MobilitéPublié le 27.10.2026
Brief aus Heidelberg
Dank einer Vereinbarung zwischen den deutschen Universitäten Freiburg und Heidelberg konnte ich mein Masterstudium mit einem LL.M. im deutschen und europäischen Recht erweitern. Die Studentinnen und Studenten können neben obligatorischen Vorlesungen im Zivil- und öffentlichen Recht wählen, welche sonstigen Lehrveranstaltungen und Seminare sie besuchen und in welchem Gebiet sie ihre Magisterarbeit schreiben wollen.
Die Auswahl der auf Deutsch und Englisch angebotenen Vorlesungen ist ziemlich gross. Es werden für Studenten aus dem Ausland besonders geeignete Einführungen ins deutsche Recht angeboten, aber auch Ver anstaltungen, die sich mit aktuell relevanten Themen aus einer rechtsphilosophischen oder rechtshistorischen Perspektive beschäftigen.
Im Unterschied zu meinen bisherigen Erfahrungen in der Schweiz fanden die meisten Prüfungen in Zweier- oder Dreierteams statt. Das hatte den Vorteil, dass der Prüfungsstress deutlich reduziert wurde und zugleich eine Diskussion und eine kollektive Reflexion mit Kommilitoninnen und Kommilitonen möglich waren.
Die Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg ist die älteste Universität Deutschlands. Die Gebäude der juristischen Fakultät befinden sich mitten in der Altstadt. Jeder Weg zu einer Vorlesung ist ein historisches und kulturelles Erlebnis. Die Erhabenheit der alten Gebäude, der unmittelbare Zugang zum Neckar und die Aussicht auf den Wald im Hintergrund verlieren durch die Jahreszeiten nie von ihrer Schönheit.
Ein besonderes Merkmal der Wintersaison war der Weihnachtsmarkt, der jeweils direkt vor den Universitätsgebäuden stattfindet. Das Motto «Die Stadt ist der Campus» zeigt sich auch an diesem Ort. Die Folge davon: Man fühlt sich in Heidelberg sehr schnell zu Hause.
Mathilde Rapin, 25, studiert Recht an der Universität Freiburg. Seit Herbst 2025 absolviert sie im Rahmen eines koordinierten Masterdiploms einen LL.M.-Studiengang an der Universität Heidelberg in Deutschland.
Quelle: plädoyer – das Magazin für Recht und Politik, Ausgabe 3/26
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