Wieso hast du dich dazu entschieden, Medizin zu studieren?

Ich bin mit Medizin aufgewachsen, mein Vater ist Arzt. Und als Kind interessiert man sich dann auch dafür oder eben gerade nicht: wenn wir zu Hause über Medizin sprachen, ging mein Bruder aus dem Zimmer, und ich sagte: "Hey, cool, worum geht's?"

Was interessiert dich an der Medizin?
Mich interessiert der Mensch, wie alles zusammen spielt in unserem Körper. Ich habe mir auch überlegt, Biochemie zu studieren, aber dort dreht sich mehr oder weniger alles um die einzelne Zelle. Und ich dachte mir, ich möchte lieber den Körper als Ganzes kennenlernen.


Weshalb Freiburg?

Ich wollte nicht an eine der grossen Massenuniversitäten. Freiburg ist kleiner, spezieller und dazu noch zweisprachig.

Wie findest du Freiburg als Stadt?

Freiburg gefällt mir sehr gut, ist velofreundlich, hat einen speziellen Charme. Es geht alles ein bisschen ruhiger und gelassener zu und her als vielerorts in der Deutschschweiz.


Was möchtest du später mal tun, welches Gebiet sagt dir innerhalb der Medizin am meisten zu?

Ich habe mich noch nicht für eine bestimmte Fachrichtung entschieden. Im fünften Jahr werden wir dann klinisch tätig sein, und dort werden wir auch sehen, worauf wir uns spezialisieren wollen.

Hast du viel Freizeit?

Nun, das Studium ist schon hart, am Morgen ist Vorlesung, und am Nachmittag Praktikum. Ich hatte aber nie das Gefühl, irgendwo zu kurz zu kommen. Ich hatte beispielsweise immer Zeit, um meinen Hobbies nachzugehen. Man muss sich die Zeit halt manchmal auch nehmen, beispielsweise über den Mittag: da treibe ich jeweils ein wenig Sport an der Uni.

Was tust du denn in deiner knappen Freizeit?

Ich koche gerne, ansonsten ist mein grösstes Hobby der Sport: Badminton, Tischtennis, Tai-Chi, Tanzen. Es ist immer etwas los!

 

Name: Widjaja*
Vorname: Sandra
Jahrgang: 1979
Wohnort vor dem Studium: Menziken AG
Fachrichtung: Medizin

*(ausgesprochen "Widschaya")

Foto: Sandra nimmt jeweils eine Flasche Tee mit in die Vorlesung

Sonnenseiten im Studentenleben?

Wenn die Prüfungen vorbei sind...

Ein guter Moment unter Studenten?

Es gibt viele gute Momente mit den MitstudentInnen, man trifft sich in der Stadt, geht aus...
Ich schätze auch die Hilfsbereitschaft unter den Studenten!

in Freiburg?

Ich liebe das welsche "Flair", die Stimmung an den schönen Sommertagen, wenn die Leute draussen sind.


Etwas typisches aus deinem Alltag?

Ich fahre mit meinem Velo regelmässig quer durch alle Kreisel, wenn alle Autos Schlange stehen.

Dein liebster Ort in der Stadt?

Die "basse-ville" (Anm.d.Red.: die Altstadt)

Ein wichtiges Gespräch mit den Professoren?

Ich habe mal mit einem Dozenten über "Muffins" geredet.

Die Zweisprachigkeit an der Uni?

Wenn ich hier jemanden treffe, spreche ich in der Regel zuerst französisch, dann kommt oft der Satz: "chasch de scho dütsch rede!" Zweisprachigkeit erlebe ich auch in meinem Studium, wo in beiden Sprachen unterrichtet wird

Ein Wort aus deiner Fachrichtung?

Da gibt es viele Begriffe... vielleicht beim Lernen, dort gilt vor allem: "nid überlege, inebiige"!

Was dich in deiner Fachrichtung wirklich weitergebracht hat?

Wir mussten alle Muskeln "auswendig lernen" - da weiss man dann jeweils wenigstens, wo genau man Muskelkater hat...

 
 
 
 
     
28/09/00 by dc , University of Fribourg, Switzerland 2000© pictures by Charly Rappo