Eignungstest für das Medizinstudium am 5. Juli 2013

Angesichts der Zahl der eingegangenen Anmeldungen empfiehlt die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK), den Zugang zum Studium der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich für das Studienjahr 2013/14 erneut zu beschränken. In Zürich gilt dies auch für Chiropraktik. Am 5. Juli 2013 wird daher für die Studienbewerberinnen und Studienbewerber aller drei medizinischen Studiengänge ein Eignungstest in deutscher, französischer und italienischer Sprache durchgeführt. An den vier Universitäten mit Numerus clausus haben sich 3'270 Personen für das Studium der Humanmedizin ab Herbst 2013 angemeldet. 396 Anmeldungen sind für das Studium der Zahnmedizin eingegangen, für die Veterinärmedizin 478. Trotz der voraussehbaren Rückzüge von rund 20% der Bewerbungen vor dem Testtermin ist mit einer Überschreitung der Aufnahmekapazitäten zu rechnen. Diese Kapazitätsprobleme lassen sich durch Umleitungen vor Studienbeginn nicht beheben.. Unter Termine und Ablauf finden Sie den gültigen Zeitplan..

Medienmitteilung der SUK zum EMS 2013

Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen betreffs des Zulassungsverfahrens 2013 an die CRUS (Link siehe Kasten oben). Dort finden Sie alle Zulassungsbedingungen ausführlich beschrieben und auch eine FAQ. Danke, wenn Sie diese zunächst aufmerksam lesen und sich nur dann an die CRUS wenden, wenn Ihre Frage nicht beantwortet wird.

EMS in Genf 2013:

In Genf wird kein EMS stattfinden. Die "obligatorische nichtselektive" Teilnahme (Zulassung nicht beschränkt, Teilnehmende sollten aufgrund des Testergebnisses über die Immatrikulierung selbst entscheiden) bringt nicht die notwendige Entlastung. Hier finden Sie die Fakten (auf deutsch) und hier die französischsprachige Fassung. Ein Kommentar dazu ist im BLOG.

 

Eignungstest 2012 war erfolgreich

Der EMS fand am 6.7.2012 gleichzeitig an 10 Testorten und in 32 Testlokalen in drei Sprachen statt. Ein Numerus clausus (NC) ist 2012 wiederum für Humanmedizin (seit 1998), Veterinärmedizin (seit 1999) und Zahnmedizin (seit 2004) notwendig – dort für Personen, die sich an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg oder Zürich angemeldet haben. An der Universität Zürich gilt der NC auch für Chiropraktik (seit 2008).

Insgesamt 3045 Personen (Vorjahr 2853) haben sich für diese Universitäten bis zur gesetzten Frist im Mai 2012 bei der CRUS zum Test angemeldet. 87 Personen (Vorjahr 118) übernehmen ihr Testergebnis aus dem Jahr 2011. Mit gültigem Ergebnis haben davon den EMS 2902 Personen beendet (Vorjahr 2706).

An der Universität Genf wurde der Test zum dritten Mal obligatorisch, aber nichtselektiv eingesetzt. 512 Personen (Vorjahr 488) haben sich im Februar beworben (Kapazitätsauslastung 274%). 374 Personen (Vorjahr 352) haben sich zum Test angemeldet, 337 Personen sind erschienen und haben diesen mit gültigem Ergebnis beendet (Vorjahr 317).

Statistischer Bericht EMS 2012

Bericht EMS 2012

Aufgrund zahlreicher Anfragen zur Auswertung des EMS 2012 stellen wir das entsprechende Kapitel des Berichtes hier bereit.

Information zum EMS in Österreich (2006-2012) finden Sie hier

Zum TMS (Test für Medizinische Studiengänge) in Deutschland siehe: www.tms-info.org

Testwerte gelten nur für das Land der Testteilnahme, sind nicht übertragbar!

Wie soll man sich auf den EMS vorbereiten?

Es ist verständlich, dass man alles tun will, um einen Studienplatz zu erhalten. Da die Zahl der Bewerbungen seit 2001 "ungebremst" zunimmt, steigt trotz wachsender Ausbildungskapazitäten vor allem die Zahl der Personen, die keinen Studienplatz erhalten können. Im statistischen Bericht des Vorjahres erhalten Sie dazu einen Überblick.
Man muss sich auf den Test vorbereiten. Hektik oder blinder Eifer schaden wie überall aber auch hier. Man muss vor allem wissen, worauf man sich vorbereiten kann und worauf nicht. Wir raten Ihnen zu folgenden Grundregeln:

1. Informieren Sie sich ausführlich und aus verschiedenen Quellen, ehe Sie Ihre eigene Vorbereitungsstrategie festlegen. Natürlich empfehlen wir diese Seite, es gibt mittlerweile auch einige Foren von Medizinstudierenden, wo diese Fragen ausführlich diskutiert werden. Man kann dort auch Fragen stellen. Google und andere Suchmaschinen sind Ihre Freunde - nicht nur beim Finden der Einträge von kommerziellen Trainingsanbietern oder -büchern.

