MA-Seminar: Die Kunst des Lebens im Stoizismus: Seneca und die Beherrschung der Leidenschaften (pan, eme)
UE-L01.02024

Dozenten-innen: Carron Delphine
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Seminar
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: SP-2021

Die antike Philosophie, insbesondere jene, die in der hellenistischen Periode (323 v. Chr - 30. n. Chr.) vorherrschend war, bestand darin, ein bestimmtes Lebensideal zu entwickeln, welches nicht nur praktischen, sondern auch theoretischen Zielen dienlich sein sollte. Das Hauptziel der philosophischen Schulen war es, ihren Anhängern die Mittel zur Verfügung zu stellen, um Ataraxie zu erreichen. Ataraxie als heitere Seelenruhe entsprach jenem Zustand der Gelassenheit, die frei von Störungen und dadurch gleichbedeutend mit der Glüskseligkeit sein sollte. Diese Ataraxie erforderte die Beherrschung der Leidenschaften, denn Leidenschaften bringen uns dorthin, wo wir nicht hinwollen, sie zerstören uns und bedrohen daher den Zusammenhalt unseres Selbst, der Stadt und der Welt.

Unter den hellenistischen Schulen werden wir uns besonders mit dem Stoizismus und den dazugehörigen Theorien der Ethik beschäftigen. Die Analyse der stoischen Auffassungen von pathê und eupathuai sollen mit jenen von Metriopatheia bei Aristoteles verglichen und bewertet werden. Als Textgrundlage dienen uns die zwei Abhandlungen Über den Zorn und Über die Ausgeglichenheit der Seele von Seneca.


Lernziele

Kenntnisse über die relevanten Konzepte der stoischen Ethik, insbesondere jene von Seneca.
Vertieftes Verständnis der Textquellen und ihrer Analyse in der Geschichte der Philosophie
Erwerb von Kompetenzen in den Bereichen Lesen und Interpretieren von philosophischen Texten


Dokumentation

Bibliographische Hinweise und einen genaueren Plan des Seminars wird zu Beginn des Semesters auf Moodle bereitgestellt.