Freiburger Föderalismus-Tage
Gerne machen wir Sie auf die dritten Freiburger Föderalismustage aufmerksam, die am 3. und 4. September 2026 an der Universität Freiburg stattfinden, organisiert durch das Institut für Föderalismus (IFF) in Partnerschaft mit der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) und der ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit.
Aus aktuellem Anlass ist die Veranstaltung dem Thema «Föderalismus und Aussenbeziehungen» gewidmet. Zu Wort kommen ausgewiesene Spezialistinnen und Spezialisten aus Wissenschaft, Politik und Praxis.
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Inhalt
Aussenpolitik ist Sache des Bundes. Der Bund darf völkerrechtliche Verträge auch in Bereichen abschliessen, die in die Zuständigkeit der Kantone fallen. Zwar muss der Bund beim aussenpolitischen Handeln Rücksicht auf die Zuständigkeiten und Interessen der Kantone nehmen und dürfen die Kantone an aussenpolitischen Entscheiden mitwirken. Trotzdem hat die Zunahme völkerrechtlicher Verpflichtungen und aussenpolitischer Aktivitäten des Bundes (etwa im Verhältnis zu Europa, aber auch im menschenrechtlichen und handelsrechtlichen Bereich) in den letzten Jahrzehnten zu einer Beschränkung der Handlungsspielräume der Kantone in der Wahrnehmung ihrer Zuständigkeiten geführt. Mit der im Vertragspaket zur «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU (Bilaterale III)» vorgesehenen dynamischen Rechtsübernahme könnten darüber hinaus neue Herausforderungen hinsichtlich der Stellung der Kantone in der Aussenpolitik entstehen.
Die dritten Freiburger Föderalismustage nehmen diese Entwicklungen zum Anlass, das Verhältnis von Föderalismus und Aussenbeziehungen ins Zentrum der Diskussionen zu rücken. Näher beleuchtet werden etwa die «kleine Aussenpolitik» der Kantone, die Mitwirkung der Kantone an der Aussenpolitik des Bundes, insbesondere auch im Kontext der «Bilateralen III», sowie der Einfluss des internationalen Menschenrechtsschutzes auf die föderalen Strukturen in der Schweiz.
Die Freiburger Föderalismustage bieten eine Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen Fachleuten, Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern. An den zahlreichen Referaten und Diskussionsrunden wirken ausgewiesene Vertreter aus Wissenschaft, Praxis und Politik mit.
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Leitung
Andreas Stöckli, Prof. Dr., Institut für Föderalismus, Universität Freiburg
Eva Maria Belser, Prof. Dr., Institut für Föderalismus, Universität Freiburg
Bernhard Waldmann, Prof. Dr., Institut für Föderalismus, Universität Freiburg
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Mitwirkende
Markus Dieth, Dr. iur., Rechtsanwalt, Regierungsrat Kanton Aargau, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK)
Astrid Epiney, Prof. Dr. iur., Institut für Europarecht, Professorin für Europarecht, Völkerrecht und öffentliches Recht, Universität Freiburg
Nula Katharina Frei, Prof. Dr. iur., Assistenzprofessorin für öffentliches Recht, Rechtswissenschaftliche Fakultät FernUni Schweiz
Esther Friedli, lic. rer. soc., Ständerätin, Kanton St. Gallen
Manuel Friesecke, Dr., Geschäftsführer, Regio Basiliensis
Gabriel Gertsch, Dr. sc., Stv. Chef Rechtsetzungsbegleitung I, Delegierter des BJ für das Vertragspaket Schweiz–EU, Bundesamt für Justiz BJ
Andreas Glaser, Prof. Dr. iur., Lehrstuhl für Staats-, Verwaltungs- und Europarecht unter besonderer Berücksichtigung von Demokratiefragen, Universität Zürich, Mitglied der Direktion am Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA)
Glenda Gonzalez Bassi, Stadtpräsidentin, Stadt Biel und Vertreterin des Städteverbandes
Susanne Gutzwiller, lic. iur., Rechtsanwältin, LL.M., Chefin Sektion Recht und Verträge, Abteilung Europa, EDA
Michael Hediger, lic. iur. utr., Institut für Föderalismus, Universität Freiburg
Anna-Karina Kolb, Leiterin des Dienstes für auswärtige Angelegenheiten, Kanton Genf
Roland Mayer, Generalsekretär, Konferenz der Kantons regierungen (KdK)
Simon Mazidi, MLaw, Bundesamt für Justiz BJ
Patrick Mülhauser, Delegierter für Aussenbeziehungen, Staatskanzlei, Kanton Freiburg
Sean Müller, PD Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Bern
Matthias Oesch, Prof. Dr. iur., Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Wirtschafts völkerrecht, Universität Zürich
Xavier-Baptiste Ruedin, Dr. iur., MJur, Rechtsanwalt, Chef Fachbereich Internationaler Menschenrechtsschutz, Bundesamt für Justiz BJ
Stefan Schlegel, Dr. iur., Direktor, Schweizerische Menschenrechtsinstitution, SMRI, Freiburg
Evelyne Schmid, Prof. Dr. iur., Professorin für Völkerrecht, Universität Lausanne
Hansjörg Seiler, Prof. Dr. iur., Fürsprecher, ehemaliger Bundesrichter und Richter am Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Nesa Zimmermann, Prof. Dr. iur., Assistenz professorin für schweizerisches und vergleichendes Verfassungsrecht, Universität Neuenburg
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Zielpublikum
Die Freiburger Föderalismustage richten sich an Personen, die sich wissenschaftlich oder im Rahmen ihrer praktischen Tätigkeit (Politik, Verwaltung, Justiz etc.) mit Fragen des Föderalismus auseinander-
setzen. Sie ist aber selbstverständlich für alle Interessierten offen. -
Sprache
Die Tagung findet in deutscher und französischer Sprache statt (ohne Übersetzung). Ein passives Verständnis der jeweils anderen Sprache wird vorausgesetzt.
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Unterlagen zum Download
Aktuell sind keine Download-Unterlagen verfügbar.
