Publikationsdatum 18.11.2025

Jean-Louis-Leuba-Preis 2025


Am 15. November, auf dem diesjährigen Dies Academicus, wurde P. Meinrad M. Hötzel der Leuba-Preis (Prix Jean-Louis Leuba) des Jahres 2025 verliehen. 

Heilige – typisch katholisch? P. Meinrad M. Hötzel, Benediktiner des Klosters Einsiedeln, zeigt in seiner Masterarbeit das ökumenische Potential der Heiligen: Das Schreiben über Heilige, die Hagiographie, wurde im turbulenten 20. Jahrhundert als Möglichkeit wiederentdeckt, um das Handeln Gottes im konkreten Leben der Menschen zu bezeugen. Zwei Repräsentanten dieses Zeugnisses für das gelebte Evangelium sind die katholische Schriftstellerin Ida Friederike Görres (1901-1971) und der reformierte Pfarrer Walter Nigg (1903-1988). Über Konfessionsgrenzen hinweg verband sie eine tiefe Freundschaft. P. Meinrad untersucht ihre theologischen und dichterischen Zugänge zu den Heiligen und entdeckt vielfältige Anknüpfungspunkte für die Theologie der Gegenwart, die neue Wege der Evangelisierung sucht.

Diese wissenschaftliche Arbeit wird unter dem Titel „Aus Urgestein der Heiligkeit. Hagiographie bei Ida Friederike Görres und Walter Nigg“ auch in Buchform erscheinen. Beim Dies Academicus 2025 wurde P. Meinrad dafür mit dem Leuba-Preis (Prix Jean-Louis Leuba) ausgezeichnet. Der Preis wird seit mehr als 30 Jahren für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Theologie der Ökumene vergeben. Gestiftet wurde der Preis seinerzeit von Prof. Jean-Louis Leuba (1912-2005), Pastor der Reformierten Kirche; der Theologe aus Neuchâtel und ehemalige Rektor der dortigen Universität war Ehrendoktor der Universität Fribourg. Der Prix Leuba ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1'000 CHF dotiert.