Geschichte
Seit wann existiert die FNG / SFSN? Wie hat sie sich historisch entwickelt?
Die FNG /SFSN wurde lange vor unserer Universität gegründet. Das zwar in einer Zeit, als der Kanton Freiburg – nach der kurzen Phase der Helvetischen Republik – mit der so genannten RestauraCon zum Ancien Régime durch das Patriziat zurückkehrte. Eine Zeit also, in der eher sozio-politische als naturwissenschaftlichen Themen im Vordergrund standen. Es mag erstaunen, dass sich damals geistliche Herren, wie der Pädagoge Pater Grégoire Girard und der Chorherr Charles-Aloyse Fontaine für Naturwissenschaften interessierten. Fontaine hatte eine beachtliche Sammlung von Mineralien und Pflanzen zusammengetragen, die später die Basis für das Freiburger Naturhistorische Museum bildeten. Beide der Genannten spielten sowohl im Jahr 1815 bei der Gründung der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (ScNat) als auch 1832 bei jener der Freiburger Naturforschenden Gesellschaft eine wichtige Rolle.
Allerdings gab es dann in der Geschichte unserer Gesellschaft ein «schwarzes Loch», eine Zeit, über die uns keine Dokumente vorliegen: Bereits nach dem zweiten Präsidenten, Antoine-Casimir Déglise, fiel die FNG in einen «Winterschlaf», aus dem sie erst mit der zweiten Gründung von 1871 wieder erweckt wurde. Zusammen mit gegen 30 weiteren regionalen und kantonalen naturforschenden Gesellschaften ist die FNG in die Plattform Naturwissenschaften und Region der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (ScNat) integriert und erhält von dieser auch einen finanziellen Zustupf. Heute hat die FNG rund 300 Mitglieder, hauptsächlich aus dem Kanton Freiburg.
Wie ist die FNG / SFSN mit der Universität verbunden?
Die FNG ist eng mit der Mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Fakultät der Universität Freiburg verbunden. Viele der Mitglieder sind aktuelle oder pensionierte aus der Fakultät. Auch die meisten Präsidenten:innen kamen und kommen aus der Fakultät. Schliesslich finden auch die Vorträge an der Fakultät im Pérolles-Campus statt.
