Forschungsprojekte: Abstracts
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Doing choice and control. Direct payments and the capabilities of care users and paid domestic workers
Title: Doing choice and control. Direct payments and the capabilities of care users and paid domestic workers
Summary: Die Ermöglichung selbständigen Wohnens und eines selbstbestimmten Lebens sind wichtige Anliegen zur Verbesserung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. "Cash-for-Care"-Leistungen, die es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, persönliche Assistent:innen anzustellen, sollen helfen, diese Ziele zu erreichen. Inwiefern sie zu mehr Selbstbestimmung führen, hängt auch davon ab, ob sich verlässliche Assistent:innen finden lassen. Die Arbeitsbedingungen der überwiegend weiblichen Care-Arbeiterinnen in Privathaushalten sind durch niedrige Löhne, unregelmässige Arbeitszeiten und fehlende Entwicklungsperspektiven gekennzeichnet.
Das Forschungsprojekt untersucht, wie die Qualität der Assistenz aus der Sicht von Nutzer:innen und die Arbeitsbedingungen aus der Perspektive der Personen, die Assistenzleistungen erbringen, zusammenhängen. Das Projekt stützt sich auf den Capability Approach und den Ansatz der institutionellen Ethnografie. Es geht davon aus, dass die capabilities der Nutzer:innen und der Care-Arbeiter:innen interdependent sind und durch Praktiken und Interaktionen zwischen den beiden und ggf. Intermediären (z.B. Vermittlungsagenturen, Plattformen) geprägt und hervorgebracht werden.
Empirisch fokussiert das Projekt auf die Schweiz. Es vergleicht Beschäftigungsverhältnisse, die durch einen IV-Assistenzbeitrag finanziert sind, mit solchen, die durch andere Quellen (z. B. Hilflosenentschädigung, Ergänzungsleistungen oder private Mittel) finanziert werden. Es werden leitfadenstrukturierte Interviews mit 40 Nutzer:innen und 40 Assistent:innen geführt. Zudem werden Dokumente zu den organisatorischen und institutionellen Rahmenbedingungen der Care- und Beschäftigungsverhältnisse analysiert. Das Sample umfasst 20 Dyaden sowie 20 unabhängige Nutzer:innen und Arbeiter:innen. Bei den Dyaden werden die Daten durch Feldbeobachtungen ergänzt.
Das Projekt beleuchtet die Beschäftigungs- und Beziehungsverhältnisse zwischen Nutzer:innen von Assistenzleistungen und Care-Arbeiter:innen. Insbesondere liefert es bislang fehlende Erkenntnisse zur Perspektive der Personen, die als persönliche Assistent:innen mittels Cash-for-Care Leistungen in Privathaushalten beschäftigt sind.
Funding: CHF 565'837 by SNF https://data.snf.ch/grants/grant/10008430
Project leader: Dr. Anna Gonon (Universität Fribourg)
Duration: 11/2026-04/2030
Contact: anna.gonon@unifr.ch
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TRANSFER: Evaluation and Research-Policy-Practice Transfer to Promote Equity and Inclusion
Title: TRANSFER: Evaluation and Research-Policy-Practice Transfer to Promote Equity and Inclusion
Summary: TRANSFER will develop and test a participatory, mixed-method framework with evaluation throughout the policy cycle at its centre. Rather than focusing primarily on outcomes after implementation, researchers will examine how education policies are developed, put into practice and experienced, as well as their intended and unintended effects.
This framework will be applied across Finland, Germany, Hungary, Ireland, Lithuania, Norway, Spain and Switzerland, where researchers will evaluate education policies and programmes in each country. A common methodology, adapted to national contexts, will allow the project to generate both country-specific findings and comparative insights across different European education systems. Particular attention will be given to how policy effects vary across groups and contexts, including inequalities related to socioeconomic background, migration, gender and disability.Alongside policy evaluation, TRANSFER will investigate how evidence translates across research, policy and practice and identify the factors that help or hinder its uptake in decision-making and educational practice. “Knowledge transfer is not a one-way process from research to policy and practice. TRANSFER understands it as a continuous, multidirectional cycle, in which evidence and experience circulate between researchers, policymakers, practitioners and learners. Strengthening these feedback loops can make evidence more relevant and usable for policy and practice, while insights from policy and practice can, in turn, inform research” explains Hadjar.
The insights and perspectives gathered through this process will help shape practical approaches and resources, including methodological guidelines, policy briefs and recommendations, an interactive evidence platform and an AI-supported foresight simulator. Developed with their intended users, these resources are designed to respond to real needs and remain useful beyond the project.
Together, these efforts aim to establish more lasting ways of evaluating education policies, sharing evidence and learning across research, policy and practice. By strengthening evaluation cultures and the systematic use of evidence from the Social Sciences and Humanities, TRANSFER ultimately seeks to support more equitable and inclusive education systems across Europe.
Funding: € 3.5 Mio.
