Neuer WeiterbildungsbereichPublikationsdatum 30.06.2026

Brücken bauen zwischen Forschung, Lehre und Schulpraxis


Die Zusammenführung der Pädagogischen Hochschule und der Universität eröffnet neue Horizonte: Ein neu geschaffener Weiterbildungsbereich vernetzt universitäre Forschung und Lehre eng mit der schulischen Praxis. Ein Gewinn für die Akteurinnen und Akteure des gesamten Bildungssystems.

Mit der historischen Zusammenführung der Pädagogischen Hochschule Freiburg (PH FR) und der Universität Freiburg (Unifr) ist eine neue, starke Bildungsarchitektur entstanden. Ein zentraler Pfeiler dieser Struktur ist der neu formierte Weiterbildungsbereich. Er richtet sich spezifisch an die Akteurinnen und Akteure des gesamten Bildungssystems und übernimmt damit ein wichtiges strategisches Mandat des Kantons Freiburg: Die Förderung der Professionalisierung von Lehrpersonen und Schulleitungen sowie die Begleitung bedeutender Entwicklungen (wie die Einführung neuer Lehrpläne und Lehrmittel) werden durch innovative Weiterbildungsformate sichergestellt.

Ein Angebot für alle Schulstufen und Karrierephasen
Eine der bedeutendsten Neuerungen ist die Erweiterung des Zielpublikums. Das Portfolio deckt nun das gesamte schulische Spektrum ab: Von der obligatorischen Schulzeit (Primar- und Sekundarstufe I) bis hin zur Nachdiplomstufe im Bereich der Sekundarstufe II (Gymnasien und teilweise Berufsfachschulen). Zudem begleitet der neue Bereich die Akteurinnen und Akteure nun gezielt entlang ihrer gesamten beruflichen Laufbahn – von der anspruchsvollen Berufseinführung über die kontinuierliche Weiterentwicklung bis hin zum Ausstieg aus dem Berufsleben. So wird lebenslanges Lernen in der pädagogischen Praxis aus einer Hand gefördert.

Bedürfnisorientiert: Die Brücke zwischen Theorie und Praxis
Dabei versteht sich die Weiterbildung keinesfalls als Einbahnstrasse, sondern als lebendige Brücke zwischen Campus und Klassenzimmer. Das erklärte Ziel ist eine eng verzahnte, bedürfnisorientierte Weiterbildung und eine bedarfsorientierte Forschung. In diesem Dialog fliessen wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Lehrpraxis ein, während die Teilnehmenden ihre realen Herausforderungen aus dem Schulalltag in den akademischen Diskurs zurückspielen. Diese Schnittstellenfunktion stellt sicher, dass Bildungsangebote punktgenau auf die Bedürfnisse der Schulen antworten und die universitäre Forschung gleichzeitig hochrelevante Impulse aus dem Feld erhält.

Gebündelte Expertise: Die Stärken der Volluniversität nutzen
Dieses dynamische Modell wird durch die enge Zusammenarbeit mit der neuen Fakultät für Erziehungs- und Bildungswissenschaften massgeblich gestärkt. Als Teil einer Volluniversität geniesst der Bereich zudem direkten Zugang zur breiten Expertise anderer Fakultäten und Institute. Ob Digitalisierung, Mehrsprachigkeit, Heilpädagogik oder Naturwissenschaften – das interdisziplinäre Wissen der gesamten Universitätsgemeinschaft lässt sich ab sofort gezielt für die Weiterbildung der Lehrkräfte bündeln.

Werden Sie Teil des Dialogs!
Wir laden alle Angehörigen der Universität ein, diese neuen Synergien aktiv zu nutzen. Bestehende Gefässe wie die Experten-Lounge für den informellen Austausch, unsere engagierten Praxisgemeinschaften sowie die Plattform Uni-Kollegien bieten den idealen Rahmen dafür. Wir freuen uns auf den interdisziplinären Austausch mit Ihnen – lassen Sie uns die Bildungslandschaft von morgen gemeinsam prägen!

Photo: Nelly Buchser (links) und Chantal Martin Sölch. © Caroline Bruegger