Förderprogramm für pädagogische Initiativen «KI und Lehre» 2026–2027

Das Programm «KI und Lehre» zielt darauf ab, die Konzeption, Erprobung und Entwicklung von Lehrpraktiken zu unterstützen, die künstliche Intelligenz (KI) an der Universität Freiburg integrieren. Es ist Teil des Projekts EduKIA (2025–2026), getragen von der Universität Freiburg und der HES-SO und unterstützt von swissuniversities im Rahmen des Programms PgB Open Education & Digital Competencies.

Le dispositif en bref

Mit einem Gesamtfonds von CHF 48'000.– für 2026–2027 ermöglicht das Programm «KI und Lehre» die Unterstützung von bis zu sechs Projekten mit einer maximalen Finanzierung von CHF 8'000.– pro Projekt.

Über die finanzielle Unterstützung hinaus bietet das Programm eine technisch-pädagogische und methodische Begleitung durch die Dienststelle DidaNum, um den Start und die Umsetzung der Initiativen zu erleichtern.

 

Ziele des Programms:

  • pädagogische Initiativen konkretisieren und erproben;
  • deren Umsetzung begleiten;
  • die Erfahrungen dokumentieren und konkrete Erkenntnisse daraus ableiten;
  • die entwickelten Praktiken teilen und valorisieren;
  • interdisziplinäre Kooperationen und die Kontinuität der Initiativen fördern.

 

Was kann die Finanzierung unterstützen? 

Die Finanzierung mit einem Höchstbetrag von CHF 8'000.– pro Projekt kann für Ressourcen eingesetzt werden, die direkt für die Konzeption, Entwicklung und Umsetzung des Projekts erforderlich sind.

Beispielsweise und je nach Art und Bedarf des Projekts kann die Finanzierung insbesondere beitragen zu:

  • der Einstellung von Hilfspersonal mit spezifischen, für die Projektdurchführung nützlichen Kompetenzen;
  • dem Beizug von Expert:innen im Bereich KI, Hochschuldidaktik oder der betreffenden Fachdisziplin;
  • dem Beizug von Spezialist:innen aus der Berufspraxis, wenn deren Expertise zur Projektdurchführung beiträgt;
  • der Einbindung von Studierenden, insbesondere im Rahmen einer Co-Konzeption, Entwicklung oder Erprobung.

Die zuschussfähigen Ausgaben und die Bedingungen für die Verwendung der Finanzierung sind im Dokument «Beschreibung des Förderprogramms für pädagogische Initiativen KI und Lehre 2026–2027» festgehalten.

 
 

Arten von zuschussfähigen Projekten

  • Erstellung eines fachspezifischen Werkzeugkastens

    Ein fachspezifischer Werkzeugkasten könnte KI-bezogene Ressourcen und Tools bündeln und strukturieren, ausgewählt nach den Besonderheiten der Fachdisziplin und der betreffenden Lehr- und Lernaktivitäten. Er würde Dozierenden und Studierenden ausgewählte, dokumentierte und an ihren Kontext angepasste Ressourcen zugänglich machen. So würde er die Auseinandersetzung, Nutzung und kritische Reflexion über den Einsatz von KI im Zusammenhang mit den Praktiken, Bedürfnissen und Aufgaben der betreffenden Fachdisziplin unterstützen.

    Inspirierendes Beispiel

    MyPLE.chEin frei zugänglicher Werkzeugkasten mit ausgewählten Ressourcen und Informatiktools zur Unterstützung von Studierenden bei Aufgaben, die mit ihrer Studientätigkeit verbunden sind.

  • Durchführung eines dokumentierten pädagogischen Experiments

    Ein exploratives Projekt könnte die Konzeption und Erprobung eines KI-integrierenden Lehransatzes ermöglichen, insbesondere im Rahmen einer Lehrveranstaltung oder eines Seminars, um dessen Beiträge, Grenzen und Umsetzungsbedingungen zu identifizieren. Die durchgeführte Experimentierung sollte dokumentiert werden, um daraus Erkenntnisse ableiten zu können.

    Inspirierendes Beispiel

    Lernen mit einem personalisierten «Chatbot» (UniNE)Experiment im Rahmen einer Master-Lehrveranstaltung mit einem personalisierten KI-Assistenten namens Brian – The AI Tutor for Adaptative Learning, der die Studierenden beim Lernen begleitet. Das Projekt, durchgeführt von einer Dozierenden mit Unterstützung der Stelle Lehre und Pädagogik der UniNE, veranschaulicht die Integration eines KI-Systems in einen spezifischen Lehrkontext.

  • Konzeption eines Projekts vom Typ «Career Design»

    Projekte vom Typ Career Design könnten die Studierenden auf die durch KI bedingten Veränderungen ihrer Berufsdomäne vorbereiten. Sie könnten sich insbesondere mit der Entwicklung von Berufen und Tätigkeiten, aufkommenden Kompetenzen, der Erprobung sektorspezifischer Tools, der Simulation beruflicher Situationen oder der Mensch-KI-Kollaboration befassen. Sie könnten zudem Expert:innen aus der Berufspraxis einbeziehen, um die Lerninhalte mit den Realitäten und Entwicklungen der Berufe zu konfrontieren. Ziel wäre es, fachliche Kompetenzen, das Verständnis beruflicher Transformationen und einen relevanten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit KI zu verbinden.