2. Wir empfehlen, die offizielle zirka 40seitige Test Info (wird Anfang April übersandt) abzuwarten, wo die aktuellen Bedingungen des EMS beschrieben sind. Man sollte zuerst diese Test Info durcharbeiten und dann mit den richtigen Hintergrundinformationen die veröffentlichten Originalversionen bearbeiten - eine davon unter ernstfallnahen Bedingungen. Die dann noch zur Verfügung stehende Zeit ist für eine optimale Vorbereitung ausreichend, was die Vorbereitungsreports (Befragung der Teilnehmenden) belegen, die Sie hier aufrufen können.

3. Informieren Sie sich gründlich über kommerzielle Angebote, wenn Sie sich dafür entscheiden wollen. Nicht überall, wo EMS draufsteht, ist auch EMS drin. Es ist ein Markt, der eigenen Gesetzen folgt. In verschiedenen Foren finden Sie ausführliche und unabhängige Kritiken. Bedenken Sie, dass manche Angebote recht aggressiv beworben werden. Insbesondere sollten Sie genau prüfen, was Sie unterschreiben, was Sie genau bestellen und sich nicht "überrumpeln" lassen. Das Vertragsrecht gilt auch für Vertragsbeziehungen, die Sie mit kommerziellen Trainingsanbietern eingehen. Stossen Sie später auf Informationen oder Erfahrungsberichte, die Ihre Entscheidung relativieren, ist es meist zu spät.

4. Bitte fragen Sie uns nicht, welche weiteren der zahlreichen Vorbereitungsmaterialien oder Trainingsanbieter wir empfehlen können. Unsere Empfehlungen beschränken sich auf die veröffentlichten Originalversionen - nur diese Aufgaben entsprechen im Niveau denen, die später auch im Test verwendet werden.

5. Finden Sie Möglichkeiten, sich unter Anleitung oder gemeinsam anhand des offiziellen Vorbereitungsmaterials auf den Test vorzubereiten, nutzen Sie diese. Eine gemeinsame Vorbereitung kann der selbständigen Vorbereitung überlegen sein, was die Vorbereitungsreports ebenfalls belegen.

6. Rechnen Sie damit, dass die Testsituation gewollt auch eine Belastungssituation sein wird. Das Bearbeiten der Originalversion unter ernstfallnahen Bedingungen ist eine erste gute Vorbereitung. Organisieren Sie sich die Testteilnahme aber auch so, dass Sie an dem Tag ausgeruht und fit sind. Dies trifft besonders zu, wenn Sie vorher anreisen und übernachten müssen.

Lernen Sie es, Ihre Ängste und Sorgen zu besiegen und sich besonnen auf diese Herausforderung vorzubreiten. Diese Fähigkeit wird Ihnen später im Medizinberuf mit Sicherheit abverlangt werden.

 

Wie kann Ihnen diese Seite helfen?

Der Menüpunkt "Wie vorbereiten" trifft für alle zu, ebenso ist "Was ist der EMS" für alle gedacht, die sich einen Überblick über den Test verschaffen wollen. Alle Kandidatinnen und Kandidaten, für die der NC (Numerus Clausus) relevant wird, erhalten im März jeden Jahres eine Test Info mit allen notwendigen und aktuellen Informationen - ältere Versionen sind nicht mehr gültig.

Anfragen zur Test Info werden HIER beantwortet.

Wesentlich für die Fairness des EMS zur Erfassung der Studieneignung ist, dass kein spezielles Fachwissen abgefragt wird. Es sollen keine Personen bevorteilt werden, die z.B. durch frühere Ausbildungen schon ein besseres Wissensniveau in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern haben. Erfasst werden soll die Studierfähigkeit in dem Sinne, wie gut Sie sich später im Studium neues Wissen aneignen können. So sind die "Spiesse für alle gleich lang", wie man in der Schweiz sagt. Die Maturitäts-/Abiturprüfung, wo Sie bewiesen haben, dass Sie über das notwendige Wissen verfügen, soll durch den EMS nicht abgewertet werden.

