Looping-Effekte - Wie ansteckend sind psychische Erkrankungen

Zunehmend stellen sich Klient:innen mit Selbstdiagnosen in der Praxis vor, die von fachlichen Definitionen teils erheblich abweichen. Neue Symptome wie «mangelnde Objektpermanenz» bei ADHS entstehen oft ausserhalb wissenschaftlicher Diskurse, etwa durch Influencer:innen. Therapeut:innen obliegt es, einen Umgang damit zu finden.
Wie kommt es dazu? Mitverursacht wird diese Entwicklung durch soziale Medien und Mental-Health-Kampagnen, die psychische Begriffe popularisieren, dabei aber häufig vereinfachen, ausweiten oder verschieben. Aber auch Experten lassen sich von gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen und treiben so diagnostische Veränderungen voran. Der Vortrag untersucht, wie Diagnosen und diagnostische Konzepte auf Personen zurückwirken und dadurch Selbstwahrnehmung und Verhalten mitformen.
Im Vortrag beschreibe ich die psychologische Basis der Selbstdiagnose und ihre psychologischen Folgen. In einer Frage- und Diskussionsrunde werden wir uns zudem über Möglichkeiten des Umgangs damit austauschen. Auch hierzu gibt es erste Anregungen aus Forschung und Praxis, die ich in das Gespräch einbringen werde.

Ziele

Online Fortbildung
Vortrag mit Erfahrungsaustausch und Diskussionsrunde

Zielgruppe

Psychotherapeut:innen und Psycholog:innen
Offen für alle interessierten Personen

Voraussetzungen

Keine

Kursverantwortliche und Referierende

Verantwortlich

  • Munsch Simone, Prof. Dr.

Referierende

Thorsten Padberg
Mitglied der Schwerpunktleitung Verhaltenstherapie an der Berliner Akademie für Psychotherapie

Eckdaten

Anmeldefrist 17.05.2027
Daten

Online
9:15 - 11: 30 Uhr

Kosten

Normalpreis: CHF 80.-
AV-KJ+ Alumni:ae: CHF 60.-
Studierende Unifr, UniBE, UNILU und UZH: CHF 25.-

Typ Seminar / Kurs
Sprache Deutsch

Medien und Dokumente

Flyer

Lien vers la formation

Kontakt

Dunja Ingold
 Email
 +41263007678