Die internationale Konferenz, veranstaltet in Kooperation mit der Universität Tübingen, widmet sich den Genderdiskursen in der Literatur von Schriftstellerinnen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Entwürfe von Weiblichkeit sich in der sogenannten «Frauenliteratur» finden und wie diese die literarische Auseinandersetzung mit Geschlecht prägen. Dabei geht es nicht darum, ein spezifisch weibliches Sensorium oder eine spezifisch weibliche Ästhetik vorauszusetzen. Vielmehr wird als offene Forschungsfrage untersucht, wie innerhalb geteilter ästhetischer Voraussetzungen das unterschiedliche Erleben gesellschaftlicher Realität zu einer Verschiebung in der Konstruktion von Geschlecht führt – und welche innovativen Weiblichkeitsentwürfe daraus entstehen. Die Tagung möchte so zu erweiterten Lesarten von Weiblichkeit und Genderdiskursen in der Literaturgeschichte beitragen und deren Bedeutung für die Konstitution des literarischen Kanons beleuchten.
Gäste sind auch ohne Anmeldung herzlich willkommen.
| Wann? | 10.06.2026 17:00 - 12.06.2026 13:00 |
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| Wo? | MIS 04 4112/Salle Peter Jäggi Avenue de l'Europe 20, 1700 Fribourg |
| Kontakt | Departement für Germanistik Arnd Beise / Katja Kauer arnd.beise@unifr.ch / katja.kauer@ds.uni-tuebingen.de |
| Anhang |
