BA-Seminar: Performativ! Anthropologische, sprachphilosophische und ästhetische Dimensionen (ars, leh)
UE-L01.02749

Dozenten-innen: Alloa Emmanuel
Kursus: Bachelor
Art der Unterrichtseinheit: Seminar
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: FS-2026

Der sogenannte performative turn, der die Geistes- und Sozialwissenschaften erfasste, verlagerte das Augenmerk von den Gegenständen, die als Repräsentationen von Kultur gelten, auf dynamische Prozesse, in denen Sinn gesellschaftlich hergestellt wird. Neben der Sprechakttheorie, die sich dafür interessiert, wie Sprache Wirklichkeit weniger abbildet als vielmehr hervorbringt, kamen maßgebliche Hinweise aus der anthropologischen Ritualforschung, aber auch aus der Performance-Kunst. In dem Seminar geht es darum, ein Verständnis dieser für den heutigen Diskurs einflussreichen Kontexte zu gewinnen, aber auch die unterschiedlichen und teils sogar widersprüchlichen Auffassungen von Performativität herauszuarbeiten.


Lernziele

Einführung in einen kultur- und sozialwissenschaftlichen Grundbegriff; Schärfung der analytischen Reflexionskompetenzen; Übung der eigenen philosophischen Ausdrucksfähigkeiten (schriftlich wie mündlich)


Dokumentation

Die Texte werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Bibliographie (zur Vorbereitung): Erika Fischer-Lichte, Ästhetik des Performativen, Frankfurt/M 2004.

Uwe Wirth (Hg.) Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaft, Frankfurt/M 2002.

John L. Austin, Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with words), Stuttgart 1972.