D’ici et d’ailleurs
Fribourg, ville d'études – le regard d'une Luxembourgeoise
Comment se déroule le parcours de bachelor à l'Université de Fribourg pour une étudiante internationale? Joana nous offre un petit aperçu.
Joana Da Natividade Costa est originaire du Luxembourg et suit des études bilingues d'histoire en branche principale et de sciences de la communication en branche secondaire à l'Université de Fribourg. Contrairement à un séjour Erasmus, la Luxembourgeoise ne passe pas seulement un semestre à Fribourg mais y effectue la totalité de ses études de bachelor. Elle est actuellement en fin de deuxième année et terminera ses études dans notre faculté l’année prochaine. Durant notre conversation, elle nous parle de ses premières impressions sur Fribourg, des différences culturelles, des enjeux linguistiques et de ce que son expérience en Suisse lui a appris sur elle-même.
Entre les prises électriques surprenantes, les matchs de hockey et les randonnées, Joana montre à quel point la vie à Fribourg peut être variée. À Fribourg, elle fait non seulement de nouvelles expériences linguistiques, mais elle se fait aussi des ami·e·s et découvre les joies de la montagne. Après ses études, Joana prévoit de faire son master à Vienne ou à Berlin parce qu’elle a beaucoup appréciée son expérience en Suisse. Elle prévoit ensuite de retourner au Luxembourg, où vit sa famille. Toutefois, la Suisse, avec ses montagnes enneigées «en arrière-plan» et ses nouvelles amitiés, restera longtemps gravée dans sa mémoire.
Remarque : l'interview ayant été réalisée en allemand, les questions comme les réponses ne sont pas traduites.
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Was war dein erster Eindruck, als du angekommen bist?
An meinem ersten Tag habe ich die Stadt erkundet und war positiv überrascht, wie viel es hier zu entdecken gibt. Ein grosser Schock war es allerdings, als ich meine elektrischen Geräte nicht aufladen konnte, da es hier andere Steckdosen gibt.
Das Sportangebot der Uni hat mich sehr überzeugt. Aber auch das Programm ausserhalb: Schon in den ersten Wochen bin ich an ein Hockeyspiel gegangen. Es war mega! Ich habe schon immer davon geträumt, einmal in Kanada zu studieren und alles zu erleben, was dazugehört. Ein Hockeyspiel zu besuchen, war deshalb fast wie ein kleiner Traum. So habe ich hier ein Stück Kanada gefunden, und inzwischen bin ich ein Gottéron-Fan geworden. Es hat mich sehr gefreut mitzuerleben, wie sie zum ersten Mal die Schweizer Meisterschaft gewonnen haben.
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Wie hast du dich auf den Austausch vorbereitet?
Einmal im Jahr gibt es ein Luxemburger-Treffen, bei dem die Uni Freiburg Interessierten aus dem Luxemburg vorgestellt wird. Diesen Anlass habe ich auch besucht. So wusste ich auch, dass es noch andere Luxemburger_innen gibt. Es war auch beruhigend zu wissen, dass man ein Netzwerk hat um Fragen zu stellen und pour avoir un petit repère.
Bei meiner Vorbereitung habe ich die Social-Media-Kanäle der Uni angeschaut, und erst dabei habe ich realisiert, dass hier ein Dialekt gesprochen wird. Das war ein bisschen ein Schock.
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Was hast du über die Schweiz gewusst, bevor du gekommen bist?
Ich wusste, dass es drei Sprachen, viele Berge und eine hübsche Natur gibt. Auf die Natur habe ich mich sehr gefreut, sodass ich meine Wanderschuhe eingepackt habe. Bis jetzt war ich sehr viel wandern. Meine Lieblingswanderung bis jetzt war die Wanderung vom Grund in Kandersteg bis zum Oeschinensee während den Sommerferien.
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Hast du schon neue Freundschaften geschlossen? Wie war das am Anfang?
Das ging hier sehr schnell - vor allem wegen des Sports. Zudem sind die Personen in meinen Studienfächern sehr freundlich. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fühlte ich mich an der Uni schnell willkommen.
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Gibt es kulturelle Unterschiede, die dich überrascht haben – zum Beispiel beim Essen, beim Alltag oder beim Humor?
