DIDAREL: Kollaboratives und didaktisches Entwicklungsprojekt im religionskundlichen Unterricht zur religiösen Mobilität von Kindern und Jugendlichen
Leitung:
Jeanne Rey, Petra Bleisch, Guillaume Chatagny
Partnerinstitutionen:
Céline Pernet (Association Recherche Ethnologie Cinéma), Sélima Chibout (AREC), Baptiste Aubert (AREC), Alice Sala (AREC), Yves Dutoit (Editions Agora), Beatrice Kümin (PH Zürich), Arnd Brandl (PH Zürich), Aline Baumgartner (HEP Vaud), Nicole Durisch Gauthier (HEP Vaud), Urs Schellenberg (PH Zürich), Yvan Droz (IHEID), Yonatan Gez (University Institute of Lisbon), Junior Manizao (école d’Estavayers-le-Lac), Özcan Yurdakul (école Heitera), Sabine Harris (école d’Autigny), Sarah Gremaud (école de la Condémine), Llokman Sadiku (école de Riaz), Céline Marti-Grandjean (collège Saint-Michel), Nathalie Magnin (collège Saint-Michel), Céline Dupré (GIB), Melanie Stempfel (Kollegium Heilig Kreuz und Universität Freiburg
Finanzierung:
Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
Laufzeit:
2023 - 2027
Zusammenfassung
Ein Teil der Kinder und Jugendlichen wächst in einem religiös vielfältigen Umfeld auf. Dieser Aspekt wird jedoch in den bestehenden Unterrichtsmaterialien für Religionskunde kaum berücksichtigt, wo der vorherrschende Ansatz dem Paradigma der «Weltreligionen» folgt. Dieses zweisprachige Projekt zielt darauf ab, Unterrichtsmaterialien für den religionskundlichen Unterricht in der Primarstufe (Zyklus 2) und Sekundarstufe II zu entwickeln. Es überträgt Erkenntnisse aus der Religionsanthropologie und konzentriert sich auf Konzepte der religiösen Mobilität, um religiöse Praktiken so zu erfassen, wie sie im Alltag von Kindern und Jugendlichen gelebt werden. Diese Konzepte ermöglichen es, eine Essentialisierung der Religionszugehörigkeit zu vermeiden und die Darstellung einer exklusiven, stabilen und monolithischen religiösen Identität zu hinterfragen.
Das Projekt basiert auf einer Zusammenarbeit mit Schüler:innen der Primarstufe und Sekundarstufe II sowie mit Lehrpersonen. Es umfasst die Produktion von zwei Filmen durch professionelle Filmemachende, die dazu dienen, mit Kindern (im Alter von 8 bis 12 Jahren) und Jugendlichen (im Alter von 16 bis 18 Jahren) Fragen der Auswirkungen religiöser Mobilität auf unser Verständnis von Religion und religiösen Identitäten nachzugehen. In Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Fachdidaktiker:innen werden Unterrichtsmaterialien entwickelt, die für jede Zielstufe einen Film und didaktische Anregungen beinhalten. Teil des Projektes ist es zudem, in Weiterbildungen für Lehrpersonen anhand der Unterrichtsmaterialien in einen kritischen Austausch über die Relevanz und Grenzen des Weltreligionenparadigmas für den religionskundlichen Unterricht zu kommen.
Publikationen
- Bleisch, P., & Schwab, A. (2023). The ‘world religions paradigm’ as the organising principle of didactic action - a case study. British Journal of religious education, 45(2), 148-161.
- Gez, Y. N., Droz, Y., Rey, J., & Soares, E. (2021). Butinage: The Art of Religious Mobility. University of Toronto Press.
- Rey, J. (2023). Religious Butinage: Developing a Teaching Resource for Religious Studies through Dialogue with Teachers and Students (Grant number 215799). Swiss National Science Foundation.