Wie geht das? Die entsprechenden Aufgaben sind so konstruiert, dass notwendiges Fachwissen in der Aufgabe selbst mitgeteilt wird. Es kommt darauf an, eine Problemstellung zu erkennen, genau zu analysieren und aufgrund des mitgeteilten Wissens zu lösen. Vorbereitung muss also nicht darin bestehen, bereits irgendwelches Fachwissen zu "pauken". Es geht vielmehr darum, sich mit den Anforderungen genau auseinanderzusetzen, z.B. keine Zeit mehr zu verlieren, um Instruktionen zu lesen. Man soll sich so weit vorbereiten, dass das eigene optimale Leistungsniveau stabil erreicht, eine gewisse Routine mit den Aufgaben erworben wird.


Wir empfehlen daher:

  • Arbeiten Sie zuerst die Test Info genau durch und bearbeiten Sie die dort enthaltenen Übungsbeispiele und analysieren Sie Ihre Leistungen anhand der dort gegebenen Hinweise zu den einzelnen Aufgabentypen.
  • Bearbeiten Sie dann die veröffentlichten Originalversionen, davon eine unter Echtzeit-Bedingungen. Bitte wenden Sie sich dazu auch an Ihre Lehrer. Über die "Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektoren" sind entsprechende Hilfestellungen bei der Durchführung solcher Probeläufe an die einzelnen Schulen ergangen und an vielen Schulen wird dies auch angeboten. .

Die Zeit von März bis Juli ist so reichlich bemessen, dass eine optimale Vorbereitung dann problemlos möglich ist. Woher wir dies wissen? Die Vorbereitungsreports (PDF-Dokument) stellen Ergebnisse einer Befragung der Testteilnehmer über ihre Vorbereitung zusammen und bestätigt die Ergebnisse der Vorjahre.

Die wichtigsten Aussagen der Vorbereitungsreports:

  • Man muss sich auf den EMS vorbereiten. Ohne Vorbereitung oder mit zu wenig Vorbereitung erreicht man geringere Testleistungen und hat schlechtere Zulassungschancen.
  • "Je mehr, desto besser" gilt aber nicht: Die Dauer der Beschäftigung allein ist nicht ausschlaggebend bzw. zu viel Vorbereitungszeit führt ggf. sogar zu weniger guten Leistungen. Es gibt ein Optimum.
  • Wichtig ist die Durchführung einer veröffentlichten Originalversion unter echten Zeitbedingungen – dies bringt den meisten Leistungszuwachs.
  • Beim Untertest "Konzentriertes und Sorgfältiges Arbeiten" bringt zu häufiges Üben keine besseren Leistungen. Exzessives Üben scheint hier sogar schädlich, weil man sich auf die Regeln des Übungsbeispieles fixiert und dann nur schwer umlernen kann.
  • Bisher wurde in allen drei Vorbereitungsreports nachgewiesen, dass kommerzielle Trainingskurse dem selbständigen oder gemeinsamen Üben keinesfalls überlegen sind, sondern allenfalls genauso gut sind. Es ist also nachweislich nicht notwendig, solche kommerziellen Kurse zu besuchen - auch wenn Sie werbebedingt anderslautende Statements auf den Seiten einiger Anbieter dieser Trainingskurse finden.

Immer wieder werden wir nach unserer Meinung zu kommerziell orientierten Trainingskursen gefragt. Unsere Position dazu ist hier dargestellt. In dieser Ausführlichkeit ist sie nur bedeutsam für Personen, die sich mit diesen Fragen intensiver beschäftigen möchten und Risiken wie Nebenwirkungen solcher Kurse kennen wollen.

Leider werden dort auch nachweislich falsche Behauptungen aufgestellt, welche die Kandidaten teilweise verwirren können - oder sogar sollen, und wohl mehr der Schaffung von "Nachfrage" nach solchen Kursen dienen. In unserer Dokumentation "Fictions and Facts zum EMS" stellen wir die wichtigsten, uns bekannten "Fiktionen" mit ihren Bewertungen zusammen und belegen dies durch Beispiele. Dabei sind natürlich nicht alle Anbieter gleich und wir wollen weiter wie bisher keine Anbieter konkret nennen. Sie können selbst erkennen, welche Argumente von welchen Anbietern gebraucht werden und diese dann fundierter bewerten.

