An der Universität Freiburg versammelte die 17. Jahreskonferenz der Swiss Society of Sport Science am 11. Und 12. Februar 2026 führende Forschende und Praxisexpert_innen, um neueste Erkenntnisse zu Sporternährung, Gesundheit und gesellschaftlicher Verantwortung im Sport zu diskutieren.
Zwei Tage lang stand die Universität Freiburg im Zeichen aktueller sportwissenschaftlicher Forschung. Im Zentrum der diesjährigen Konferenz stand die Rolle von Ernährung als Schlüssel für Leistungsfähigkeit und langfristiges Wohlbefinden. Keynotes, Symposien und Panels brachten Grundlagenforschung mit praktischer Anwendung zusammen und zeigten, wie eng Trainingswissenschaft, Medizin und Public Health heute verflochten sind. Diskutiert wurde unter vielen anderen Themen die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse gerechter und inklusiver angewendet werden können, etwa im Hinblick auf den Gender Gap im Sport. Noch immer basiert ein grosser Teil der Trainings- und Ernährungsforschung nämlich auf männlichen Referenzdaten, was zu strukturellen Nachteilen für Athletinnen führt.
Auch andere gesellschaftliche Themen rückten stärker in den Fokus. Eines der Symposien am zweiten Tagungstag beleuchtete beispielsweise zwischenmenschliche Gewalt im Sport auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene. Forschende zeigten, wie schwer Gewalt oft erkannt wird, welche Rolle Betreuungspersonen spielen und welche psychischen Folgen etwa gewichtsbezogene Abwertung für junge Sportler_innen haben kann.
Gemeinsames Mitfiebern
Über die Mittagszeit verwandelte sich eine Aula kurzfristig in eine gemeinsame Fan-Zone: Während des Live-Streams des Olympic Super-G der Frauen und Männer verfolgten viele Teilnehmende das Rennen zwischen Lunch und Fachgesprächen. Die Stimmung schwankte zwischen konzentrierter Stille und spontanen emotionalen Reaktionen.
Im Wandel
Die abschliessende Podiumsdiskussion griff zentrale Spannungsfelder zwischen Forschung, Praxis und Gleichstellung auf zum Thema Ernährung im Sport. Davor gab es eine Einführung von der Schweizerischen Gesellschaft für Sporternährung (SSNS) in das Thema angewandte Ernährung im Spitzensport. Die Konferenz macht deutlich: Sportwissenschaft ist längst mehr als Leistungsoptimierung, sie ist auch eine Debatte über Verantwortung, Schutzräume und faire Bedingungen für alle Beteiligten.
Hier ein paar visuelle Eindrücke von der Veranstaltung.
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- Tagung
- Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz SGS
- Abteilung Medizin der Unifr
- Swiss Sports Nutrition Society SSNS




