18.12.2012

Masterarbeit über italienische Migrantinnen mit Preis ausgezeichnet.


Die Universität Freiburg vergibt dieses Jahr den Preis für Frauen- und Geschlechterforschung an Sarah Baumann. In ihrer Masterarbeit hat sie die Entstehung und Entwicklung des sozialen und politischen Engagements von italienischen Migrantinnen untersucht.


(Bild: Thinkstock)

Durch Migrationsprozesse werden politische, soziale und kulturelle Grenzen verwischt und gängige Konzepte der Zugehörigkeit zu einer nationalstaatlichen Gemeinschaft in Frage gestellt, neu verhandelt und erweitert. Migranten und Migrantinnen sind als soziale und politische Akteure an diesen Prozessen massgeblich beteiligt. Die Rolle von eingewanderten Frauen wurde bis anhin jedoch kaum erforscht. Mit ihrer Masterarbeit hat Sarah Baumann nun das Beispiel italienischer Migrantinnen als Akteurinnen in der Schweizer Gesellschaft beleuchtet.

Der Fokus der Arbeit liegt auf den spezifisch auf Migrantinnen ausgerichteten Aktivismus innerhalb der Federazione delle Colonie Libere Italiane in Svizzera (FCLIS) der Nachkriegszeit. Untersucht wurden dabei u.a. um die zentralen Forderungen der Migrantinnen und die vielfältigen Praktiken, mit denen sie einer Diskriminierung auf drei Ebenen entgegenwirkten: Als Frauen, Arbeiterinnen und Ausländerinnen. Aber auch die Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit einheimischen Frauenorganisationen, die sich für die Rechte der Frauen in der Schweiz einsetzten, werden thematisiert.

Der mit Fr. 3000.- dotierte Preis für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Freiburg wird vom Hochschulverein unterstützt und in der Regel jährlich von der Kommission für Gleichstellung vergeben. Ausgezeichnet werden hervorragende Freiburger Arbeiten aus dem Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung. Der Preis soll dazu beitragen, das Interesse an der Forschung im Bereich der Frauen- und Geschlechterstudien zu fördern und diesem wissenschaftlichen Ansatz eine grössere Sichtbarkeit zu verleihen.


Kontakt:

Sarah Baumann, Diplomassistentin im Bereich Geschichte moderner und zeitgenössischer Gesellschaften, 026 300 79 40, sarah.baumann@unifr.ch

Helene Füger, Leiterin Dienststelle für Gleichstellung Universität Freiburg, 026 300 70 40, helene.fueger@unifr.ch