Leçon magistralePublikationsdatum 01.07.2026
Bilder „alla greca“ und die Wahrnehmung zeitlich‑räumlicher Alterität
In der Debatte um die sogenannte „maniera greca“, die seit den Anfängen der kunsthistorischen Theoriebildung eine zentrale Rolle gespielt hat, war die Betonung der Asynchronie der von byzantinischen Vorbildern geprägten religiösen Malerei gegenüber einer evolutiven (und teleologischen) Interpretation der Formgeschichte von grundlegender Bedeutung. In unterschiedlicher Weise ist diese Vorstellung bis in die Gegenwart hinein immer wieder in der wissenschaftlichen Diskussion aufgegriffen worden, wobei sie nicht selten die traditionellen vasarianischen Dichotomien durch neue bipolare Deutungsmodelle ersetzte.
08.07.2026
von 18:15 bis 20:00
Großer Lesesaal der Bibliothek, 1. OG, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München + online
