Forschung
Die Forschung am Departement für Erziehungswissenschaften untersucht interdisziplinär und transnational Bildung und Erziehung als gesellschaftliche, kulturelle und politische Phänomene. Sie sucht den Dialog zwischen wissenschaftlicher Grundlagenarbeit und gesellschaftlicher Praxis, um einen kritisch-reflexiven Beitrag zur Weiterentwicklung erziehungswissenschaftlicher Theorie und Methodologie sowie der Forschungsethik zu leisten.
Ziel ist es, Erziehungs- und Bildungsprozesse in ihrer Komplexität zu rekonstruieren und wissenschaftlich zu analysieren. Weiterhin geht es darum, wie das Soziale in unterschiedlichen Lebensphasen und Konstellationen gestaltet und ausgehandelt wird.
Forschungsschwerpunkte
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Bildung, Globalisierung und gesellschaftlicher Wandel
Dieser Schwerpunkt untersucht, wie politische, ökonomische und kulturelle Transformationsprozesse Bildung und Erziehung beeinflussen. Analysiert werden globale Dynamiken, internationale Bildungsakteure sowie Diskurse zu Wissen, Macht und sozialer Gerechtigkeit mit einem Fokus auf die Entstehung und Veränderung von Wissens- und Deutungsmustern in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten.
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Vulnerabilität, Ungleichheit und Migration
Im Fokus stehen Kindheiten und Jugendkulturen in unterschiedlichen gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten. Der Schwerpunkt verbindet theoretische und empirische Ansätze, um zu verstehen, wie Kinder und Jugendliche ihre Lebenswelten gestalten, wie Generationenverhältnisse entstehen und gestaltet werden und wie Forschung mit jungen Menschen methodisch verantwortungsvoll durchgeführt werden kann.
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(Nicht-)Nachhaltigkeit, Krisen und Zukunft
Bildung in Zeiten ökologischer, sozialer und politischer Krisen steht hier im Mittelpunkt. Untersucht werden unter anderem Bildung in Not- und Fluchtsituationen, Kindheiten in Krisenkontexten sowie Bildungspraktiken angesichts des anthropogenen Klimawandels. Der Schwerpunkt thematisiert zugleich Hoffnung, Resilienz und Verantwortung in der Auseinandersetzung mit Bildungsfragen der Zukunft.
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Political Governance, Teilhabe und Gerechtigkeit
Dieser Schwerpunkt analysiert bildungspolitische Steuerung, educational leadership und institutionelle Rahmenbedingungen von Bildungsprozessen. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Governance, der Professionalisierung und des Zusammenhangs von politischem Handeln und pädagogischer Praxis.
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Forschungsansätze und Methodiken
Die Forschung am Departement für Erziehungswissenschaften ist theoretisch fundiert, methodisch reflektiert und empirisch vielfältig. Unsere Arbeiten beruhen auf einem kritischen Verständnis von Forschung als sozialem und erkenntnistheoretischem Prozess. Qualitative Verfahren der Sozialforschung bilden den Schwerpunkt, ergänzt durch quantitative und mixed-methods-Ansätze, wo sie zur Beantwortung komplexer Fragestellungen beitragen.
Zentrale methodologische Prinzipien sind Reflexivität, Kontextsensibilität und ethische Verantwortung gegenüber den beteiligten Personen und Feldern. Theorieentwicklung und Empirie stehen in einem wechselseitigen Verhältnis: Konzepte entstehen im Dialog mit Daten, und Forschungsergebnisse tragen zur Weiterentwicklung theoretischer Perspektiven bei.
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Projekte und Kooperationen
Das Departement ist in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten aktiv. Unsere Projekte verbinden wissenschaftliche Grundlagenarbeit mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und entstehen häufig in Kooperation mit Hochschulen, Schulen, NGOs oder politischen Institutionen.
