EMS 2018 findet am 6. Juli statt

Angesichts der Zahl der bei swissuniversities eingegangenen Anmeldungen hat der Hochschulrat der SHK auch dieses Jahr empfohlen, für das Studienjahr 2018/2019 den Zugang zu den medizinischen Studiengängen an jenen Hochschulen zu beschränken, die einen Numerus Clausus anwenden. Dies betrifft die Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich sowie die ETH Zürich und die Università della Svizzera italiana. Ebenso die Studienangebote, welche die Universität Zürich in Kooperation mit den Universitäten Luzern und St. Gallen anbietet. Trotz erneuter Erhöhung der Kapazitäten um 100 Studienplätze für Humanmedizin bleibt eine Zulassungsbeschränkung damit notwendig.

 

Zur Selektion der Studierenden für die betreffenden Hochschulen findet am 6. Juli 2018 der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) statt.

 

Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zum Medizinstudium angemeldet haben, erhalten im April 2018 ihre Anmeldeunterlagen zum Eignungstest sowie die Broschüre „Test Info“ mit ausführlichen Hinweisen und Beispielaufgaben.

 

 

Wie vorbereiten?

  • Arbeiten Sie zuerst die Test Info genau durch, bearbeiten Sie die dort enthaltenen Übungsbeispiele und analysieren Sie Ihre Leistungen anhand der dort gegebenen Hinweise zu den einzelnen Aufgabentypen.
  • Bearbeiten Sie dann die veröffentlichten Originalversionen, davon eine unter Echtzeit-Bedingungen. Bitte wenden Sie sich dazu auch an Ihre Lehrer. Über die "Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren" sind entsprechende Materialien für die Durchführung solcher Probeläufe an die einzelnen Schulen ergangen und an vielen Schulen wird dies angeboten.

Siehe dazu auch den Vorbereitungsreport.

 

Neben der Studieneignung, die im EMS als Studierfähigkeit gemessen wird, sind für Studien und Berufserfolg auch sogenannte "Soft Skills" wichtig. Dazu gehören soziale Kompetenzen, Interesse für Studium und Beruf, Wissen über die dortigen Anforderungen. Wir bieten wir allen Interessenten ein Self Assessment (SAMED) in drei Sprachen an. Eine weitere Seite sammelt alle Tipps im Sinne einer Studenberatung disziplinspezifisch. Ausserdem steht ein Self Assessment für Zahnmedizin (SAZAMED) (manipulative Fähigkeiten) zur Verfügung.

 

Schliesslich bieten wir im WIKI sowie in der rechten Spalte auf dieser Seite zahlreiche Hintergrundinformationen an, die bei Interesse eine vertiefte Beschäftigung mit EMS und NC erlauben.

 

Wie funktioniert der Test

Wesentlich für die Fairness des EMS zur Erfassung der Studieneignung ist, dass kein spezielles Fachwissen abgefragt wird. Es sollen keine Personen bevorteilt werden, die z.B. durch frühere Ausbildungen schon ein besseres Wissensniveau in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern haben. Erfasst werden soll stattdessen die Studierfähigkeit in dem Sinne, wie gut Sie sich später im Studium neues Wissen aneignen können. Die Maturitäts-/Abiturprüfung, anlässlich derer Sie bewiesen haben, dass Sie über das notwendige Wissen verfügen, soll durch den EMS nicht abgewertet werden.

 

Die Aufgaben sind so konstruiert, dass notwendiges Fachwissen in der Aufgabe selbst mitgeteilt wird. Es kommt darauf an, eine Problemstellung zu erkennen, genau zu analysieren und aufgrund des mitgeteilten Wissens zu lösen. Vorbereitung muss also nicht darin bestehen, bereits Fachwissen zu "pauken". Es geht vielmehr darum, sich mit den Anforderungen genau auseinanderzusetzen, z.B. keine Zeit mehr zu verlieren, um Instruktionen zu lesen. Man soll sich so weit vorbereiten, dass das eigene optimale Leistungsniveau erreicht und eine gewisse Routine beim Lösen der Aufgaben erworben wird.

 

Die hohe Nachfrage nach Studienplätzen führt in Humanmedizin zwangsläufig auch zu hohen Ablehnungsquoten. Bitte beachten Sie aber: Viele Universitäten konnten auch erst dank des NC überhaupt zu Reformstudiengängen übergehen, die eine bessere und intensivere Betreuung bereits im ersten Studienjahr gewährleisten. In den Jahren des "Massenandranges" wäre dies undenkbar gewesen, die Betreuungskapazitäten waren stark überlastet und die Studienbedingungen katastrophal. Ergebnisse dieser besseren Studienbedingungen sind weniger Studienabbrüche und das Bewältigen der Studienanforderungen in der dafür vorgesehenen Zeit. Die Kapazitäten werden dadurch rascher für die nachfolgenden Jahrgänge frei.

