Lunch Lecture Series

Tiere essen. Historische und aktuelle Debatten in Philosophie, Theologie und Anthropologie 

Manger des animaux. Perspectives historiques et contemporaines en philosophie, théologie et anthropologie

Der Vortrag von Rainer Hagencord (30.11.) fällt krankheitsbedingt aus.

 

Vegetarismus, Veganismus und Flexitarismus liegen im Trend. In der Schweiz hinterfragen immer mehr Menschen ihren Fleischkonsum. Darf man Tiere für unsere Ernährung töten? Welche Rechte haben Tiere? Ist Fleisch für eine gesunde Ernährung notwendig? Schon seit Jahrhunderten wird darüber diskutiert, ob Tiere auf den Speiseplan des Menschen gehören. Die Vortragsreihe „Tiere essen“ stellt historische und aktuelle Debatten in Philosophie, Theologie und Anthropologie vor.

Le végétarisme, le véganisme et le flexitarisme sont en vogue. En Suisse, de plus en plus de personnes remettent en question leur consommation de viande. Avons-nous le droit de tuer des animaux pour notre alimentation ? De quels droits bénéficient les animaux ? La viande est-elle nécessaire à une alimentation saine ? La question de savoir si les animaux devraient faire partie du menu des humains fait déjà l’objet de discussions depuis des siècles. Le cycle de conférences « Manger des animaux » abordera ce sujet à travers des perspectives historiques et contemporaines en philosophie, théologie et anthropologie.
© Kuster Frey

 

Wann/Quand: jeweils mittwochs vom 16. November bis 7. Dezember 2016 zur Mittagszeit (12.15 – 13.30 Uhr). Vorträge bis 13 Uhr, im Anschluss offene Diskussion und vegetarischer Apero. / tous les mercredis du 16 novembre au 7 décembre 2016 à midi (12h15 à 13h30). Conférences jusqu’à 13h, suivies par une discussion et un apéritif végétarien.

Wo/: Universität Freiburg, Miséricorde, MIS 4112 (Salle Jäggi) oder MIS 2029 (Salle de cinéma).

Wer/Qui: Die Vortragsreihe steht allen Interessierten offen (freier Eintritt). Keine Vorkenntnisse nötig. / Le cycle de conférence sera ouvert à toutes les personnes intéressées (entrée libre). Pas de connaissances préalables nécessaires.

Flyer

Programm / programme

16.11.2016 12:15-13:30, MIS 2029 (Salle de cinéma)

Florian Lippke (Fribourg): Homo edens. Theologie und Ideologie des Tierkonsums in der Antike 

Auch wenn heutzutage der Konsum von tierischen Produkten vielerorts eine (unhinterfragte) Selbstverständlichkeit ist - eine Projektion dieser Situation in die Vergangenheit muss als Fehleinschätzung gelten. In den antiken Gesellschaften und ihren Religionen zeigt sich ein stark ausdifferenziertes System von Verzicht und Zugeständnis bezüglich des Verzehrs von Tieren und ihren Produkten. Dieses System zu beschreiben, stellt eine wichtige Grundlage für die adäquate Interpretation der biblischen Schriften dar.

23.11.2016 12:15-13:30, MIS 4112 (Salle Jäggi)

Markus Wild (Basel): Hunde, Schweine und Personen. Grundsätzliche Gedanken zur Tierethik

In der Tierethik gibt es zwei Richtungen. Die erste Richtung versucht das Los der Tiere zu verbessern, die wir zu unseren Zwecken nutzen, indem wir sie als Nahrungsmittel, Arbeitskräfte und Versuchsobjekte benutzen oder als Gefährten halten. Die zweite Richtung stellt sich die Frage, ob Tiere so etwas wie grundlegende Rechte haben können und sollen. Dies würde freilich bedeuten, dass wir unseren Umgang mit Tieren vor allem im Bereich der Nutzung und der Regulierung grundsätzlich überdenken müssen.

30.11.2016 12:15-13:30, MIS 4112 (Salle Jäggi)

Rainer Hagencord (Münster): Warum wir die einen verspeisen und die anderen verwöhnen. Vom Projekt einer Theologischen Zoologie

Die Tiere sind wieder da! Zumindest in Literatur, Philosophie und Ethik. Doch trotz ihrer biblischen Allgegenwart schweigen sich fast alle theologischen Disziplinen über ihr Wesen aus. Rainer Hagencord lädt zu einem Perspektivwechsel ein. Er liest aktuelle verhaltensbiologische Aussagen über Denken, Fühlen und Handeln der Tiere zusammen mit biblischen Bildern und Gedanken über ihr besonderes Verhältnis zum Schöpfer.

07.12.2016 12:15-13:30, MIS 4112 (Salle Jäggi)

Laurence Ossipow (Genève): Le temps leur a donné raison...: pratiques et références végétariennes en Suisse romande

A partir d’une enquête anthropologique, débutée en 1987 et terminée en 1994, puis poursuivie par intermittence jusqu’à aujourd’hui, nous examinerons comment les pratiques végétariennes, d’abord minoritaires et stigmatisées, sont quasiment devenues des modèles à imiter à l’aube du XXI e siècle.

 


 

Eine interdisziplinäre Vortragsreihe / un cycle interdisciplinaire, veranstaltet von:

Cornelia Mügge, Lehrstuhl für Allgemeine Moraltheologie und Ethik

Eva Locher und Stefan Rindlisbacher, SNF-Projekt „Die Lebensreformbewegung in der Schweiz im 20. Jahrhundert“, Studienbereich Zeitgeschichte, www.lebensreform-zeitgeschichte.ch

Kontakt / contact: cornelia.muegge@unifr.ch

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Fonds d’action facultaire der Philosophischen Fakultät und durch die Theologische Fakultät. / Ce cycle est rendu possible grâce au soutien du Fonds d’action facultaire de la faculté des lettres et grâce à la faculté de théologie. 

Departement für Moraltheologie und Ethik - Av. de l' Europe 20 - 1700 Freiburg Swiss University