Es gibt eine wichtige Aussage, die durch wissenschaftliche Studien in Deutschland ebenso gestützt wird wie mittlerweile nahezu identisch durch drei Befragungen in der Schweiz:

Man kann durch selbständige Vorbereitung mit den öffentlich zugänglichen Vorbereitungsmaterialien genauso erfolgreich sein, wie durch den Besuch kommerzieller Vorbereitungskurse.

 

Wenn man das Wort Training mit Vorbereitung gleichsetzt, gilt das entsprechend. Meist wird aber unter Training etwas anderes verstanden: Durch Fleiss könne jeder quasi jede Leistung erreichen ("Erfolgsgarantien"). Dies gilt eindeutig nicht und weckt falsche Hoffnungen! Man kann sein optimales Leistungsniveau durch eine angemessene Vorbereitung erreichen. Die Maturitätsnoten bestimmen statistisch gesehen die Höhe des Testwertes sehr viel deutlicher als die gesamte Intensität der Vorbereitung.

  • Teilnehmer kommerzieller Kurse betreiben sehr viel mehr Aufwand bei der Vorbereitung, ohne dadurch bessere Ergebnisse zu erzielen als bei einer selbständigen oder gemeinsamen Vorbereitung. Die gemeinsame Vorbereitung scheint von allen Vorbereitungsarten dabei am besten zu sein. Schliessen Sie sich also bei der Vorbereitung zusammen!
  • Schlechtes, "nacherfundenes" und nicht überprüftes Übungsmaterial, welches in die Irre führen kann, ist nach wie vor auf dem kommerziellen Trainingsmarkt vorhanden. Das Originalmaterial des EMS ist diesen Anbietern definitiv nicht zugänglich.
  • Lösungsstrategien werden aus den veröffentlichten Beispielen abgeleitet. Sie gelten zwar in diesem speziellen Fall, aber nicht für alle "wirklichen" Aufgaben. Dies kann gleichfalls zu falschen Orientierungen führen, wenn die richtigen Aufgaben plötzlich nicht mehr mit den Hilfsstrategien lösbar sind.

Warum überhaupt diese Diskussion? Als Ausrichter des EMS haben wir auch die Verantwortung, dass der Test unter fairen Bedingungen für alle stattfindet. Fairness umfasst auch die Frage, dass die Vorbereitung nicht unter falschen Voraussetzungen erfolgt. Werden entsprechende Fakten von Dritten nicht richtig dargestellt, möchten wir dies auch in Zukunft nachholen. Denn Ihre Sorgen vor der Prüfung sind verständlich und machen Sie vielleicht auch empfänglicher für alle Versprechungen, Ihnen bei der Testvorbereitung zu helfen. Niemand sollte mit diesen Ängsten aber Geschäfte machen können.

Natürlich ist der Test eine zusätzliche Belastung für alle Bewerberinnen und Bewerber. Die erhöhte Nachfrage nach Studienplätzen führt in Humanmedizin zwangsläufig auch zu höheren Ablehnungsquoten als in den Vorjahren. Bitte beachten Sie aber eins: Viele Universitäten konnten auch dank des NC überhaupt zu Reformstudiengängen übergehen, die eine bessere und intensivere Betreuung bereits im ersten Studienjahr gewährleisten. In den Jahren des "Massenandranges" wäre dies kaum denkbar gewesen, die Betreuungskapazitäten waren stark überlastet und die Studienbedingungen katastrophal. Ein Ergebnis dieser besseren Studienbedingungen werden auch weniger Studienabbrüche und ein Bewältigen der Studienanforderungen in der dafür vorgesehenen Zeit sein. Die Kapazitäten werden früher für die Nächsten frei.

Auch für die Teilnehmenden muss die Rückmeldung des EMS nicht nur ein Nachteil sein: In mehreren Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass der EMS den Studienerfolg sehr gut vorhersagen kann. Je besser der Testwert ist, umso sicherer kann man sein, gute Chancen zu haben, das Studium auch erfolgreich abzuschliessen und nicht vorzeitig abzubrechen. Man gewinnt selber also eine gewissen Sicherheit, dass man das Studium schaffen kann. Jeder Studienabbruch ist auch für die betroffene Person eine Belastung.

Die in diesem Jahr Abgelehnten können noch in diesem Jahr ein anderes Studium ohne NC (mit nur wenigen Ausnahmen) aufnehmen. Man verliert keine Zeit bis zum Studienbeginn, wenn man sich in diesem Jahr ohne Erfolg für Medizin beworben hat.

Natürlich kann man sich auch im kommenden Jahr erneut bewerben und am EMS teilnehmen, wenn man am Studienwunsch Medizin festhalten will und das Testresultat beispielsweise "knapp" war.