Forschung von Thomas Buchschuster, Mag. theol., M.A.

Forschungsinteressen

  • Ethik der Politik und des Rechts
  • Philosophie und Theologie der Schuld und der Vergebung
  • Autonomie-Konzepte
  • Philosophie und Theologie der Emotionen
  • Aufarbeitung sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Publikationen

Neueste Publikationen

  • (Im Gottesdienst) die Schuld des Missbrauchs bekennen – und nicht um Vergebung bitten. Ethische Kriterien öffentlicher und liturgischer Schuldbekenntnisse in Solidarität mit Betroffenen, in: Theologisch-praktische Quartalschrift 175 (2027, im Erscheinen). [Peer Reviewed]
  • „Mit dem heiligen Thomas als Lehrer“? Thomas von Aquin im Verhältnis zum Antijudaismus des 13. Jahrhunderts, in: Eisele, Wilfried/Gaus, Edeltraud/Lütticke, Lena/Migge, Elisabeth (Hg.), Judenfeindschaft und Theologie. Tübinger Studienwoche im November 2023 (Forum Christen und Juden/Forum Christians and Jews 26), Berlin 2025, 34–49.

Publikationsliste

Promotionsprojekt

Die Praxis zwischenmenschlicher Vergebung betrifft die Dimension der Moral ("Ich halte dich wieder für moralisch ebenbürtig"), der Emotionen ("Ich bin nicht mehr wütend auf dich") sowie der Beziehung ("Ich möchte mit dir wieder in [irgendeiner Form der] Beziehung stehen").

Die modernen philosophischen und theologischen Begriffe der Vergebung werden dieser Mehrdimensionalität der Vergebung nicht gerecht. Daher soll ein Modell der Vergebung entwickelt werden, das einerseits die moderne philosophische und theologische Debatte berücksichtigt und die theologische Tradition zur Vergebung nicht vernachlässigt, andererseits aber vor dem Hintergrund soziologischer und psychologischer Erkenntnisse alle Dimensionen der Vergebung integriert.

Dieses integrative Verständnis der Vergebung ermöglicht nicht nur, dass philosophische und theologische Vergebungsperspektiven aneinander anschlussfähig werden. Es hilft auch normative Probleme zu beseitigen: Denn die bisherigen Vergebungsmodelle führen zu Ungerechtigkeiten für marginalisierte Gruppen, Verbrechensopfer und psychisch kranke Personen.