Nachhaltigkeitsstrategie 2027 - 2030

Das Rektorat der Unifr hat im Oktober 2026 die neue Nachhaltigkeitsstrategie 2027 – 2030 verabschiedet.

Als Ergebnis einer intensiven, mehrmonatigen Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitskommission und zahlreichen Akteuren der Universitätsgemeinschaft, insbesondere im Rahmen von zwei partizipativen Workshops, stellt die Verabschiedung dieser neuen Strategie einen wichtigen Meilenstein im Engagement der Unifr für Nachhaltigkeit dar.

Sie bildet den Bezugsrahmen für die Entwicklung einer bereichsübergreifenden Kultur der Nachhaltigkeit und die Förderung eines ganzheitlichen institutionellen Ansatzes, bei dem Nachhaltigkeit in alle Aspekte des Lern- und Arbeitsumfelds integriert wird. Die Nachhaltigkeitsstrategie 2027–2030 legt Ziele sowohl für die Kernaufgaben der Unifr – Lehre, Forschung und Wissenstransfer in die Gesellschaft – als auch für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Betrieb der Institution fest. 

Die neue Strategie entdecken (demnächst verfügbar)

Handlungsfelder und Verpflichtungen

Um die Strategie in konkrete Massnahmen umzusetzen, wurde ein Aktionsplan erarbeitet, der sich auf sieben Handlungsfelder stützt, für die Ziele, Massnahmen und Indikatoren festgelegt wurden. Dieser Aktionsplan ist als internes Steuerungs- und Arbeitsinstrument gedacht. Nachstehend finden Sie die wichtigsten Ziele der einzelnen Handlungsfelder.

  • Governance
    • Nachhaltigkeit auf verschiedenen Governance-Ebenen systematisch in die Entscheidungsprozesse integrieren.
    • Partizipative und kollaborative Ansätze fördern.
    • Der Nachhaltigkeitsstelle einen Budgetkredit zur Verfügung stellen, um die Umsetzung des Aktionsplans zu finanzieren.
  • Forschung, Lehre und Weiterbildung
    • Die Nachhaltigkeitsforschung in allen Fakultäten der Universität fördern und nachhaltigkeitsbezogene Forschungsprojekte sichtbar machen.

    • Den ökologischen Fussabdruck der Forschung reduzieren, indem Praktiken mit hoher Umweltwirkung identifiziert, die wissenschaftliche Gemeinschaft sensibilisiert, bewährte Verfahren umgesetzt und die Einführung eines Zertifizierungsansatzes geprüft werden.

    • Das nachhaltigkeitsbezogene Studienangebot kartieren.

    • Reflexionen zur Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in die Studienprogramme führen.

    • Schulungen zu Nachhaltigkeitsthemen und -prinzipien für die Mitarbeitenden anbieten und das Weiterbildungsangebot erweitern.

    Entdecken Sie die Programme zum Thema Nachhaltigkeit

    Entdecken Sie die Mikro-zertifizierung Sustainability in practice

  • Wissenstransfer und Dialog mit Gesellschaft
    • Die Sichtbarkeit des Beitrags von Forschung und Innovation der Universität Freiburg zu den Herausforderungen der Nachhaltigkeit nach innen und aussen stärken.
    • Bestehende Austauschformate stärken und neue Formen der Interaktion und Zusammenarbeit mit der Gesellschaft sowie lokalen Akteur_innen entwickeln, um die Beziehungen zu vertiefen.
  • Infrastruktur, Energie und Aussenräume
    • Ein leistungsfähiges Energie Monitoringsystem einführen, um den Energieverbrauch zu messen und zu analysieren, Verbesserungspotenziale zu identifizieren sowie Sanierungs- und Optimierungsmassnahmen für Gebäude gezielt zu steuern, mit dem Ziel, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen langfristig zu senken.

    • Den Energieverbrauch dekarbonisieren und die Erzeugung erneuerbarer Energien auf dem Campus ausbauen.

    • Die Universitätsgemeinschaft für Energieeinsparungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie sensibilisieren und entsprechende Schulungen anbieten.

    • Die Wasserressourcen schützen.

    • Den Anteil von Vegetation und Wasserflächen auf dem Campus erhöhen, um Hitzeinseln zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern.

    Entdecken Sie einige Projekte zum Thema Energie sowie bewährte Verfahren

  • Mobilität
    • Die Pendlermobilität analysieren und Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs umsetzen.

    • Die Nutzung von Videokonferenzinfrastrukturen und die Möglichkeiten für virtuelle Sitzungen fördern.

    • Die Umweltbelastung der Mobilität insgesamt (Pendler- und Dienstmobilität) reduzieren.

    Entdecken Sie die Angebote, Projekte und Richtlinien rund um das Thema Mobilität

  • Nachhaltiger Campus
    • Das System zur Sammlung und Trennung von Abfällen auf dem Campus verbessern.

    • Das Abfallaufkommen reduzieren.

    • Nachhaltigkeitskriterien in die Beschaffungsprozesse integrieren.

    • Die Universitätsgemeinschaft für nachhaltige Beschaffung sensibilisieren und entsprechende Schulungen anbieten.

    • In den universitären Verpflegungsbetrieben ein gesundes, regionales und nachhaltiges Verpflegungsangebot fördern.

    • Das pflanzenbasierte Verpflegungsangebot ausbauen und die Umweltbelastung der Ernährung reduzieren.

    • Die Umweltauswirkungen des digitalen Bereichs reduzieren.

    • Die Mitglieder der Universität Freiburg für digitale Nachhaltigkeit sowie die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) sensibilisieren und entsprechende Schulungen anbieten.

    Entdecken Sie Projekte zu folgenden Themen:

    Ernährung

    Digitalisierung

    Abfallwirtschaft

  • Kommunikation und Sensibilisierung
    • Regelmässig über Herausforderungen, Handlungsbedarf, Chancen und Projekte im Bereich Nachhaltigkeit kommunizieren.

    • Eine offene und transparente Kommunikation sicherstellen.

    Möglichkeiten zum Engagement entdecken

    Die Nachhaltigkeitsberichte entdecken

Hintergrund


Im Dezember 2019 verabschiedete das Rektorat der Universität Freiburg die erste Nachhaltigkeitsstrategie, in der vier Handlungsfelder definiert wurden:

  1. Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre
  2. Mobilität
  3. Infrastruktur und Gebäude
  4. Nachhaltiges Campusleben

Unsere Definition von Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit an der Universität Freiburg basiert auf dem Bestreben, sämtliche Aufgaben und Tätigkeiten so auszurichten, dass sie zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen, die planetaren Grenzen respektieren und das Wohlergehen aller Menschen gewährleisten. Dieser Ansatz verfolgt eine langfristige Perspektive, mit dem Ziel, die Lebens- und Entfaltungsbedingungen heutiger und zukünftiger Generationen zu erhalten.