Modulbeschriebe: MA Neben- oder Spezialisierungsprogramme
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MA Spezialisierungs- oder Nebenprogramm SOZIOLOGIE SOZIALER PROBLEME
MAssp01: Soziale Lebenslagen und Differenzen (15 ECTS)
Soziale Dimensionen wie Bildung, Einkommen, Geschlecht, Nationalität, ethnische Zugehörigkeit und Religion reflektieren gesellschaftliche Zugangsmechanismen, die zu einer ungleichen Verteilung von Lebenschancen führen. Darin zeigen sich systematische Privilegierungen, Benachteiligungen und un- terschiedliche Handlungsspielräume. Das Modul «Soziale Lebenslagen und Differenzen» beschäftigt sich mit dieser Thematik und fokussiert auf Ungleichheiten bzw. spezifische Formen von Ungleichheiten. Dabei befassen sich Studierende zum einen mit Lebenslagen am unteren Ende der sozialen Hierarchie bzw. in besonders gefährdeten sozialen Lagen und den unterliegenden sozialen Mechanismen. Zum anderen stellen Familien, Gender oder generell demographische Bedingungen in einer Gesellschaft zentrale Dimensionen von individuellen Lebenslagen dar. Davon ausgehend werden wirtschaftliche, politische, soziale und gesellschaftsinterne und -externe Differenzierungsprozesse mit verschiedenen Konzepten wie Macht, Ein- und Ausschluss, Stigmatisierung, Zugang zu sozialer Sicherung und gesellschaftliche Partizipation verknüpft. In allen Veranstaltungen spielen unterschiedliche Ebenen (Mikro-, Meso- oder Makroebene) sowie unterschiedliche Akteure und Ansätze eine wichtige Rolle. Ziel dieses Moduls ist es, Kenntnisse und Analysekompetenzen bezüglich der Ursachen, Wahrnehmung und Auswirkungen sozialer Lebenslagen und Differenzierungsprozesse zu entwickeln sowie das Verständnis der ungleichen Verteilung sozialer Chancen zu vertiefen.
MAssp02: Soziale Probleme und Wohlfahrt (15 ECTS)
Das Modul befasst sich mit sozialen Problemen und gesellschaftlichen Lösungsansätzen durch verschiedene Systeme der Wohlfahrtsproduktion. Dieser Begriff weist darauf hin, dass soziale Wohlfahrt sowohl auf staatlicher Sozialpolitik und Sozialarbeit als auch auf Beiträgen des Marktes, der Familien, der Privathaushalte, verschiedener Gemeinschaften und einer Vielzahl von intermediären, d.h. zwischen Markt, Familie und Staat angesiedelten Gruppierungen beruht (z.B. Non- profitorganisationen). Die angebotenen Kurse fokussieren einerseits auf die Interaktion verschiedener Akteure und Institutionen in der Interpretation sozialer Probleme und wie diesen begegnet wird. In diesem Modul vertiefen die Studierenden die Kenntnisse dazu, wie Wohlfahrt gewährleistet wird und lernen, Zusammenhänge zwischen den Elementen der nationalen und internationalen Wohlfahrtsproduktion zu verstehen und zu analysieren.
