Master

 

Das Departement Mehrsprachigkeitsforschung und Fremdsprachendidkatik bietet fünf Masterprogramme zu 90 ECTS-Kreditpunkten an:

  • Mehrsprachigkeitsforschung

    In diesem interdisziplinären Studienprogramm wird die Mehrsprachigkeit in ihren individuell-persönlichen und gesellschaftlichen Komponenten untersucht. Dabei wird der Schwerpunkt nicht nur auf die Prozesse des Spracherwerbs, der Kognition und der Didaktik der Mehrsprachigkeit gelegt, sondern auch auf institutionelle, politische und wirtschaftliche Dimensionen der Sprachenvielfalt in unseren zeitgenössischen Gesellschaften.
    Die Universitätsausbildung der Studierenden ist fest in der Forschung verankert. Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für die Funktionsweise und den Aufbau mehrsprachiger Repertoires, für die Dynamiken des Kontakts zwischen den Sprachen, für die Rolle der Sprachen bei der Entstehung von sozialer Ungleichheit, für Sprachprobleme in Migrationssituationen sowie die verschiedenen Formen der institutionellen Verwaltung der Sprachenvielfalt. In einem anwendungsorientierten Modul, das ein Praktikum umfasst, können die Studierenden eine Verbindung zwischen ihrem theoretischen Wissen und der gesellschaftlichen Realität herstellen.
    Das Masterstudium bietet auch die Option Rätoromanisch an. Ziel dabei ist es, die Kenntnisse in rätoromanischer Linguistik und Literaturwissenschaft zu vertiefen und Forschungsprojekte über die rätoromanische Sprache durchzuführen.

  • Fremdsprachendidaktik

    Dieses in Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Hochschulen Freiburg und Zürich sowie der Pädagogischen Hochschule und der Universität der italienischen Schweiz angebotene Masterprogramm vermittelt Kenntnisse verschiedener Ansätze und Methoden des Fremdsprachenlehrens und -lernens. Deren Analyse befähigt die Studierenden, Lehr-Lern-Konzepte für die verschiedenen Stufen (Primar- bis Sekundarstufe II) zu bewerten, weiterzuentwickeln und anzuwenden. Das Programm umfasst neben den Lehrveranstaltungen auch ein Unterrichtspraktikum an einer pädagogischen Hochschule. Der Unterricht dieses nur in Freiburg angebotenen Masterprogramms erfolgt zweisprachig (Deutsch/Französisch). Die Studierenden entscheiden sich zudem für eine Spezialisierungssprache: Deutsch, Französisch, Englisch oder Italienisch. Im Rahmen der Option Englisch absolvieren die Studierende entweder ein Semester an einer englischsprachigen Universität oder an der Pädagogischen Hochschule Zürich.
    Die Studierenden erhalten auch Einblick in das wissenschaftliche Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit in Freiburg, wo sie punktuell an Forschungsprojekten teilnehmen können sowie an den regelmässig stattfindenden Kolloquien und Workshops mit international renommierten Expertinnen und Experten.

  • Deutsch als Fremdsprache (DaF)

    Im Zentrum dieses Masterstudienprogramms steht die Frage, wie die deutsche Sprache als Fremd- und/oder Zweitsprache im Kontext der Mehrsprachigkeit erlernt und vermittelt wird. Die Studierenden lernen, Untersuchungen zur Entwicklung sprachlicher, kommunikativer und (inter-)kultureller Kompetenzen und zur Interaktion im Unterricht durchzuführen und zur Praxis in Beziehung zu setzen. Das Masterstudium beinhaltet auch Unterrichtsbesuche und eigene praktische Erfahrungen in der Betreuung von Lernenden. Ausserdem haben die Studierenden die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen, z.B. in den Bereichen Mehrsprachigkeitsforschung und -didaktik oder Deutsch als Zweitsprache/Migration.
    Ein universitärer Master in DaF/DaZ wird in der Schweiz nur im zweisprachigen Freiburg angeboten. Das Programm zeichnet sich auch durch enge Kontakte zum wissenschaftlichen Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit aus.

  • Französisch als Fremdsprache (FLE)

    Das Masterprogramm «Französisch als Fremdsprache/Französisch als Zweitsprache» (FLE/FLS) ist der Vertiefung der didaktischen und linguistischen Lern- und Lehraspekte bezüglich FLE/FLS in einem mehrsprachigen Umfeld gewidmet. Die Studierenden erlernen empirische Recherchemethoden, mit denen sie zum einen die Entwicklung von Sprach-, Kommunikations- und interkulturellen Kompetenzen und zum anderen die Interaktionen in einem schulischen Kontext analysieren können. Sie lernen, Rahmen und Hilfsmittel für den Spracherwerb und den Sprachunterricht zu analysieren, machen sich mit den Bewertungswerkzeugen, Methoden und Studiengängen vertraut und lernen, diese kritisch einzuschätzen und an den Kontext anzupassen.

  • Rätoromanisch

    Das Masterstudienprogramm vertieft die auf Bachelorstufe erworbenen Kompetenzen in rätoromanischer Sprach- und Literaturwissenschaft. In der Linguistik stehen Aspekte der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit sowie anwendungsorientierte Fragen rund um die Sprachverwendung und -förderung im Vordergrund. In der Literaturwissenschaft wird das Studium der literarischen Traditionen Romanischbündens und ihrer Beziehungen zu den benachbarten Literaturen vertieft, wobei der kritischen Anwendung theoretischer Modelle besondere Aufmerksamkeit gilt. Ein Praktikum ermöglicht es, Bezüge zu Berufsfeldern herzustellen. Absolventinnen und Absolventen sind qualifiziert für die Tätigkeit in rätoromanischen Institutionen, Medien und Schulen sowie für die Forschung.
    Das Masterprogramm setzt vertiefte Kenntnisse in mindestens einer rätoromanischen Varietät voraus. Einige Veranstaltungen werden auf Deutsch und/oder Französisch durchgeführt.

Im Departement können zudem vier Masterprogramme zu 30 ECTS-Kreditpunkten belegt werden. Diese Programme sind eine interessante Ergänzung zu einem Masterstudium beispielsweise im philologischen, erziehungswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen oder im heilpädagogischen Bereich:

  • Mehrsprachigkeitsforschung
  • Deutsch als Fremdsprache (DaF)
  • Französisch als Fremdsprache (FLE) 
  • Rätoromanisch