Dominik Schoebi, 
Dekan

 

Philosophische Fakultät

Was beschreibt das Jahr 2021 für die Philosophische Fakultät am besten? Momentan ist man stets geneigt, an die Pandemie und ihre Auswirkungen zu denken. Dabei gehen jedoch Ereignisse vergessen, die wahrscheinlich mittelfristig für die Fakultät und ihre Departemente ebenso prägend sein werden. Das Jahr 2021 stand im Zeichen von vielen personellen Veränderungen, von Projekten der internen Reorganisation von Finanzen und personellen Ressourcen. Dazu stehen Neuerungen am Horizont, die für die Fakultät Veränderungen bringen werden und deshalb Fragen aufwerfen.

Rücktritte, Neuberufungen

Im vergangenen Jahr sind, auf allen Ebenen, besonders viele Rücktritte erfolgt oder angekündigt worden. Diese Abschiede erfolgen auch nach vielen Jahren des Wirkens oft still und schnell und es ist schön zu sehen, wenn in vielen Fällen ein Bezug und der Kontakt zur Fakultät erhalten bleibt. Rücktritte werden von Neubesetzungen begleitet, die oft auch neue Richtungen und frischen Wind mit sich bringen. Dass dies Auswirkungen auf die «Chemie» in den Departementen und in der Fakultät hat, steht ausser Frage und so müssen sich bei einigen Veränderungen die Departemente wieder neu finden, eine neue Balance und neue Routinen finden.

Markant für die Fakultät ist sicherlich der Abschied der Dekanin Prof. Bernadette Charlier, die nach zwei Amtsperioden und unzähligen Stunden engagierter Arbeit für die Fakultät und für die Departemente die Fakultätsleitung übergeben hat. Für ihren grossen Einsatz und die Aufgleisung vieler Projekte, stets geprägt von Optimismus und dem Anliegen, möglichst die Bedürfnisse aller zu berücksichtigen, gebührt ihr ein grosser Dank.

Reorganisation, Reallokationen, und ein neues Zentrum

Das vergangene Jahr stand für die Fakultät auch im Zeichen einer intensiven Reflexion über das eigene Funktionieren, angestossen durch die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen und die Notwendigkeit interner Reallokationen. Verschiedene Phasen dieser Reflexion konnten mit konkreten Resultaten abgeschlossen werden, wie zum Beispiel der Reallokation und Reorganisation der finanziellen Mittel und Fonds.

Der Entscheid des Staatsrats, ein Zentrum für die Ausbildung von Lehrkräften unter dem Dach der Universität zu schaffen, ist ein wichtiges Zeichen des Vertrauens in unsere Institution. Er kündigt aber auch tiefgreifende Veränderungen an, die unsere Fakultät stark betreffen werden. Wir werden Kolleg_innen und Mitarbeiter_innen ziehen lassen müssen und viele Departemente werden intensiv mit diesem Zentrum zusammenarbeiten.

Zwischen Home-Office und Präsenzunterricht

Der Fakultätsalltag war im Jahr 2021 von der Pandemie gekennzeichnet. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr war es wichtig, im Herbst wieder einen Grossteil der Aktivitäten in Präsenz aufnehmen zu können. Die sich ständig verändernde Situation hat uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und es wurde uns allen viel Flexibilität abgefordert. Vor allem die administrativen Mitarbeiter_innen im Dekanat haben einen grossen Beitrag zur Bewältigung der Situation geleistet und so hat die Fakultät immer funk­tioniert – und sie hat gut funktioniert.

Verliehene Diplome 2021 *

Bachelor 530
Master 413
Doktorate 43
Postgraduierte Diplome 81

* Gemäss Definition des Bundesamts für Statistik (BFS) – Als Zeitpunkt gilt der Monat, in dem der letzte Teil der Prüfung abgelegt wurde.