EMS 2016 findet am Freitag, dem 8. Juli 2016 statt

Neuigkeiten Session 2016 siehe hier im WIKI-Blog

 

Ein Numerus clausus (NC) ist 2016 erneut für Humanmedizin (seit 1998), Veterinärmedizin (seit 1999) und Zahnmedizin (seit 2004) notwendig – dort für Personen, die sich an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg oder Zürich angemeldet haben. An der Universität Zürich gilt der NC auch für Chiropraktik (seit 2008). Der EMS findet am Freitag, dem 8. Juli 2016 statt. Alle Kandidatinnen und Kandidaten,die am EMS teilnehmen müssen, erhalten bis Mitte April die Anmeldeunterlagen und ein Test Info mit ausführlichen Hinweisen und Beispielaufgaben durch swissuniversites zugesendet. Bis zum 24.Mai 2016 muss man sich bei swissuniversites zum EMS anmelden. Wählen Sie auch einen Ort, der den Test in der von Ihnen gewünschten Sprache anbietet. (mehr: siehe Termine und Ablauf).

 

Mitteilung durch swissuniversities.

 

 

Wie vorbereiten?

Der Test entspricht in seiner Struktur wieder derjenigen, die bis 2004 angewendet worden ist. Die strukturelle Identität zwischen deutschem TMS und EMS macht es auchmöglich, dass bis auf Weiteres nur noch neue Aufgaben eingesetzt werden können (mehr dazu hier). Bitte warten Sie die Test Info ab, dort ist alles zum EMS 2016 in altualisierter Form enthalten.

 

In der oberen Menüleiste finden Sie weitere Hinweise für die Teilnahme am EMS.

  • "Was ist der EMS" ist für alle gedacht, die sich einen schnellen Überblick über den Test verschaffen wollen.
  • "Wie vorbereiten" mit Hinweisen auf im Buchhandel erhältliche zwei Originalversionen in den drei Testsprachen.
  • "Termine und Ablauf" stellt alles Wichtige dazu zusammen (Anpassung im September).
  • "Fragen und Antworten" Hier hätten wir die Bitte, dass Sie dies zuerst lesen, wenn Fragen auftauchen - sich dann an die richtige Stelle wenden, wenn Ihre Frage dort nicht beantwortet ist.

Zu aktuellen politischen Fragen (NC, EMS) siehe hier

 

 

Unsere empfohlene Vorbereitungsstrategie:

Siehe dazu auch der neue Vorbereitungsreport.

  • Arbeiten Sie zuerst die Test Info genau durch, bearbeiten Sie die dort enthaltenen Übungsbeispiele und analysieren Sie Ihre Leistungen anhand der dort gegebenen Hinweise zu den einzelnen Aufgabentypen.
  • Bearbeiten Sie dann die veröffentlichten Originalversionen, davon eine unter Echtzeit-Bedingungen. Bitte wenden Sie sich dazu auch an Ihre Lehrer. Über die "Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren" sind entsprechende Materialien für die Durchführung solcher Probeläufe an die einzelnen Schulen ergangen und an vielen Schulen wird dies angeboten.

Neben der Studieneignung, die im EMS als Studierfähigkeit gemessen wird, sind für Studien und Berufserfolg sogenannte "Soft Skills" wichtig wie soziale Kompetenz, Interesse für Studium und Beruf, Wissen über die dortigen Anforderungen. Neu bieten wir allen Interessenten ein Self Assessment (SAMED) in drei Sprachen an. Eine weitere Seite sammelt alle Tipps im Sinne einer Studenberatung disziplinspezifisch. Auserdem steht ein Self Assessment für Zahnmedizin (SAZAMED) (manipulative Fähigkeiten) zur Verfügung.

Schliesslich bieten wir im WIKI sowie in der rechten Spalte auf dieser Seite noch zahlreiche Hintergrundinformationen an, die bei Interesse eine Bewertung von EMS und NC erlauben.

Wie funktioniert der Test

Wesentlich für die Fairness des EMS zur Erfassung der Studieneignung ist, dass kein spezielles Fachwissen abgefragt wird. Es sollen keine Personen bevorteilt werden, die z.B. durch frühere Ausbildungen schon ein besseres Wissensniveau in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern haben. Erfasst werden soll die Studierfähigkeit in dem Sinne, wie gut Sie sich später im Studium neues Wissen aneignen können. Die Maturitäts-/Abiturprüfung, wo Sie bewiesen haben, dass Sie über das notwendige Wissen verfügen, soll durch den EMS nicht abgewertet werden.

