Balance – Entwicklung der psychischen Gesundheit und der Leistungen in Unterricht und Familie
Projektleitung: Prof. Dr. Carmen Zurbriggen (Universität Fribourg) und Prof. Dr. Markus Neuenschwander (PH FHNW)
Mitarbeitende: Lara Friederich (Universität Fribourg), Rebecca Joss (PH FHNW), Dr. Tatiana Diebold (PH FHNW)
Assistierende: Ina Abel, Manuel Böckli, Valerie Kaufmann, Lara Messerli, Luca Moser, Alondra Schär
Finanzierungsquellen: Schweizerischer Nationalfonds (SNF-Nr. 10005500)
Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2029
Projekt-Webseite: https://balance-studie.ch
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Fridtjof Nussbeck (Universität Konstanz, Deutschland)
Prof. Dr. Sara Rimm-Kaufmann (University of Virginia, USA)
Prof. Dr. Florian Schmiedek (DIPF & Universität Frankfurt, Deutschland)
Prof. Dr. Ute von Düring (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland)
Projektbeschreibung:
Das Forschungsprojekt Balance untersucht die Wechselwirkung von Faktoren in Unterricht und Familie sowie von sozial-emotionalen Kompetenzen von Jugendlichen auf die Entwicklung von internalisierenden und externalisierenden Problemen, des subjektiven Wohlbefindens sowie der Leistungen auf der Sekundarstufe I. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, die psychische Gesundheit von Jugendlichen unter Berücksichtigung schulischer Leistungsziele zu unterstützen.
In dieser Längsschnittstudie werden schulische und familiäre Bedingungen der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und deren Leistungen untersucht. Unter psychischer Gesundheit werden sowohl internalisierende (z.B. Depression, Angst) und externalisierende Probleme (z.B. Hyperaktivität, Aggression) als auch das subjektive Wohlbefinden verstanden. Ziele der Studie sind herauszufinden, wie sehr protektive Faktoren im schulischen Unterricht und Familie die Wirkung von aversiven Faktoren auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen reduzieren können und welche Rolle dabei sozial-emotionale Kompetenzen spielen. Innovativ ist dabei, dass Wechselwirkungen von Faktoren der Schule und Familie längsschnittlich und situiert im Kontext untersucht werden.
Dazu werden zu Beginn und am Ende des 7. bzw. 8. Schuljahres sowie am Ende des 8. bzw. 9. Schuljahres Fragebogen und Leistungstests in Lesen und Mathematik für etwa 2000 Schüler*innen aus der ganzen Deutschschweiz eingesetzt. Zudem werden die Eltern und Lehrpersonen dieser Jugendlichen befragt. Ein Teil der Jugendlichen nimmt zweimal während je zwei Wochen an einer Zusatzbefragung mit einer App (mittels der Experience Sampling Method, kurz ESM) teil. Mehr Informationen sind jeweils auf den Seiten der einzelnen Personengruppen.
Die Ergebnisse geben Hinweise für Schulen, Familien und die Lehrpersonenbildung, wie die psychische Gesundheit von Jugendlichen unter Beachtung schulischer Leistungsziele unterstützt werden kann.