Ja, es gibt einige kulturelle Unterschiede, die mich überrascht haben. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Ähnlichkeiten. Luxemburg ist zum Beispiel sehr multikulturell, und das merkt man sofort, weil man dort viele verschiedene Sprachen hört, wie Italienisch und Portugiesisch. Das hat Freiburg auch. Die Stadt erinnert mich in vieler Hinsicht an unsere Hauptstadt, vor allem mit der Altstadt, dem Tal und dem Fluss. Deshalb wirkt vieles vertraut, obwohl ich in einer neuen Umgebung bin. In Freiburg habe ich mich, ausserhalb der Berge, nie allzu fremd gefühlt.
Auch findet sehr viel früher statt: Man isst früher zu Abend, geht früher schlafen und die Geschäfte haben kürzere Öffnungszeiten. Das Essen ist voll okay. Der Humor ist ein bisschen anders, aber aufgrund der Sprachbarriere kann ich nicht gleich am Humor teilnehmen, wie im Luxemburgischen. Wir Luxemburger_innen sind oft second degré also sarkastisch, und das sind die Schweizer eher weniger.
Zudem sind die Menschen hier überpünktlich. Das ist schon krass, wie Leute so viel früher vor Ort sind. Das haben wir nicht. Wir Luxemburger_innen sind pünktlich, aber die Schweizer_innen sind überpünktlich!
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Was vermisst du an Luxemburg, und was würdest du gerne aus der Schweiz mitnehmen?
Am meisten vermisse ich meine Familie und meine Freunde in Luxemburg. Weil viele meiner Freunde, genau wie ich, im Ausland studieren, ist es nicht einfach, sich wiederzusehen, da alle unterschiedliche Ferien haben. Vor allem fehlen mir diese kleinen gemeinsamen Momente. Zum Beispiel, wenn jemand Geburtstag hat und ich nicht dabei sein kann. Gerade solche Situationen lassen einen die Heimat vermissen- und natürlich die Steckdosen!
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Wie kommst du mit den Sprachen zurecht?
Am Anfang war es für mich sehr ungewohnt, Deutsch und Französisch im Alltag zu sprechen. Ich hatte die Sprachen zwar in der Schule gelernt, sie davor aber nie wirklich aktiv benutzt. Deshalb musste ich am Anfang oft nach den richtigen Wörtern suchen. Mit der Zeit wurde es aber immer einfacher, und heute spreche ich viel flüssiger.
Nach den Ferien brauche ich manchmal immer noch einen kleinen Moment, um wieder richtig hineinzukommen, besonders wenn ich längere Zeit in Luxemburg war. Aber auch das wird mit der Zeit einfacher, und inzwischen finde ich nach den Ferien viel schneller wieder in den Sprachalltag zurück.
Da ich zweisprachig studiere, passiert es mir auch manchmal, dass ich vergesse, die Sprache zu wechseln. Ich hatte schon lustige Situationen, in denen ich mit einer französischsprachigen Person plötzlich Deutsch gesprochen habe, und erst an ihrem Blick gemerkt habe, dass ich in der falschen Sprache unterwegs war, und umgekehrt habe ich schon mit einer deutschsprachigen Person Französisch gesprochen. Genau solche Momente finde ich aber auch schön, weil sie zeigen, wie mehrsprachig der Alltag hier ist. Mir gefällt es sehr, dass man ständig zwischen den Sprachen wechselt. Und wenn man ein Wort in der einen Sprache nicht findet, sagt man es einfach in der anderen, und trotzdem versteht man sich perfekt.
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Was hast du durch den Austausch bisher über dich selbst gelernt?
Durch das Studium hier musste ich lernen, wie ich alleine zurechtkomme: Wenn ich krank bin, Fragen habe oder administrative Probleme habe, können mir meine Eltern nicht helfen. Das hat mich sehr eigenständig und organisiert gemacht.
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Gibt es etwas, das du dir vorgenommen hast, bevor dein Aufenthalt endet?
Definitiv noch mehr die Schweiz bereisen. Ich möchte noch mehr wandern und andere Orte sehen. Die Zeit hier möchte ich geniessen. Die Berge sind einfach wunderschön, und das gibt es in Luxemburg nicht. Am meisten werde ich die Seen und Berge, aber auch die Leute, die ich kennen gelernt habe, vermissen.
