analysieren und sichtbar zu machen. Das Projekt dokumentiert somit, wie Geschlechterverhältnisse dort ausgehandelt, gelebt und manchmal von innen heraus verändert werden, und rückt dabei die Schlüsselakteurinnen und -akteure, insbesondere Frauen, die diese Dynamiken prägen, ins Rampenlicht.

 

Die Methodik basiert auf einem empirischen und kollaborativen Ansatz, der die Auswertung von Forschungsliteratur, die Durchführung qualitativer Interviews und teilnehmende Beobachtung in den drei Sprachregionen der Schweiz kombiniert. Die so gewonnenen Forschungsergebnisse sind anschliessend Gegenstand von Workshops für Fachleute im Integrationsbereich und für Personen, die in muslimischen Vereinigungen tätig sind (z. B. Imam:innen, Theolog:innen, Leiter:innen von Jugendgruppen, Sprach- oder Religionslehrer:innen usw.).

 

Das Projekt zielt somit darauf ab, konkrete Empfehlungen zur Bekämpfung intersektionaler Diskriminierung zu erarbeiten und einen konstruktiven Dialog zwischen religiösen, zivilgesellschaftlichen und institutionellen Akteuren zu fördern.

 

Projektdauer :

Mai 2026 – Juni 2028

 

Ansprechpartner :

Projektleiterin: Dr. Mallory Schneuwly Purdie

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Fatima Al Khafaji

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dr. Andreas Tunger-Zanetti