Projekt e-qual (2008-2010)
e-qual – Lehre, Gender, Qualität
Kontakt: Prof. Bernadette Charlier
Mitarbeiterinnen:
- Prof. Bernadette Charlier, Leiterin des Zentrums für Hochschuldidaktik
- Jessica Dehler, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
- Annick Rossier Morel, wissenschaftliche Mitarbeiterin
Das Projekt e-qual ist angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Hochschuldidaktik, Gleichstellung und Qualitätssicherung. Die Qualität der Hochschullehre (insebsondere an der Universität Freiburg) soll darin weiterentwickelt werden, indem Geschlechteraspekte in der Lehre berücksichtigt werden.
Um dies zu erreichen, hat das Projekt:
- innovative Organisationsentwicklung initiiert, bei der Schlüsselstellen der Institution (3 betroffene Dienststellen, Rektorat) und die Dozierenden in einem partizipativen Prozess beteiligt waren
- das hochschuldidaktische Angebot weiterentwickelt (Module und Praxisgemeinschaften
- ein Instrument zur Selbst- und Kollegialen Evaluation der eigenen Lehrpraxis aus der Geschlechterperspektive erarbeitet und bereitgestellt.
Produkte
Das Angebot in der Did@cTIC-Ausbildung
Das hochschuldidaktische Ausbildungsprogramm (Did@cTIC) hat sich weiterentwickelt. Die Basismodule wurden zu Geschlechteraspekten beraten. Ein Wahlmodul, das explizit Geschlecht in der Lehre thematisiert, wurde durchgeführt (A10. Gender und Unterricht: Hintergründe und praktische Zugänge). Weitere 3 Wahlmodule wurden geschaffen, die Geschlecht als Querschnittsthema integrieren (A11. Kollaboratives Lernen - mit und ohne ICT & Web 2.0, A12. Transfer von Forschungsergebnissen in die eigene Lehrpraxis, B6. Der Bewertungsprozess - Wahrnehmen, Beschreiben, Beurteilen). Diese Wahlmodule sind in das Angebot von Did@cTIC eingegangen. Die Durchführung hängt von der Wahl der Teilnehmenden ab. Die aktuellen Module finden sich jeweils im Bereich Ausbildung dieser Seite.
Did@cTIC lunchs
Speziell an Professorinnen und Professoren wendete sich das Angebot von zweisprachigen Praxisgemeinschaften (Did@cTIC lunchs). Die folgenden Themen wurden bearbeitet: Wie ziehe ich Nutzen aus Lehrevaluationen?; Autorenrecht und Plagiat: welche neue Sichtweisen auf den Wissensbegriff ergeben sich?; Wie bilde, begleite, führe und fördere ich meine Arbeitsgruppe?; Professor/Professorin an der Universität Freiburg.
Kriterien für geschlechtergerechte Lehre
Im Projekt wurde definiert, welche Charakteristika geschlechtergerechte Lehre ausmachen. Auf der Basis eines Kriterienkataloges wurden Instrumente zur Selbst- und Kollegialen Evaluation der Geschlechtergerechtigkeit der Lehre entwickelt.
Evaluationsinstrument Geschlechtergerechte Lehre (oder englische Version)
Bibliographie
Für Interessierte haben wir zum Weiterlesen eine Literaturliste zu Geschlechteraspekten beim Lehren und Lernen (de, fr, en) erstellt.
Nationale Tagung
Genderaspekte in der Hochschullehre und in der Lehrevaluation
am 25. Januar 2010 an der Universität Freiburg
Die zweisprachige (de, fr) nationale Tagung brachte Verantwortliche und Interessierte in den Bereichen Didaktik, Qualitätsentwicklung und Gleichstellung der Schweizer Hochschulen und Fachhochschulen zusammen.
Bisherige Ergebnisse aus Projekten an der Schnittstelle der drei Bereiche wurden präsentiert und in einem gemeinsamen Referenzrahmen analysiert. Zudem wurden Empfehlungen an alle beteiligten Ebenen erarbeitet, um eine qualitativ hochstehende, genderreflektierte Lehre strukturell und nachhaltig zu fördern.
Die Tagung wurde im Rahmen des Projektes e-qual in Zusammenarbeit mit diesen gesamtschweizerischen Gremien organisiert:
KOFRAH: Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten
SFDN: Swiss Faculty Development Network
Q-Netzwerk: Universitäre Qualitätssicherung auf operativer Ebene
Präsentationen:
Notroff
A., Uni Basel
Sprecher
S., Uni Luzern
Berthiaume D., Uni Lausanne (französisch)
Dehler J., Uni Fribourg
Macha H., Uni Augsburg
Präsentationen und Publikationen
Charlier, B. (forthcoming). Tensions between professional and organisational development: Towards meaningful evaluative practices for all. In M. Saunders, P. Trowler, and V. Bamber, Reconceptualising Evaluative Practices in Higher Education. London: Routledge.
Dehler, J., Gilbert, A.-F. (2010). Geschlechtergerechte
Gestaltung der Hochschullehre. Neues Handbuch Hochschullehre, 43, 1-20.
Rossier Morel, A., Dehler, J., Charlier, B. & Fueger, H. (2010). Intégrer la dimension genre dans l'enseignement supérieur : transformation de pratiques au niveau individuel et institutionnel. Revue internationale de pédagogie de l'enseignement supérieur, 26(2).
Dehler, J., Wüthrich, A., Charlier, B. & Rossier Morel, A. (2009). Gute Lehre = Gendersensible Lehre? Ergebnisse aus dem Projekt e-qual - Lehre, Gender, Qualität. In N. Auferkorte-Michaelis, I. Stahr, A. Schönborn, & I. Fitzek (Hrsg.), Gender als Indikator für gute Lehre. Erkenntnisse, Konzepte und Ideen für die Hochschule (S. 201.-204). Budrich UniPress.
Dehler,
J., Charlier, B. & Wüthrich, A. (2009, August). Conceptualization
and assessment of gender equality in university teacher training. Paper
presented at the 13th Biennial Conference for Research on Learning and
Instruction (EARLI), Amsterdam, The Netherlands.
Dehler, J., Wüthrich, A., Charlier, B., & Rossier Morel, A., & Fueger, H. (2009, August). Gender equal teaching: What are university teachers` conceptions and practices? Paper presented at the 6th European Conference on Gender Equality in Higher Education, Stockholm, Sweden.
Charlier, B. & Dehler, J. (2009, Juin). Dispositifs de formation d'enseignants universitaires : Impacts sur le développement professionnel et sur la qualité de l'enseignement. Jahreskongress der SGBF und der SGL "Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung. Universität Zürich.