Die Aufgaben sind so konstruiert, dass notwendiges Fachwissen in der Aufgabe selbst mitgeteilt wird. Es kommt darauf an, eine Problemstellung zu erkennen, genau zu analysieren und aufgrund des mitgeteilten Wissens zu lösen. Vorbereitung muss also nicht darin bestehen, bereits Fachwissen zu "pauken". Es geht vielmehr darum, sich mit den Anforderungen genau auseinanderzusetzen, z.B. keine Zeit mehr zu verlieren, um Instruktionen zu lesen. Man soll sich so weit vorbereiten, dass das eigene optimale Leistungsniveau erreicht und eine gewisse Routine beim Lösen der Aufgaben erworben wird.

Die erhöhte Nachfrage nach Studienplätzen führt in Humanmedizin zwangsläufig auch zu höheren Ablehnungsquoten als in den Vorjahren. Bitte beachten Sie aber eins: Viele Universitäten konnten auch dank des NC überhaupt zu Reformstudiengängen übergehen, die eine bessere und intensivere Betreuung bereits im ersten Studienjahr gewährleisten. In den Jahren des "Massenandranges" wäre dies kaum denkbar gewesen, die Betreuungskapazitäten waren stark überlastet und die Studienbedingungen katastrophal. Ein Ergebnis dieser besseren Studienbedingungen werden auch weniger Studienabbrüche und ein Bewältigen der Studienanforderungen in der dafür vorgesehenen Zeit sein. Die Kapazitäten werden früher für die Nächsten frei.

Auch für die Teilnehmenden muss die Rückmeldung des EMS nicht nur ein Nachteil sein: In mehreren Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass der EMS den Studienerfolg sehr gut vorhersagen kann. Je besser der Testwert ist, umso sicherer kann man sein, gute Chancen zu haben, das Studium auch erfolgreich abzuschliessen und nicht vorzeitig abzubrechen. Man gewinnt selber also eine gewissen Sicherheit, dass man das Studium schaffen kann. Jeder Studienabbruch ist auch für die betroffene Person eine Belastung.

Welche Vorbereitung hilft und welche nicht?

Es ist verständlich, dass man alles tun will, um einen Studienplatz zu erhalten. Da die Zahl der Bewerbungen seit 2001 quasi ungebremst zunimmt, steigt trotz wachsender Ausbildungskapazitäten die Zahl der Personen, welche keinen Studienplatz erhalten können. Im statistischen Bericht des Vorjahres erhalten Sie dazu einen Überblick. Mit drei Bewerbungen auf einen Platz in Humanmedizin ist der NC allerdings verglichen mit anderen Nachbarländern immer noch mild (Basis die Zahl der Personen mit gültigem Testergebnis).

Man muss sich auf den Test vorbereiten (und kann das auch Training nennen). Hektik oder blinder Eifer schaden wie überall auch hier. Man muss vor allem wissen, worauf bzw. inwieweit man sich vorbereiten kann und worauf bzw. inwieweit nicht. Wir raten Ihnen zu folgenden Grundregeln:

1. Informieren Sie sich ausführlich und aus verschiedenen Quellen, ehe Sie Ihre eigene Vorbereitungsstrategie festlegen. Natürlich empfehlen wir diese Seite, es gibt mittlerweile auch Foren von Medizinstudierenden, wo diese Fragen ausführlich diskutiert werden. Man kann dort auch Fragen stellen. Google und andere Suchmaschinen sind Ihre Freunde - nicht nur beim Finden der Einträge von kommerziellen Trainingsanbietern oder -büchern.

2. Wir empfehlen, die offizielle zirka 40seitige Test Info abzuwarten, wo die aktuellen Bedingungen des EMS beschrieben sind. Man sollte zuerst diese Test Info mit Aufgabenbeispielen und Tipps zur aktuellen Version durcharbeiten und dann mit den richtigen Hintergrundinformationen die veröffentlichten Originalversionen bearbeiten - eine davon unter ernstfallnahen Bedingungen. Die dann noch zur Verfügung stehende Zeit ist für eine optimale Vorbereitung ausreichend.

3. Informieren Sie sich vorher gründlich über kommerzielle Angebote, falls Sie sich dafür entscheiden wollen. Nicht überall, wo EMS draufsteht, ist auch EMS drin. Es ist ein Markt, der eigenen Gesetzen folgt. In verschiedenen Foren finden Sie ausführliche und unabhängige Kritiken. Bedenken Sie, dass manche Aussagen einfach Werbung sind.

