Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes steht noch nicht fest, ob Kaouther Ben Hania in der Nacht vom 15. auf den 16. März den Oscar für den besten internationalen Film für ihr bewegendes Werk The Voice of Hind Rajab erhalten wird. Von Sidi Bouzid – einer Stadt von vergleichbarer Grösse wie Freiburg und zugleich Ausgangspunkt des Arabischen Frühlings wie auch der Karriere dieser aussergewöhnlichen tunesischen Filmemacherin – bis nach Hollywood: Wird ihre dritte Nominierung die entscheidende sein? Letztlich tritt diese Frage in den Hintergrund. Seit 2005 hat Kaouther Ben Hania mit einem Dutzend Kurz- und Langfilmen weit mehr erreicht als Auszeichnungen: Sie hat sich künstlerischen Raum erobert, ästhetische Konventionen verschoben und mit der Kraft ihrer Erzählweise filmische Grenzen neu definiert. Ihre Werke verbinden persönliche Trauer, politischen Zorn und formale Radikalität zu einer unverwechselbaren Handschrift. Mit dem ersten Fribourg Cinema Award wird daher nicht eine abgeschlossene Laufbahn geehrt, sondern ein Werk, das sich auf einem Höhepunkt befindet. Wie entsteht ein solcher Weg? Wo liegen die Anfänge künstlerischer Empörung? Wie wurde das Kino zu ihrem bevorzugten Ausdrucksmittel? Und wie entwickeln sich jene hybriden Formen, für die sie international Anerkennung findet? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Gesprächs.
| Wann? | 27.03.2026 13:15 - 14:45 |
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| Wo? | MIS 03 Auditoire C Avenue de l'Europe 20, 1700 Fribourg |
| Vortragende | Introduction: Katharina M. Fromm, Rectrice de l’UniFR,
Avec: Kaouther Ben Hania Modération: Thierry Jobin, Directeur artistique du FIFF |
| Kontakt | Unicom Communication & Médias Khali Farida farida.khali@unifr.ch Avenue de l'Europe 20 1700 Fribourg |
| Anmeldung | Inscription obligatoire par formulaire |
