Arbeit an der eigenen Praxis

 

Das Modul "Arbeit an der eigenen Praxis" umfasst zwei Aktivitäten, die sich ergänzen:

  1. Teilnahme an den Treffen einer "Community of Practice" (CoP)
  2. Analyse konkreter Lehrsituationen (Intervision oder Autoskopie)

1. Bei den Treffen der CoP handelt es sich um Gruppentreffen zum Austausch und zur Analyse der Lehrpraxis der Teilnehmenden. Während eines akademischen Jahres treffen sich diese Gruppen viermal für jeweils ca. 2,5 Stunden. Ausserdem wird ein Gruppentagebuch erstellt, in dem zum einen Erfahrungen und Lernergebnisse dokumentiert werden und zum anderen Umsetzungen neuer Lehrpraktiken beschrieben werden.

2. Bei der Analyse konkreter Lehrsituationen wählen TeilnehmerInnen eine von zwei Aktivitäten:

  • Intervision (in Zweiergruppen = kollegiale Hospitation): Die Partner einer Dyade besuchen sich gegenseitig in einer Lehrveranstaltung. Dies umfasst drei Phasen: Vorbereitung, Beobachtung und Feedback/Debriefing. Die Intervision erlaubt einen konkreten Aspekt der eigenen Lehre konstruktiv zu beleuchten. oder
  • Autoskopie (individuell): Die Person filmt sich in einer Lehrveranstaltung, um eine Selbstanalyse durchzuführen.

Es wird empfohlen, an einer Unterrichtssituation zu arbeiten. Es können jedoch auch andere Situationen beobachtet werden (z. B. eine wissenschaftliche Präsentation).

  • Lernziele
    • Die eigene Lehrpraxis reflektieren
    • Sich mit Peers über unterrichtsrelevante Themen austauschen
    • Ein Diskussionstreffen unter Peers vorbereiten (Fallvorbereitung)
    • Einen spezifischen und relevanten Aspekt der eigenen Lehrpraxis auswählen und analysieren
    • Feedback zur Lehrpraxis geben und erhalten
  • Sprache

    Deutsch (mündlich). Die Validierungsarbeit kann auf Deutsch, Französisch oder Englisch abgegeben werden.

  • Kursleiterinnen

    Rahel Banholzer arbeitet als Erziehungswissenschaftlerin am Zentrum für Hochschuldidaktik an der Universität Freiburg. Durch die Begleitung Studierender der PH Bern, der Zyklusverantwortung im Primarschulbereich und der Betreuung der deutschsprachigen Abschlussarbeiten der Did@cTIC-Ausbildung gehört die professionelle Entwicklung und das akademische Portfolio zu den Kernelementen in ihrer Erfahrung der Erwachsenenbildung. Weiter stellt die Forschung zur Gestaltung mehrsprachiger Hochschullehre einen wesentlichen Interessensbereich dar und die Passion für Lernen und Lehren wird mit einem Doktorat in Erziehungswissenschaften vertieft.

    Marie Lambert, conseillère pédagogique am Zentrum für Hochschuldidaktik der Universität Freiburg

  • Daten und Ort

    Dieses Modul findet im akademischen Jahr 23-24 wieder statt.

    Universität Freiburg, Gebäude PER21 (Bd de Pérolles 90)

    Die Anmeldungen werden am 6. Juni 2023 eröffnet.

    Vorbereitungssitzung: September 2023
    Gruppentreffen der CoP: Termine werden mit den Teilnehmenden festgelegt
    Intervision/Autoskopie: selbstorganisiert

    Das Modul erstreckt sich über die beiden Semester des akademischen Jahres. Es ist nicht möglich, das Modul im Herbstsemester abzuschliessen.

  • Validierung

    Modul mit 2 ECTS

    Validierungsarbeit:

    • Treffen der CoP: Teilnahme an den Treffen und Beitrag zum Gruppentagebuch
    • Intervision oder Autoskopie: Gegenseitiger Unterrichtsbesuch und individueller Bericht oder individuelle Analyse einer Situation und individueller Bericht
  • Anmeldegebühr

    CHF 500.- (kostenlos für Lehrpersonen der Universität Freiburg)