    Inspirierendes Beispiel
    Career Design - Préparer le corps estudiantin à une entrée réussie sur le marché du travail (HES-SO)Ein Projekt zur Vorbereitung der Studierenden auf ihren Berufseinstieg durch einen kompetenzbasierten Ansatz, eine reflexive Haltung und die Erprobung authentischer Rekrutierungssituationen. Das Programm ermöglicht es den Studierenden insbesondere, ihre Kompetenzen hervorzuheben und ihre berufliche Laufbahn zu planen.
  • Aufbau und Leitung einer Praxisgemeinschaft

    Eine Praxisgemeinschaft könnte regelmässig Angehörige der Universitätsgemeinschaft rund um das Thema der pädagogischen Integration von KI zusammenbringen. Sie würde den Austausch von Erfahrungen, das Bündeln von Praktiken und Ressourcen, die gemeinsame Erprobung neuer Ansätze und die Entwicklung gemeinsamen Wissens ermöglichen. So würde sie die Zusammenarbeit und die Entwicklung relevanter, kritischer und verantwortungsvoller Lehrpraktiken im Umgang mit KI fördern.

    Inspirierendes Beispiel

    Community of Practice « Digital Learning and Teaching in Sports » (HEFSM)

    Eine Praxisgemeinschaft für digitales Lehren und Lernen, die es den Mitgliedern ermöglicht, ihre Kompetenzen und Praktiken zu teilen, ihre Erfahrungen zu dokumentieren und neue Lehrformate zu entwickeln. Dieses Modell liesse sich auf die pädagogische Integration von KI auf Ebene eines Departements, einer Fakultät oder in interfakultärer Perspektive übertragen, um den Austausch, das Bündeln von Ressourcen und die gemeinsame Entwicklung von Praktiken zu fördern.

  • Umsetzen eines SoTL-Ansatzes (Scholarship of Teaching and Learning)

    Ein Projekt im Rahmen eines SoTL-Ansatzes (Scholarship of Teaching and Learning) könnte Dozierenden ermöglichen, eine KI-integrierende Lehrpraxis systematisch und kritisch zu untersuchen, gestützt auf theoretische Rahmen und bei Studierenden erhobene Daten. Es zielt darauf ab, die Wirkungen dieser Praxis auf Lehre und Lernen zu analysieren, um die pädagogischen Einsatzmöglichkeiten von KI besser zu verstehen und die Praktiken auf Grundlage der Ergebnisse weiterzuentwickeln.

    Mehr über den SoTL-Ansatz und die Begleitung durch die Dienststelle DidaNum erfahren Sie unter:

    accompagnement/sotl/

  • Pädagogische Co-Konzeption mit Studierenden

    Ein Projekt zur pädagogischen Co-Konzeption könnte Dozierende und Studierende an der Gestaltung von pädagogischen Szenarien, Aktivitäten oder KI-integrierenden Ressourcen beteiligen. Die Einbeziehung der Studierenden würde es ermöglichen, deren Bedürfnisse, Erfahrungen und Nutzungsweisen zu berücksichtigen, ohne dabei die fachspezifischen Kenntnisse, Methoden und Kompetenzen aus dem Zentrum des Lernens zu verdrängen. Die entwickelten Ressourcen oder Aktivitäten könnten anschliessend beim Zielpublikum erprobt und anhand der gesammelten Rückmeldungen angepasst werden.

    Inspirierendes Beispiel

    Formation IA générative en droit à l’UQAM

    Kollaborative Entwicklung einer asynchronen Schulung, die Studierende der Rechtswissenschaften an generative KI und deren verantwortungsvollen Einsatz heranführt, ohne dabei den kritischen Geist und die Methodik der Rechtswissenschaften zu vernachlässigen. Studierende haben an der Ausarbeitung, Szenarisierung und Produktion von Ressourcen mitgewirkt. Nach einer ersten Erprobung in zwei Kursen ermöglichten ihre Rückmeldungen zudem die Identifikation von Verbesserungspotenzialen.

Verfahren zur Projekteinreichung und Dokumente 

Die Bewerbung erfolgt über das Formular zur Projekteinreichung, das vollständig ausgefüllt und unterzeichnet spätestens am 31. Januar 2027 der Programmkoordinatorin zu übermitteln ist.

Vor Einreichung ihrer Bewerbung werden die Gesuchstellenden eingeladen, die detaillierte Beschreibung des Programms zur Kenntnis zu nehmen, die unten zum Download bereitsteht.

Wichtige Daten

  • 2.11.26: Lancierung der Projektausschreibung
  • 31.01.27: Einreichungsfrist
  • 17.02.27: Mitteilung des Entscheids an die Bewerber:innen
  • du 22 au 26.02.27: Kick-off-Sitzungen mit den Projektleitenden

Kontakt

Laura Cattaneo, Koordinatorin des Programms

 laura.cattaneo@unifr.ch