 

Auch für die Teilnehmenden muss die Teilnahme am Test nicht nur ein lästiger Aufwand sein: In mehreren Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass der EMS den Studienerfolg sehr gut vorhersagen kann. Je besser der Testwert ist, umso sicherer kann man sein, gute Chancen zu haben, das Studium auch erfolgreich abzuschliessen und nicht vorzeitig abzubrechen. Man gewinnt durch die Rückmeldung also eine gewisse Sicherheit, dass man das Studium schaffen kann. Jeder Studienabbruch ist auch für die betroffene Person eine Belastung.

 

Welche Vorbereitung hilft und welche nicht?

Es ist verständlich, dass man alles tun will, um einen Studienplatz zu erhalten. Da die Zahl der Bewerbungen seit 2001 quasi ungebremst zunimmt, steigt trotz wachsender Ausbildungskapazitäten die Zahl der Personen, welche keinen Studienplatz erhalten können. In unserem statistischen Bericht des Vorjahres erhalten Sie dazu einen Überblick. Mit drei Bewerbungen auf einen Platz in Humanmedizin ist der NC allerdings verglichen mit anderen Nachbarländern immer noch mild (Basis die Zahl der Personen mit gültigem Testergebnis).

 

Man muss sich auf den Test vorbereiten (und kann das auch Training nennen). Hektik oder blinder Eifer sind auch hier wenig nützlich. Man muss vor allem wissen, worauf bzw. inwieweit man sich vorbereiten kann und worauf bzw. inwieweit nicht. Wir raten Ihnen zu folgenden Grundregeln:

 

1. Informieren Sie sich ausführlich und aus verschiedenen Quellen, ehe Sie Ihre eigene Vorbereitungsstrategie festlegen. Natürlich empfehlen wir diese Seite, es existieren diverse Foren, in denen diese Fragen ausführlich diskutiert werden. Google und andere Suchmaschinen sind Ihre Freunde - nicht nur beim Finden der Einträge von kommerziellen Trainingsanbietern oder -büchern.

 

2. Wir empfehlen, die offizielle zirka 40seitige Test Info abzuwarten, wo die aktuellen Bedingungen des EMS beschrieben sind. Man sollte zuerst diese Broschüre mit Aufgabenbeispielen und Tipps zur aktuellen Version durcharbeiten und dann mit den richtigen Hintergrundinformationen die veröffentlichten Originalversionen bearbeiten - eine davon möglichst unter ernstfallnahen Bedingungen. Die dann noch zur Verfügung stehende Zeit ist für eine optimale Vorbereitung ausreichend.

 

3. Informieren Sie sich vorher gründlich über kommerzielle Angebote, falls Sie sich dafür entscheiden wollen. Nicht überall, wo EMS draufsteht, ist auch EMS drin. Es ist ein Markt, der eigenen Gesetzen folgt. In verschiedenen Foren finden Sie ausführliche und unabhängige Kritiken. Bedenken Sie, dass manche Aussagen einfach Werbung sind.

 

4. Bitte fragen Sie uns nicht, welche der zahlreichen inoffiziellen Vorbereitungsmaterialien oder Trainingsanbieter wir empfehlen können. Unsere Empfehlungen beschränken sich wirklich nur auf die Test Info und die beiden veröffentlichten Originalversionen - nur diese Aufgaben entsprechen im Niveau denen, die später auch im Test verwendet werden.

 

5. Finden Sie Möglichkeiten, sich unter Anleitung oder gemeinsam anhand des offiziellen Vorbereitungsmaterials auf den Test vorzubereiten. Eine gemeinsame Vorbereitung kann der selbständigen Vorbereitung überlegen sein, was die Vorbereitungsreports ebenfalls belegen.

 

6. Rechnen Sie damit, dass die Testsituation auch eine Belastungssituation sein wird. Das Bearbeiten der Originalversion unter ernstfallnahen Bedingungen ist eine erste gute Vorbereitung. Organisieren Sie sich die Testteilnahme auch so, dass Sie am Testtag ausgeruht und fit sind. Dies trifft besonders zu, wenn Sie vorher anreisen oder übernachten müssen.

 

Lernen Sie es, Ihre Ängste und Sorgen zu besiegen und sich besonnen auf diese Herausforderung vorzubereiten. Diese Fähigkeit wird Ihnen später auch im Medizinalberuf mit Sicherheit abverlangt werden.