Zwischen Verheissung und Apokalypse : Der Islam und der Blick auf den Tod
UE-L26.00345

Dozenten-innen: Dziri Amir Ben Noureddine
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Seminar
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: HS-2026

Der Tod und die Vorstellung eines Jenseits nehmen im Islam eine zentrale Rolle ein und prägen sowohl religiöse Lehren als auch soziale Praxis und Alltagskultur. Dieses Seminar bietet eine Einführung in die islamischen Glaubensvorstellungen zu Tod, Sterben und dem Leben nach dem Tod. Im Mittelpunkt stehen der Tod als Übergang, das Leben im Grab (Barzach), die Auferstehung, das Jüngste Gericht sowie die Konzepte von Paradies (Dschanna) und Hölle (Dschahannam). Neben der Auswertung zentraler religiöser Quellen werden ebenso soziale Rituale rund um Sterben, Bestattung und Trauer beleuchtet. Das Seminar geht zudem auf unterschiedliche religiöse Auslegungen, kulturelle Praktiken und zeitgenössische Fragen muslimischer Praxis in der Schweiz ein, etwa im Spannungsfeld von Säkularisierung, Digitalisierung und Migration.


Lernziele

Die Studierenden können

  • die zentralen islamischen Glaubensvorstellungen zu Tod, Sterben und Jenseits benennen und erläutern.
  • muslimische Rituale und Praxisformen im Umgang mit Sterben, Bestattung und Trauer beschreiben und in ihrem religiösen Bedeutungsgehalt erklären.
  • erworbenes Wissen in interdisziplinärer Hinsicht etwa in Bezug auf Kontexte von Säkularisierung, Digitalisierung und Migration differenziert anwenden.

Dokumentation

  • Smith, Jane I.; Haddad, Yvonne Yazbeck (2002): The Islamic understanding of death and resurrection. Oxford: Oxford University Press.
  • Lange, Christian Robert (2016): Paradise and hell in Islamic traditions. New York, NY: Cambridge University Press
  • Gramlich, Richard (1997): Weltverzicht. Grundlagen und Weisen islamischer Askese. Mainz