Liturgiewissenschaft. Tagzeitenligurgie als Chance für Kirche und Spiritualität. Eine Gottesdienstform im ökumenischen Gespräch. Seminar
UE-TTH.00857

Dozenten-innen: Klöckener Martin, Schweyer Stefan, Vennemann Miriam Geraldine
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Seminar
ECTS: 4
Sprache-n: Deutsch
Semester: SA-2021

Die Tagzeitenliturgie zählt zu den bedeutenden Gottesdienstformen in den Kirchen des Westens wie des Ostens. In der römisch-katholischen Kirche war sie jahrhundertelang in Form des Breviers, zu dem Priester und Bischöfe verpflichtet waren, sowie durch die gemeinschaftlichen Feiern in den Orden bekannt. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat es eine grundlegende Neuorientierung gegeben. Dennoch sind die Reformziele nur ansatzweise verwirklicht worden. In den Kirchen der Reformation ist das Stundengebet zum grössten Teil im Zuge der Reformation aufgegeben worden; jedoch gibt es auch hier intensive Bemühungen um eine Wiedereinführung in angepassten Formen. Im ökumenischen Miteinander von Studierenden der Universität Freiburg und der STH Basel sollen Modelle aus der Geschichte aufgearbeitet und heutige Herausforderungen und Chancen dieser liturgischen Form in den diversen Traditionen benannt werden. Verbunden wird dies mit gemeinsamen liturgischen Erfahrungen in der katholischen und der reformierten-freikirchlichen Tradition.


Dokumentation

Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe. Hg. von Martin Klöckener und Heinrich Rennings in Verb. mit dem Liturgischen Institut Trier (Festschrift für Lucas Brinkhoff OFM). Freiburg/Br. [u.a.] 1989.

Paul Ringseisen, Morgen- und Abendlob mit der Gemeinde. Geistliche Erschließung, Erfahrungen und Modelle. Neuausgabe. Mit einem Beitrag von M. Klöckener. Freiburg/Br. [u.a.] 2002.

Tagzeitenliturgie. Ökumenische Erfahrungen und Perspektiven – Liturgie des Heures. Expériences et perspectives oecuméniques. Hg. von Martin Klöckener – Bruno Bürki. Fribourg 2004.

Angelus Albert Häussling, Tagzeitenliturgie in Geschichte und Gegenwart. Historische und theologische Studien. Hg. von Martin Klöckener. Münster 2012 (LQF 100).