Die Theologie erschliesst dem Menschen bei seiner Frage nach dem Woher und Wohin Bereiche, die in den anderen Wissenschaften nicht in gleicher Weise und mit derselben Intensität angegangen werden können. Sie fragt nämlich nach Gott, wie er sich in der Schöpfung und in der Geschichte dem Menschen geoffenbart hat. Die Bibel und die Überlieferung der Kirche haben diese Erfahrungen, in deren Mitte das „Christus-Ereignis“ steht, festgehalten. Es ist Aufgabe der Theologie, sie je neu auszulegen und den Menschen in ihrer Zeit nahezubringen.
Gemäss dem Selbstverständnis des christlichen Glaubens geschieht dies nicht nur innerhalb der Kirche, sondern Theologie ist wesentlich auf die Öffentlichkeit ausgerichtet. Kirche selbst handelt ja durchwegs öffentlich: wenn sie aus dem Glauben heraus sich für die Menschen in vielfältiger Not einsetzt; wenn sie den Glauben selbst verkündet und ihn bezeugt; wenn sie in der Liturgie in den Dialog von Gott und Mensch unter Wort und Zeichen eintritt. So tragen Theologen und Theologinnen in hohem Masse Mitverantwortung für eine Gesellschaft mit menschlichem Antlitz und für eine weltweite nachhaltige Entwicklung, die auch politische und ökonomische Fragen nicht ausschliesst. Dabei nimmt die Theologie eine grundlegend kritische Haltung gegenüber selbstgenügsamen Wahrheits- und Machtansprüchen ein, hält Wert- und Wahrheitsfragen im gesellschaftlichen Diskurs lebendig und leistet einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Religionen und Kulturen. weiterlesen
"Sind sie keine Menschen?" Evangelium und Prophetie - 500 Jahre nach der Adventspredigt von Antón Montesino
Vorträge vom 3. Freiburger Forum für Weltkirche
1. bis 4. Dezember 2011
Symposium an der Universität Freiburg Schweiz Gott in der Geschichte
Zum Ringen um das Verständnis von Heil und Unheil in der Geschichte des Christentums
Ist das Handeln Gottes mit Jesus Christus nicht abgeschlossen? In welcher Kontinuität steht es zu Gottes Handeln im Alten Bund? Kann sich Gottes Handeln am Erfolg der Men schen, zumal der Glaubenden bemessen – oder ist es gerade der Misserfolg im Äußeren, mit dem Christen leben müssen? Die Tagung widmet sich diesen Fragen in einem weiten Bogen von der Hebräischen Bibel bis zu gegenwärtigen Versuchen, Gottes Handeln in der Geschichte zu verstehen.
Daten: 22. bis 24. März 2012
Ort: Weiterbildungsgebäude der Universität Freiburg, Rue de Rome 6, 1700 Freiburg
Symposium an der Universität Freiburg Schweiz
Franziskanische Impulse zur interreligiösen Begegnung
Ein wissenschaftliches Symposion an der Universität Freiburg Schweiz stellt sich der Frage, welche Bedeutung dieser Impuls für das interreligiöse Gespräch grundsätzlich hat und welche Wirkungen im Lauf der Jahrhunderte davon ausgegangen sind.
Daten: 4. und 5. Mai 2012
Ort: Av. de l’Europe, 20 1700 Fribourg
Konzept und Leitung: Adrian Holderegger, Universität Freiburg Schweiz
Anton Rotzetter, Kapuzinerkloster Freiburg
Mariano Delgado, Universität Freiburg Schweiz
Frühlingssemester 2012:
Exkursion 1. – 17. April 2012
Auf den Spuren des frühen Christentums
Seminar und Studienreise der Theologischen Fakultäten der Universitäten Freiburg und Bern mit Dr. Gregor Emmenegger, Prof. Martin George und Prof. Franz Mali.
Die Theologische Fakultät Freiburg gratuliert
Mgr. Charles Morerod zu seiner Ernennung zum
Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg.
Mgr Morerod ist 1961 in Riaz geboren. Er besucht die Schule bis zur Matura in Bulle. 1982 tritt er in den Dominikanerorden ein. Am 30. April 1988 wird er in Genf zum Priester geweiht. Nach einer Vikarzeit in der Pfarrei St-Paul in Genf, wird er 1991 zum Seelsorger der Universität Freiburg ernannt. 1994 promoviert er mit einer Doktorarbeit an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg. 2004 wird er von der Universität von Toulouse zum Doktor der Philosophie ernannt.
Von 1994 bis 1999 doziert er an der theologischen Fakultät Freiburg. Von 1996 bis zum heutigen Tag lehrt der Dominikanerprofessor an der Universität Angelicum. Er wirkt zuerst als Dekan der Philosophiefakultät und wird 2009 Rektor dieser Universität. 2009 ernennt ihn Papst Benedikt XVI. zum Generalsekretär der internationalen theologischen Kommission und Konsultor der Glaubenskongregation.
Daten: 17.02.; 02.03., 04.04., 04.05.2012 (jeweils 19.00-21.00 Uhr)
Ort: Universität Fribourg, MIS 4128; am 04.04. und 04.05.2012 siehe Angaben der entsprechenden Universität
Inzwischen sind wir vier Jerusalem-Pilger kurz vor dem Dreiländereck Bulgarien-Türkei-Griechenland angekommen, nachdem wir am 9. August die Grenze nach Bulgarien überschritten hatten. Für mich waren diese Gebiete bisher unbekannte graue Flecken auf der Landkarte. Aus den Medien war mir besonders Serbien bekannt, aber in einem umstrittenen Sinn, von Bulgarien hatte ich gar kein Bild, auch von ihrer Geschichte nur wenig Ahnung. Umso mehr staune ich über die Auswirkungen des Balkankrieges. Wichtig ist mir, mit den Leuten zu sprechen: Sie können uns zeigen, was für sie bedeutsam ist oder wo sie leiden. Auf allen Seiten gibt es Verlierer, Vertriebene, Unzufriedene.
Das Institut für Ökumenische Studien hatte die wissenschaftliche Beratung für die Ausstellung "Ein Stück Himmel auf Erden. Ostkirchen in Zürich", die am 8. November im Stadthaus Zürich eröffnet wurde und bis zum 31.3.2012 dauert.