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MA Spezialisierungsprogramm INTERNATIONAL AND COMPARATIVE SOCIAL POLICY
MAsopo01: Comparative Social Policy (15 ECTS)
In diesem Modul werden aktuelle sozialpolitische Herausforderungen von Gesellschaften vergleichend betrachtet. Von Interesse ist unter anderem die Entwicklung von Gesellschaften unter den Bedingungen der zunehmenden Internationalisierung von Wirtschaft, Politik und Kultur, der Verschärfung sozialer Ungleichheiten und ökologischer Probleme, des Wachstums der Weltbevölkerung, der Migration, der demografischen Alterung der Gesellschaften sowie des zunehmenden Einflusses sogenannter Nicht-Regierungsorganisationen und sozialer Bewegungen. Die Analysen in diesem Modul sind überwiegend komparativ, d.h. die Gesellschaftsanalysen werden immer über einzelne Länder und Regionen hinweg untersucht, um insbesondere den Einfluss institutioneller Strukturen sowie wirtschaftliche, politische, soziale und historische Kontexte in die Bewertung mit einzubeziehen. Von Interesse sind auch die Handlungsmöglichkeiten der Individuen in Bezug auf diese Herausforderungen. Dabei werden begleitend auch Wechselwirkungen zwischen verschiedene Weltregionen berücksichtigt und verschiedene theoretische Ansätze diskutiert. Ziel des Moduls ist es, den Studierenden einen vertieften Einblick in ausgewählte sozialpolitische Diskussionen über Gesellschaftsanalysen aus internationaler Perspektive zu gewähren und Interdependenzen zwischen Weltregionen sowie verschiedener geographischer Ebenen (lokal, regional, national, international) aufzuzeigen.
MAsopo02: Society and Global Development (15 ECTS)
In diesem Modul wird ein stärkerer Fokus auf weniger wohlhabende Weltregionen gelegt, sowie solche, welche sich in ihren Entwicklungspfaden vom sogenannten „Globalen Norden“ unterscheiden. Hierbei werden dominante, westlich geprägte soziologische und sozialpolitische Narrative kritisch hinterfragt. Ausgangspunkt sind Prozesse des sozialen Wandels, Spannungen und Interdependenzen zwischen Weltregionen, die im Kontext der Globalisierung zu sehen sind. Fallstudien und Vergleiche erweitern die Perspektive und kontextualisieren Entwicklungen. Es werden Länder innerhalb einer Region verglichen oder überregionale Vergleiche angestellt. Ausgewählte Felder wie beispielsweise die ökonomische Entwicklung, soziale Ungleichheiten, Institutionen, soziale Sicherung, Gesundheit, Differenzen, Urbanisierung, soziale Bewegungen oder aber Handlungs- und Überlebensstrategien von Menschen im Kontext von sozialen, ökonomischen, kulturellen und naturräumlichen Systemen werden thematisch vertieft betrachtet. Zu den ausgewählten Feldern werden unterschiedliche theoretische Ansätze eingeführt und angewendet. Die Inhalte eines Kurses können in einer schriftlichen Seminararbeit weiterentwickelt werden. Alternativ kann die Vortragsreihe besucht werden, welche aktuelle Themen aus internationaler Perspektive präsentiert und regelmässig Vortragende aus verschiedenen Weltregionen einlädt. In diesem Modul erlernen die Studierende theoretische und empirische Kenntnisse zu aktuellen Herausforderungen internationaler Ungleichheitsgefälle und analysieren gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.
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MA Nebenprogramm INTERNATIONAL AND COMPARATIVE SOCIAL POLICY
MA Basismodul (12 ECTS)
In diesem Modul wird in die internationale und vergleichende Sozialpolitik eingeführt. Die Studierenden erlangen zentrale theoretische und empirische Kenntnisse zu aktuellen Herausforderungen internationaler Ungleichheitsgefälle und erwerben methodische Kompetenzen zur komparativen Analyse gesellschaftlicher Gestaltungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Hierbei werden dominante Narrative bezüglich gesellschaftlicher Entwicklungspfade und -bedingungen aus internationaler Perspektive kritisch beleuchtet und innerhalb verschiedener Weltregionen und Länder kontextualisiert. Ausgangspunkt sind Prozesse des sozialen Wandels, Spannungen und Interdependenzen zwischen Weltregionen, die sich im Kontext der Globalisierung manifestieren. Fallstudien und Vergleiche erweitern die Perspektive und kontextualisieren Entwicklungen. Es werden Länder innerhalb einer Region verglichen oder überregionale Vergleiche angestellt. Eine jährliche Vortragsreihe bietet zudem Einblick in aktuelle internationale sozialpolitische Debatten in ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bearbeitung durch Präsentationen von eingeladenen nationalen und internationalen Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis.
