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Geowissenschaften: Nachhaltige Wasser-Nutzungsstrategien für die Zukunft entwickelt


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Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nachhaltige Wassernutzung» (NFP 61) war ein Forschungsteam von Geographen des Departments für Geowissenschaften der Universität Freiburg massgeblich an der Studie «MontanAqua» beteiligt. Die Forschenden haben unter anderem wichtige Gletschermessungen durchgeführt sowie soziale, politische und institutionelle Aspekte des Wassermanagements unter die Lupe genommen und Lösungsansätze für nachhaltige Wasser-Nutzungsstrategien entwickelt.


Der Stausee von Tseuzier: eine wichtige Wasser-Reserve für die Region Crans-Montana/Sierre. Foto: E. Reynard

Das Forschungsteam des Departments für Geowissenschaften der Universität Freiburg unter der Leitung von Prof. Olivier Graefe war verantwortlich für die sozio-ökonomischen und institutionellen Aspekte des Projekts «MontanAqua: Ansätze zum Umgang mit Wasserknappheit in den Alpen – Wasserbewirtschaftungsoptionen für die Region Crans-Montana-Sierre». Im hydrologischen Teilprojekt leiteten Prof. Martin Hoelzle und Dr. Matthias Huss des Departments für Geowissenschaften die glaziologischen Untersuchungen und führten die Messungen am Plaine Morte Gletscher durch. Die Forscher haben Modelle zur Form und Masse des Gletschers erstellt und die Geschwindigkeit des Abschmelzens bis zu seinem Verschwinden berechnet.

Wasserverteilung im Fokus


In Kooperation mit den Universitäten Lausanne und Bern und mit Unterstützung der lokalen Behörden hat die Freiburger Forschungsgruppe in den letzten vier Jahren die Wasserverteilung in der Region Crans-Montana-Sierre zeitlich und räumlich untersucht. Prof. Olivier Graefe und Doktorandin Christine Homewood waren zuständig für die sozialen und politischen bzw. institutionellen Aspekte des Wassermanagements. Sie interessierten sich vor allem für die geschichtlichen, machtpolitischen und rechtlichen Hintergründe der Wasserverteilung. In enger Zusammenarbeit mit Vertretern der lokalen Behörden sind sie der Frage nachgegangen, wie zukünftige Probleme des Wassermanagements politisch und institutionell vermindert oder gar gelöst werden könnten.

Ziel ist eine langfristige Problemlösung, also die Entwicklung eines Wasserbewirtschaftungssystems, der allen Gemeinden zugute kommt und der allen Einwohnern erlaubt, unabhängig ihres Wohnorts ihren Wasserbedarf zu gleichen Konditionen decken zu können. Als wichtige Erkenntnis der Studie «MontanAqua» wurde hervorgehoben, dass die zukünftigen Probleme nicht die Klimaerwärmung oder die Veränderungen des Wasserangebots sein werden, sondern vom Wasserverbrauch und von den Bewirtschaftungsregelungen des Wassers zu erwarten sind, falls diese nicht angepasst werden.

Die Studie MontanAqua entstand im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes NFP 61 «Nachhaltige Wassernutzung» und trägt den Titel «MontanAqua: Ansätze zum Umgang mit Wasserknappheit in den Alpen – Wasserbewirtschaftungsoptionen für die Region Crans-Montana-Sierre (Wallis)». Ziel der Studie war, in enger Zusammenarbeit mit den in der Region betroffenen Akteuren nachhaltige Wasser-Nutzungsstrategien für die Zukunft zu entwickeln.


Medienmitteilung «Drohende Wasserknappheit im Wallis – die Politik ist gefragt»
(PDF)

Downloads mit Details zum Projekt:
http://www.hydrologie.unibe.ch/projekte/montanaqua.html

Kontakt: Prof. Olivier Graefe, Geographisches Institut: +41 (0)26 300 90 17, olivier.graefe@unifr.ch


Infos & Anhänge

Publiziert am 07.11.2013


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