Andrea Friedli Rizaev
Collaborateur·trice scientifique
Département de formation à l'enseignement
Recherche et publications
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Liste des publications
12 publications
Unpacking Paradoxes in Times of Crisis: How Civil Society Organizations Shape Processes of Vulnerabilization
Rulla Sutter and Mittmasser, Christina and Schambron, Livia and Friedli, Andrea and Müller-Suleymanova, Dilyara and Naël Froehlich and Gauttier, Emma and Myrian Carbajal and Rosenstein, Emilie and Drilling, Matthias, Unpublished (2026) | ArticleMobilities in the Swiss Alps: Circulation and Rootedness
Andrea Friedli, Andrea Boscoboinik, Quaderns de l'Institut Català d'Antropologia (2023) | ArticleÀ l’aise, ici et ailleurs. Mobilités multirésidentielles en zone de montagne : le cas de Verbier en Suisse
Viviane Cretton, Andrea Boscoboinik, Andrea Friedli, Anthropologie et Sociétés (2021) | ArticleLa montagne entre terrain de jeu et punition , dans Label Montagnard
Viviane Cretton, Andrea Boscoboinik, Andrea Friedli (2021), ISBN: 9782889680412 | Chapitre de livreLiving in the mountains: Mobilities, forms of residentiality and local identities of new inhabitants of a Swiss ski resort
Andrea Friedli, Via Tourism Review (2020) | ArticleLes « nouveaux montagnards » : négociations des identités locales en zone de montagne. L’exemple d’une station en Valais, Suisse , dans Vivere la montagna : abitanti, attività e strategie
Andrea Friedli (2020), ISBN: 9788835106746 | Chapitre de livreEthnizität als Kapital : Identitätsmanagement tatarischer Jugendlicher in Kazan, Tatarstan.
Andrea Friedli (LIT Verlag, 2018), ISBN: 978-3-643-80230-9 | LivreNation-building and Identities in Post-Soviet Societies: New Challenges for Social Sciences
Andrea Friedli, François Ruegg, Aline Gohard (LIT Verlag, 2017) | LivreEthnicity in the City: Tatar Urban Youth Culture in Kazan, Tatarstan
Andrea Friedli, Diogenes (2016) | ArticleFear as a Boundary-Making Strategy: Fixing Ethnocultural Identities by Tatar Youth in Postsocialist Tatarstan, Russia , dans The Anthropology of Fear. Cultures beyond Emotions.
Andrea Friedli (2014), ISBN: 978-3-643-90474-4 | Chapitre de livre -
Projets de recherche
Aushandlungsprozesse islambezogenen Wissens bei Moscheebesuchen durch Schulklassen
Statut: En coursDébut 01.09.2024 Fin 31.08.2028 Financement FNS Voir la fiche du projet Der Besuch von Moscheen durch Schulklassen ist in der Schweiz zum einen Teil unterrichtlicher Praxis durch Klassen des konfessionellen Religionsunterrichts oder durch Klassen der Volksschule in Fächern wie Natur, Mensch, Gesellschaft (Primarschule) oder Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Sekundarstufe). Zum anderen gehören Moscheebesuche nebst dem «Tag der offenen Moschee» zum Programm der «Öffentlichkeitsarbeit» vieler Moscheegemeinschaften (z.B. Rückamp, 2021; Badawia & Cakan, 2021; Tekin, 2021). Das Erkunden von religiösem Leben und Religionsgemeinschaften in der lokalen Umgebung ist eine Kompetenzstufe im Lehrplan 21 (ERG.4.4.a, Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz [D-EDK], 2014) und entsprechend wird in Lehrmitteln die Moschee als ausserschulischer Lernort vorgesehen (z.B. Blickpunkt 3, Dossier WeitBlick NMG: Glocken, Kippa, Teppiche). Die didaktisch-programmatische Literatur geht grundsätzlich davon aus, dass Moscheebesuche den Schüler:innen eine umfassendere