MA Aufbaumodul (18 ECTS)
In diesem Modul werden thematische Aspekte internationaler und vergleichender Sozialpolitik vertieft. Studierende können hierfür Kurse nach Interesse aus einer Liste an Kursangeboten aussuchen. In den Kursen werden aktuelle sozialpolitische Herausforderungen von Gesellschaften vergleichend betrachtet. Von Interesse ist unter anderem die Entwicklung von Gesellschaften unter den Bedingungen der zunehmenden Internationalisierung von Wirtschaft, Politik und Kultur, der Verschärfung sozialer Ungleichheiten und ökologischer Probleme, des Wachstums der Weltbevölkerung, der Migration, der demografischen Alterung der Gesellschaften sowie des zunehmenden Einflusses sogenannter Nicht-Regierungsorganisationen und sozialer Bewegungen.
Die Analysen in diesem Modul sind überwiegend komparativ, d.h. die Gesellschaftsanalysen werden immer über einzelne Länder und Regionen hinweg untersucht, um insbesondere den Einfluss institutioneller Strukturen sowie wirtschaftliche, politische, soziale und historische Kontexte in die Bewertung mit einzubeziehen. Von Interesse sind auch die Handlungsmöglichkeiten der Individuen in Bezug auf diese Herausforderungen. Dabei werden begleitend auch Wechselwirkungen zwischen verschiedene Weltregionen berücksichtigt und verschiedene theoretische Ansätze diskutiert. Ausgewählte Felder wie beispielsweise die ökonomische Entwicklung, Arbeitsmarktpolitik, soziale Sicherung, Gleichstellungspolitik, Gesundheit, Migration, soziale Protestbewegungen oder aber Handlungs- und Überlebensstrategien von Menschen im Kontext von sozialen, ökonomischen, kulturellen und naturräumlichen Systemen werden thematisch vertieft betrachtet. Ziel des Moduls ist es, den Studierenden einen vertieften Einblick in ausgewählte sozialpolitische Diskussionen über Gesellschaftsanalysen aus internationaler Perspektive zu gewähren und Interdependenzen zwischen Weltregionen sowie verschiedenen geographischen Ebenen (lokal, regional, national, international) aufzuzeigen.
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MA Spezialisierungs- oder Nebenprogramm GENDER, GESELLSCHAFT, SOZIALPOLITIK
MAgen01: Gender und soziale Wohlfahrt (15 ECTS)
In diesem Modul werden sozialwissenschaftliche Theorien und Konzepte aus der Geschlechterperspektive untersucht und auf der Grundlage der in der Geschlechterforschung geführten Debatten – wie Gerechtigkeit und Sorge, Gleichheit und Differenzen, öffentliche und private Wohlfahrt – auf aktuelle Fragestellungen bezogen, z.B. Feminisierung von Armut und Migration, Sorgekrisen in Nord und Süd, Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit, Gender und gesellschaftlicher Wandel, Gender und Gewalt. Ziel des Moduls ist es, dass die Studierenden die Bedeutung der Kategorie Geschlecht und der Geschlechterverhältnisse in den Sozialwissenschaften kennenlernen und verstehen, wodurch geschlechtsspezifische Ungleichheiten reproduziert werden und wie soziale Institutionen geschlechtsneutral gestaltet werden können.
MAgen02: Berner Modul (15 ECTS)
Dieses Modul wird jährlich angeboten. Unterrichtssprache ist Deutsch, gelegentlich Englisch. Die Liste der zur Auswahl stehenden Kurse wird auf der Website des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung der Universität Bern vor Beginn des jeweiligen Semesters veröffentlicht. Die Form der Evaluation ist den Syllabi der entsprechenden Veranstaltungen zu entnehmen. Achten Sie darauf, das diese Kurse benotet sein müssen, um an der Universtität Fribourg angerechnet werden zu können.
Verantwortlich für das Kursangebot ist das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern. Es werden nur ECTS-Punkte verliehen, die in den Syllabi der einzelnen Kurse angegeben sind.
