C10. Arbeit an der eigenen Praxis


Das Modul "Arbeit an der eigenen Praxis" umfasst zwei Aktivitäten, die sich ergänzen:

  1. Teilnahme an Praxisgemeinschaften
  2. Analyse konkreter Lehrsituationen (Intervision oder Autoskopie)

1. Bei Praxisgemeinschaften handelt es sich um Gruppen zum Austausch und zur Analyse der Lehrpraxis der Teilnehmenden. Während eines Ausbildungsjahres treffen sich diese Gruppen viermal für jeweils ca. 2,5 Stunden. Die zu bearbeitenden Themen werden beim ersten Treffen ausgewählt, indem alle TeilnehmerInnen Situationen oder Probleme aus Ihrer Praxis beschreiben. Ausserdem wird ein Gruppentagebuch erstellt, in dem zum einen Erfahrungen und Lernergebnisse dokumentiert werden und zum anderen Umsetzungen neuer Lehrpraktiken beschrieben werden.

2. Bei der Analyse konkreter Lehrsituationen wählen TeilnehmerInnen eine von zwei Aktivitäten:

  • Intervision (in Zweiergruppen): Die Partner einer Dyade besuchen sich gegenseitig in einer Lehrveranstaltung. Dies umfasst drei Phasen: Vorbereitung des Unterrichtsbesuchs,  Beobachtung und Feedback. Die Intervision erlaubt einen konkreten Aspekt der eigenen Lehre konstruktiv zu beleuchten. oder
  • Autoskopie (individuell): Jede Person filmt sich in einer professionellen Situation (eine Lehrveranstaltung oder ähnliches), um eine Feinanalyse durchzuführen.

In diesem Modul werden folgende Kompetenzen entwickelt:

  • die eigene Lehrpraxis reflektieren
  • Erfahrungen anderer Lehrender diskutieren
  • einen spezifischen und relevanten Aspekt der Lehre analysieren

Sprache

Deutsch (mündlich und schriftlich)

Verantwortlicher (Praxisgemeinschaften)

Als Didaktikprofessor an der Privaten Hochschule für Wirtschaft, am Hochschuldidaktikzentrum Baden Württemberg und an der pädagogischen Hochschule Thurgau ist Manfred Künzel verantwortlich für die Ausbildung von Dozierenden dieser Hochschulen und Entwicklungsprojekten wie "apprendre par projet". Hier werden etwa 60 Studierende bei ihrem Internationalen Projekt, ihren Firmenberatungen. Weiter führt er zahlreiche Entwicklungen- und Forschungen zur Kompetenzdidaktik und entsprechendem Materialien, Unterrichtssetting, Curriculas durch.

Verantwortliche (Intervision/Autoskopie)

Marie Lambert ist Diplomassistentin am Zentrum für Hochschuldidaktik der Universität Freiburg. Sie ist für die Koordination der Did@cTIC-Ausbildung verantwortlich sowie für die Betreuung der Teilnehmenden. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der beruflichen Entwicklung von Assistenten und Assistentinnen (teaching assistants). Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung sind Teil ihrer Arbeitsschwerpunkte. Weitere Informationen sind auf ihrer persönlichen Webseite verfügbar.

Daten und Ort

  • Vorbereitungstreffen: Freitag, 6. September 2013 (13.30-16.30 Uhr)
  • Praxisgemeinschaften: 4 Treffen, die mit den Teilnehmenden am Vorbereitungstreffen festgelegt werden (zwischen September 2013 und Juni 2014)
  • Intervision/Autoskopie: zeitlich selbst organisiert (zwischen September 2013 und Mai 2014)

Universität Freiburg, Gebäude Pérolles II (Bd de Pérolles 90)

Validierung

Modul mit 2 ECTS

Validierungsarbeit:

  • Praxisgemeinschaften: Teilnahme an den Treffen und Beitrag zum Gruppentagebuch
  • Intervision oder Autoskopie: Gegenseitiger Unterrichtsbesuch und individueller Bericht oder individuelle Analyse einer Situation und individueller Bericht

Anmeldegebühr

Fr. 500.- (kostenlos für Lehrpersonen der Universität Freiburg)

Université de Fribourg - Centre de Didactique Universitaire - Bd de Pérolles 90 - 1700 Fribourg - Tel +41 26 300 75 51 - Fax +41 26 300 96 32
Kontakt: didactic [at] unifr.ch - Swiss University