Uni-Informel – Fragen über Fragen

Uni-Informel – Fragen über Fragen

Bei Uni-Info sind wir mit vielen Fragen konfrontiert – Fragen über Fragen also. Doch manchmal fragen wir uns, wie die Leute überhaupt auf ihre Fragen kommen.

Neben der täglichen Dosis Absurdität und Weltfremdheit der ganz normalen skurrilen Fragen, gibt es auch solche, die auf den ersten Blick ziemlich vernünftig daherkommen, bis sich dahinter ungeahnte Abgründe auftun.

Aus dieser Kategorie präsentiere ich meine Top 5:

Nummer 5: „Wo ist das Sekretariat der Uni?“

Ein Klassiker, oder besser gesagt: der Klassiker. Auf die Rückfrage „Welches Sekretariat suchen Sie denn?“ wird meist die Frage wiederholt, einfach mit neuer Betonung: „Wo ist das Sekretariat der Uni?“ – oder es folgt leicht betretenes Schweigen.

Nummer 4: „Wo ist mein Brief?“

Gestellt von einer Studentin, die noch keine Wohnung in Freiburg hatte und deshalb jemandem als Adresse einfach ihren Namen, gefolgt von „Universität Freiburg – 1700 Freiburg“, angegeben hatte. Dann hat sie ihren Briefkasten nicht gefunden und kam zu Uni-Info. Ob sie ihren Brief erhalten hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Nummer 3: „Can I speak to a manager of the University, please?“

Eine Anruferin aus London wollte einen Manager der Universität sprechen, irgend einen, unbedingt – und zwar sofort. Also bot ich mich als „Manager“ von Uni-Info gleich selber an. Dann fragte sie mich allen Ernstes gleich als Erstes: „Do you own the University?“ Nachdem mein Gelächter abgeebbt war, stellte sich heraus, dass die Dame irgendwelche Börsenprodukte verkaufen wollte. Sie rief dann noch mehrmals an, obwohl ich ihr glaubhaft zu versichern versuchte, als milliardenschwerer Erbe hätte ich schon mehr als genügend Geld.

Nummer 2: „Wie kontaktiere ich die Biologen?“

Bei dieser Frage gab ich zuerst mehrere „falsche“ Antworten, bis ich endlich begriffen hatte, was die Dame eigentlich wollte: Sie wollte ihr Einfamilienhaus in der Nähe von Freiburg an einen Biologieprofessor verkaufen. Warum zum Beispiel Historiker oder Chemiker nicht in Betracht kämen, habe ich dann nicht nachgefragt.

Nummer 1: „Wo ist das Büro von Frau X?“

Ein wunderbares Beispiel einer ganz simplen und normalen Frage, bis man merkt, dass mit Frau X eine Studentin gemeint ist. Büros für Studis? Bei gut 10‘000 Studierenden ergäbe dies eine ziemlich imposante Menge an Bürofläche.

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Author

Studierte Ende des 20. Jh. an der Universität Freiburg, arbeitete danach ein Weile im Bundeshaus – für eine Bundesrätin die auch in Freiburg studiert hat. Seit 2006 an der Universität Freiburg angestellt, zuerst in verschiedenen Funktionen an der RW Fakultät, seit 2010 Leiter von Uni-Info.

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