4. Bitte fragen Sie uns nicht, welche der zahlreichen inoffiziellen Vorbereitungsmaterialien oder Trainingsanbieter wir empfehlen können. Unsere Empfehlungen beschränken sich wirklich nur auf die Test Info und die beiden veröffentlichten Originalversionen - nur diese Aufgaben entsprechen im Niveau denen, die später auch im Test verwendet werden.

5. Finden Sie Möglichkeiten, sich unter Anleitung oder gemeinsam anhand des offiziellen Vorbereitungsmaterials auf den Test vorzubereiten. Eine gemeinsame Vorbereitung kann der selbständigen Vorbereitung überlegen sein, was die Vorbereitungsreports ebenfalls belegen.

6. Rechnen Sie damit, dass die Testsituation auch eine Belastungssituation sein wird. Das Bearbeiten der Originalversion unter ernstfallnahen Bedingungen ist eine erste gute Vorbereitung. Organisieren Sie sich die Testteilnahme auch so, dass Sie an dem Tag ausgeruht und fit sind. Dies trifft besonders zu, wenn Sie vorher anreisen oder übernachten müssen.

Lernen Sie es, Ihre Ängste und Sorgen zu besiegen und sich besonnen auf diese Herausforderung vorzubreiten. Diese Fähigkeit wird Ihnen später im Medizinalberuf mit Sicherheit abverlangt werden.

Die Zeit von bis Juli ist so reichlich bemessen, dass eine optimale Vorbereitung problemlos möglich ist. Woher wir dies wissen? Der neue Vorbereitungsreport 2014 stellt Ergebnisse einer Befragung der Testteilnehmer über ihre Vorbereitung zusammen - bestätigt allerdings die von früher bekannten Befunde.

Die wichtigsten Aussagen der Vorbereitungsreports:

  • Man muss sich auf den EMS vorbereiten. Ohne Vorbereitung oder mit zu wenig Vorbereitung erreicht man geringere Testleistungen und hat schlechtere Zulassungschancen.
  • Wichtig ist die Durchführung einer veröffentlichten Originalversion unter echten Zeitbedingungen – dies bringt den meisten Leistungszuwachs.
  • Beim Untertest "Konzentriertes und Sorgfältiges Arbeiten" bringt zu häufiges Üben keine besseren Leistungen. Exzessives Üben scheint hier sogar schädlich, weil man sich auf die Regeln des Übungsbeispieles fixiert und dann nur schwer umlernen kann.
  • Bisher wurde in allen vier Vorbereitungsreports nachgewiesen, dass kommerzielle Trainingskurse dem selbständigen oder gemeinsamen Üben nach unserer Empfehlung keinesfalls überlegen sind, sondern allenfalls genauso gut sind. Es ist also nachweislich nicht notwendig, solche kommerziellen Kurse zu besuchen - auch wenn Sie werbebedingt anderslautende Statements auf den Seiten einiger Anbieter dieser Trainingskurse finden.

Immer wieder werden wir nach unserer Meinung zu kommerziell orientierten Trainingskursen gefragt. Unsere Position dazu ist hier dargestellt. In dieser Ausführlichkeit ist sie nur bedeutsam für Personen, die sich mit diesen Fragen intensiver beschäftigen möchten und Risiken wie Nebenwirkungen solcher Kurse kennen wollen.

Es gibt eine wichtige Aussage, die durch wissenschaftliche Studien in Deutschland ebenso gestützt wird wie mittlerweile nahezu identisch durch vier Befragungen in der Schweiz:

Man kann durch selbständige Vorbereitung mit den öffentlich zugänglichen Vorbereitungsmaterialien genauso erfolgreich sein, wie durch den Besuch kommerzieller Vorbereitungskurse.

 

Meist wird aber unter Training etwas anderes sugggeriert: Durch Fleiss könne jeder quasi jede Leistung erreichen ( "Erfolgsgarantien" werden gegeben). Dies weckt falsche Hoffnungen. Man kann sein optimales Leistungsniveau durch eine angemessene Vorbereitung erreichen. Die Maturitätsnoten bestimmen beispielsweise statistisch gesehen die Höhe des Testwertes sehr viel deutlicher als die gesamte Intensität der Vorbereitung. gerade der Report 2014 zeigt, dass es zu keiner "Inflation" der Leistungen über die Jahre gekommen ist, es pendelt nach wie vor bei 60% der erreichbaren Punkte.

Sieht man von der Ausnahme der Verwendung des gestohlenen Materials 2014 ab, sind die sonstigen zugänglichen Materialien entgegen anderslautender Behauptungen nur ähnlich, manchmal problematisch und oft im Schwierigkeitsgrad oft nicht mit denen des EMS vergleichbar.