Erfahrung muslimischer Religiosität in einem authentischen Umfeld bieten, was das Lernen im Klassenzimmer nicht leisten könne. Erste Wirkungsforschungen attestieren Moscheebesuchen allerdings zwiespältige Lerneffekte. Es scheint eher zur Bestätigung von Vorurteilen zu kommen, als dass diese durch den Besuch aufgebrochen werden (Haubach & Salentin, 2015). Zudem zeigen weitere Untersuchungen, dass die Schule nach wie vor als ein Ort bezeichnet werden muss, an dem negative Stereotypen über Muslim:innen und muslimischer Rassismus reproduziert wird (Yegane Arani, 2020; Bleisch & Desponds, 2021). Hier setzt das Forschungsprojekt an der Schnittstelle von religionswissenschaftlichen, bildungsethnologischen und fachdidaktischen Zugängen an und untersucht – ausgehend von einem konstruktivistischen Ansatz der Wissenssoziologie (begründet auf Berger & Luckmann, 2004 [1969]) – die Prozesse der Wissensproduktion zum Islam rund um die pädagogische Situation des Moscheebesuchs. Der Moscheebesuch bringt zwei «Feldlogiken» (Bourdieu, 1996) zusammen, die sich in dieser pädagogischen Situation neu konfigurieren: einerseits (inter)agieren die Akteur:innen aus dem pädagogischen Feld nach einer Logik von gesellschaftlich annehmbarem «Schulwissen», andererseits bringen die Akteur:innen aus dem islamischen Feld eine Vorstellung von islamischem Wissen mit. Es ist anzunehmen, dass sich dabei Spannungsfelder ergeben: (1) zwischen dem «islamischen Moscheewissen» und dem «islambezogenen Schulwissen»; (2) zwischen dem islamischen Moscheewissen und dem impliziten Diskurswissen; (3) zwischen dem Anspruch der Lehrperson, den Schüler:innen eine «authentische» Erfahrung mit «gelebtem Islam» ausserhalb des Klassenzimmers zu ermöglichen und einem offizialisierten «islamischen Moscheewissen», das auf die Vermittlung grundlegender Lehre abzielt; (4) zwischen der Konstruktion der Moscheegemeinschaft als prototypisch für «den Islam» und der Spezifizität und Ausrichtung der ausgewählten besuchten Moschee sowie (5) zwischen der partikularen Moscheegemeinschaft und dem persönlichen Zugang zum Islam der vermittelnden Person. In zwei Teilprojekten soll der Anlass des Moscheebesuchs sowohl von Seiten der Schule wie auch aus der Perspektive der Moscheegemeinschaft ethnographisch untersucht werden, um nebst dem im Besuch explizit kommunizierten Wissen auch implizites Wissen (Kraus et al., 2021) erheben zu können. Damit soll der komplexe Prozess der Konstitution von isambezogenem Wissen in den Blick genommen werden, um die Verflechtungen zwischen individuellen (islambezogenen) Wissensbeständen der beteiligten Akteur:innen und den Mustern, die diesem Wissen zugrunde liegen und die Basis dafür bieten, was im Einzelnen zum Wissensbestand werden kann (Reckwitz, 2006), zu rekonstruieren. Diese interdisziplinär gewonnen Erkenntnisse erweitern die bisherigen Forschungsperspektiven im Feld der Ausserschulischen Lernorte. Darüber hinaus kann anhand von einem häufig konflikthaften Beispiel öffentlich sichtbarer Religionsausübung exemplarisch nachvollzogen werden, wie sich religiöse Minderheiten in der Gesellschaft verorten und wie Diversität gesellschaftlich ausgehandelt wird. Imagining Development: A multidisciplinary and multilevel analysis of development policies and their effect in the post-socialist world
Statut: TerminéMultikulturelle Zivilgesellschaft der Jugend in Tatarstan
Statut: Terminé