Coordination: Prof. Andreas Hadjar, Universiity of Fribourg/ Switzerland
Contact: Project Coordination - Prof. Andreas Hadjar andreas.hadjar@unifr.ch/ Project Management EURICE – European Research and Project GmbH; Dr. Annika Enning a.enning@eurice.eu
Duration: 09/2026- 09/2029
TRANSFER Partners:
Switzerland
- University of Fribourg
Germany
- DIPF – Leibniz Institute for Research and Information in Education
- VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT)
- EURICE – European Research and Project GmbH
Spain
- Complutense University of Madrid
Hungary
- ELTE Centre for Social Sciences
- Regional Centre for Information and Scientific Development
- Corvinus University of Budapest (associated partner)
Finland
- University of Helsinki
Ireland
- ESRI – The Economic and Social Research Institute
Norway
- University of Bergen
- Western Norway University of Applied Sciences
Lithuania
- PPMI – Public Policy and Management Institute
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PATH_CH-LUX: Pathways into the labor market of young people with disabilities in Switzerland and Luxembourg
Title
PATH_CH-LUX: Pathways into the labor market of young people with disabilities in Switzerland and Luxembourg: Drivers of and barriers to successful transitions
Summary
Für junge Erwachsene mit und ohne Behinderungen ist der Übergang in den Arbeitsmarkt von entscheidender Bedeutung, da er die weiteren Beschäftigungsmöglichkeiten bestimmt und sich auch auf weitere Lebensbereiche auswirkt.
Wer den Übergang ins Berufsleben nicht erfolgreich bewältigt, hat ein höheres Risiko während seiner beruflichen Laufbahn (wiederholt) arbeitslos zu werden, weniger Geld zu verdienen, einen schlechteren Gesundheitszustand zu haben und soziale Isolation zu erleben. Alles in allem bedeutet ein nicht erfolgreicher Übergang begrenzte Möglichkeiten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und letztlich auch ein geringeres subjektives Wohlbefinden. Zu den am stärksten benachteiligten Gruppen gehören junge Menschen mit Behinderungen. Für sie besteht ein größeres Risiko für schwierige Übergänge, da sie sehr oft stigmatisiert werden und während ihrer Schulzeit häufig in Sonderschulen unterrichtet werden. Beim Übergang zwischen Schule und Berufsleben benötigen junge Erwachsene mit Behinderungen Unterstützung, die jedoch häufig nicht ausreichend gegeben wird.
Das Hauptziel des Projekts besteht daher darin, die Übergänge von der Schule ins Berufsleben und den allgemeinen Übergang ins Erwachsenenalter von jungen Menschen mit Behinderungen zu untersuchen, die in unterschiedlich strukturierten (regionalen) Bildungssystemen und Arbeitsmärkten eingebettet sind. Um ihre Situation besser zu verstehen, analysieren wir verschiedene Perspektiven: die der jungen Erwachsenen selbst, der Arbeitgeber:innen und der Sozialarbeiter:innen.
PATH_CH-LUX liefert fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die aktuelle Situation von jungen Erwachsenen mit Behinderungen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Wir untersuchen Barrieren und Erfolgsfaktoren hinsichtlich der Bewältigung dieser Übergänge. Es werden Erkenntnisse über Institutionen, Organisationen und Personen gewonnen, um verbesserte Übergänge für junge Erwachsene mit Behinderungen zu ermöglichen – in der Schweiz, in Luxemburg und darüber hinaus.
Wir verwenden unterschiedliche, sich ergänzende Methoden: biografische Interviews mit jungen Menschen hinsichtlich ihren Erfahrungen; eine schriftliche Befragung von Arbeitgeber:innen zu Bewerber:innen mit unterschiedlichen Behinderungen und Beeinträchtigungen, sozialer Herkunft, Geschlecht und Migrationshintergrund; sowie Interviews mit Sozialarbeiter:innen, wie sie versuchen, diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Bewältigung des Arbeitsmarktes zu unterstützen.
Scientific Report: PATH_CH-LUX Kurzbericht mit zentralen Ergebnissen aus der Schweiz
Funding: CHF 595,883 by SNF https://data.snf.ch/grants/grant/215136
Projectleaders: Prof. Dr. Andreas Hadjar, Prof. Dr. Carmen Zurbriggen (Universität Fribourg), Prof. Dr. Justin Powell und Prof. Dr. Boris Traue (University of Luxembourg)
Contact: andreas.hadjar@unifr.ch
Duration: 10/2023- 09/2026
Partners: Robin Samuel, Departement of Social Sciences Center for Childhood and Youth Research University of Luxembourg
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Alumnibefragung ehemaliger Studierender
Titel
Alumnibefragung ehemaliger Studierender des deutschsprachigen Teils des Studienbereichs Soziologie, Sozialpolitik und Sozialarbeit im Departement Sozialwissenschaften der Universität Fribourg
Zusammenfassung
Der Studienbereich Soziologie, Sozialpolitik und Sozialarbeit führt regelmässig eine Befragung ehemaliger Studierender durch um zu eruieren, welchen Nutzen die Alumni aus dem Studium ziehen konnten und wie ihr berufliches Fortkommen ist. Der Studienbereich möchte durch diese Informationen überprüfen, inwiefern die angebotenen Studiengänge auf lange Sicht die Anforderungen der Alumni erfüllen. Alle ehemaligen Studierenden werden mittels eines Onlinefragebogens befragt. Die Alumni werden per Email gebeten, an der Befragung teilzunehmen. Das in diesem Projekt angewandte Instrument und die Ergebnisse können genutzt werden, um die Qualität des Studiums zu verbessern und deutlicher aufzuzeigen, welche Stärken und Schwächen innerhalb der Studienprogramme vorliegen. Es ist uns wichtig, die Sicht der ehemaligen Studierenden auf das Studienprogramm zu erheben.
Förderung: Eigenmittel
Projektmitarbeitende: Susanne Edler
Ehemalige Mitarbeitende: Sebastian Schief, Monica Budowski, Christoph Tschanz, Lena Liechti
Laufzeit: Seit 2010
