Forschungs evaluation

Als öffentlich finanzierte Universität hat sich die Universität Freiburg (Unifr) der Forschung verschrieben, die den Wissensfortschritt fördert und der Gesellschaft zugutekommt. Die Forschungsbewertung unterstützt dieses Ziel, wenn sie verantwortungsbewusst durchgeführt wird. Die Bewertungsmethoden müssen an das Bewertungsgegenstand und die Bewertungsebene (institutionell oder individuell) angepasst sein.

  • Der Ansatz der Unifr

    An der Unifr werden Personen in der Forschung in verschiedenen Kontexten bewertet, beispielsweise bei internen Finanzierungsentscheidungen oder Einstellungsverfahren. Die Fakultäten und Departemente verfügen über ein hohes Mass an Autonomie, gestützt auf den Grundsatz, dass Forschungsgemeinschaften am besten in der Lage sind, die Arbeit ihrer Mitglieder zu beurteilen. Gleichzeitig richtet die Unifr ihre Praxis an internationalen Best Practices sowie an aktuellen Erkenntnissen der Forschungsbewertung aus.

  • Internationale Verpflichtungen: DORA und CoARA

    Die Unifr ist Unterzeichnerin der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) und seit 2022 Mitglied der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA). Diese Initiativen fördern die Bewertung von Forschung auf der Grundlage von Qualität statt Quantität und raten von der unangemessenen Verwendung von Metriken wie Journal Impact Factors oder dem H-Index ab.

    CoARA betont darüber hinaus:

    • Anerkennung vielfältiger Forschungsbeiträge und Karrierewege
    • Respekt für die Vielfalt der Disziplinen
    • Geringere Abhängigkeit von Rankings bei der individuellen Bewertung
    • Integration von Open-Science-Praktiken
    • Verpflichtung zu Qualität, Wirkung, Inklusivität und Zusammenarbeit

    CoARA respektiert auch die institutionelle Autonomie und ermöglicht es jeder Organisation, ihren eigenen Weg zu einer verantwortungsvollen Forschungsbewertung zu definieren.

  • Umsetzung an der Unifr

    Die Unifr hat ihren CoARA-Aktionsplan veröffentlicht. Zur Umsetzung dieses Plans wurde eine spezielle CoARA-Arbeitsgruppe eingesetzt, die Mitglieder aus allen Fakultäten sowie Vertretungen zentraler Dienste vereint. Diese Arbeitsgruppe begleitet die Ausarbeitung und Umsetzung der Massnahmen in den kommenden Jahren.

Kontaktperson

Antoine Taillard